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Y&T fanden sich ca. 1972 (ursprünglich als YESTERDAY AND TODAY) in San Francisco unter folgender Besetzung
zusammen:
Dave Meniketti (Vocals, Guitar), Leonard Haze (Drums), Phil Kennemore (Vocals, Bass) und Joey Alves
(Guitar).
Anfangs tourte die Band mehr oder weniger als Top 50 Cover Band durch die Clubs oder auf eigene Rechnung in selbst
angemieteten Konzertsälen.
Musikalische Vorbilder waren damals u.a. die BEATLES, CREAM, LED ZEPPELIN, THE WHO, DEEP PURPLE oder insbesondere MONTROSE, die für Phil Kennemore » nach wie vor für die beste,
amerikanische Heavy Metal Band ist und war, speziell die ersten beiden Platten«.
1976 bekam die Band einen Vertrag bei London Records und veröffentlichte im gleichen Jahr ihr Debut
<Yesterday And Today> sowie '78 dann den Nachfolger <Struck Down>.
Obwohl beide Scheiben ordentlichen
Hard Rock mit Blues und Boogie Einflüssen auf den Plattenteller brachten, verkauften sie sich mangels
entsprechender Promotion und Vertrieb so schlecht, dass die Band kurzzeitig sogar auseinanderbrach.
Haze und
Kennemore versuchten sich zeitweilig an der Rock Oper <Rock Justice>, die (glücklicherweise) floppte und
so kehrten sie reumütig zurück.
Musikalisch fuhr man mittlerweile eine etwas härtere Gangart, tourte ununterbrochen, verschickte Demos an
jeden, der einen Briefkasten besaß » ...und hatten dann das Glück, dass Heavy Metal in den Staaten
immer populärer wurde und plötzlich jede Plattenfirma eine Heavyband haben wollte. Mit A&M wurden
wir dann einig« erinnert sich Phil.
Ihr 1981er Release <Earthshaker>, nunmehr kurz und schmerzlos als Y&T, war der Knaller der Saison und kann
heute durchaus als Meilenstein des Heavy Metal/Hard Rock gelten, vornehmlich hart und schnell, aber auch manchmal bluesig oder
balladesk (Kauftipp!).
Plötzlich war Y&T in aller Munde, Auftritte beim Pink Pop oder Reading Festival oder im Vorprogramm von
AC/DC oder Ozzy Osbourne taten Ihr übriges.
1983 erschienen <Black Tiger> und <Mean Streak> als würdige Nachfolger von <Earthshaker>
ohne jedoch dessen Klasse ganz zu erreichen.
Weitere Scheiben folgten im Jahresturnus <In Rock We Trust>
'84, <Open Fire (Live)> '85 und <Down for the Count> '85.
Mitte der 80er ging's im Metal bergab, viele Bands suchten Ihr Heil im Mainstream, so auch leider Y&T. Man wechselte
folgerichtig zum damaligen Genrespezi Geffen Records
Geffen Records (witzich, haben heutzutage mit A&M fusioniert),
um dort zwei nicht unbedingt schlechte, am alten Standard gemessen jedoch recht mäßige Alben unter
erstmalig wechselnder Besetzung <Contagious> '87 (Jimmy DeGrasso kam für Haze) und <Ten> '90
(Stef Burns kam für Alves) zu veröffentlichen.
Bei den Fans ging man den Bach runter und gab letztendlich
auf.
<Best off..> '90 (A&M) und <Live> '91 (Metal Blade) wurden posthum nachgeschoben, als Compilations
jedoch sehr beachtenswürdig, da alle wichtigen Stücke, u.a. sogar Songs aus Ihren beiden Frühwerken
enthalten sind, von denen sie sich lange Zeit distanzieren wollten (Kauftipp!)
Zwischen 1989 - 1990 versuchten Alves und Haze eine Art Y&T Nachfolgekapelle namens BLACK TIGER zu etablieren.
Man betourte hauptsächlich die Bay Area mit einem Mix aus eigenen und alten Y&T Songs. Mehr als lokale
Bekanntheit sprang aber nicht heraus und so gaben sie diese Unterfangen schon nach kurzer Zeit wieder auf.
Haze wechselte zu GILLAN um an dessen 91er <Toolbox> Album zu partizipieren, das war's dann aber auch schon,
denn Gillan schloss sich 1992 wieder DEEP PURPLE an.
Mit <Musically Incorrect> '95 und <Endangered Species> '97, beide Music for
Nations, gab's eine vielversprechende, jedoch kaum beachtete Y&T Wiederbelebung in der 1990er Besetzung,
die sich durchaus mit den Klassikern messen konnte,
» ...bluesbasierter Heavyrock....in erster Linie wird das Gaspedal
flott durchgetreten...Stücke wie 'Forever' oder 'Open fire' von früheren Alben mögen da als
Anhaltspunkt dienen...« vermerkt Kollege Martin Schneider speziell zum bisher letzten Album.
Danach lagen Y&T erst einmal wieder auf Eis, Dave Meniketti wandelt auf Solopfaden und versuchte sich 1998 mit <On the Blue Side>, nicht unbedingt sehr innovativ, an einer Bluesrock-Karriere.
Unverständlicherweise leider ohne echtes Bluesfeeling und gerockt wurde auch eher
weniger, ein ziemliches Gesülze für meinen Geschmack (überprüft es gerne selbst auf
Dave Meniketti's Homepage ).
2002 folgte dann noch <Meniketti> sowie 2003 <Live In Japan>.
Bei seinen diversen Live Auftritten wurde Meniketti von den Fans regelmässig auf eine Y&T Reunion angesprochen, worauf er meistens nur vage reagiert, allerdings auch nie dementiert hatte.
2003 sollte es dann endlich soweit sein. Seit einigen Monaten sind Y&T nun wieder live unterwegs und das sogar fast in der Original-Besetzung mit Meniketti, Kennemore und Haze, unterstützt durch John Nymann an der Rhythmusgitarre. Bei den ersten Gigs wurden sie von den Fans mit offenen Armen empfangen und begeistert abgefeiert. Höhepunkt war sicherlich die Festivalsaison mit u.a. Lichtenvoorde und Balingen (siehe Berichte an anderer Stelle) wo Y&T vor tausenden von Fans nahtlos an ihre legendären Auftritte Mitte der 80er in den grossen US-Arenen anknüpfen konnten. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht wieder nur ein kurzes Aufflackern bedeutet sondern uns Y&T auch in den nächsten Jahren noch erhalten bleiben. In diesem Sinne
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