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1880

Guilt Train

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Guilt Train
Die CD gibt es im Home of Rock zum Hören und Kaufen
Guilt Train, Bootlick Records, 2000
Scotty "Boy" McCoy Vocals, Guitar
Paul Jacques Guitars
Mike Reagan Bass
Dino Di'Bella Drums
Produziert von: Paul Jacques Länge: 37 Min 27 Sek Medium: CD
1. I Just Wanna Make Love To You (3:48)7. Double Shot (3:44)
2. Ball & Chain (3:02) Ohr8. She Wore Black (3:49)
3. Radio Rodeo (3:40)9. Guilt Train (2:56)
4. Off (3:02)10. I Got A Line On You (2:59) Ohr
5. Surrender (5:07)11. Wicked Ways (3:09)
6. Freight Train (3:04)

Jetzt also der Erstling meiner neuen Heavy-Southern Lieblingsband 1880. Chronologisch ist es natürlich falsch, wenn man zuerst die neueste CD einer Band hört und dann erst die früheren Veröffentlichungen, aber in diesem Fall spielt es keine Rolle.

Die Band hatte im Jahr 2000 ganz offensichtlich schon einige Jahre Erfahrung auf dem Buckel und so kracht "Guilt Train" ausgesprochen "erwachsen" daher. Um das Fazit vorweg zu nehmen, "Guilt Train" steht "Ride" in nichts nach und ist eine zweite Spitzenklasse-CD.

Was ist so besonders an 1880? Es ist die Mixtur aus Heavy Rock, Southern Rock, Country und Rock & Roll. Das sagte ich schon im "Ride"-Review. Die Band bewegt sich außerhalb der ausgetretenen Pfade des klassischen Southern Rock und das macht sie so spannend. Man bekommt nicht den 378. Skynyrd-Aufguss oder den 5.000. Chuck Berry-Riff-Overkill, sondern eine geschmackvolle, ausgewogene und hart rockende Mischung.

Insgesamt erinnert mich "Guilt Train" etwas an BLACKFOOT zu "Tomcattin'"-Zeiten. Metal- UND Southern-Gitarren. Melodie UND Härte. Noch eine Parallele zu Blackfoot: Mit I Got A Line On You von SPIRIT, covern beide Bands den selben Song (auf dem Blackfoot-Album "Strikes" von 1979).

11 Lieder und ein mächtiger Rülpser sind auf "Guilt Train". Über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten, ich hab mir das Bäuerchen jedenfalls als Hintergrundgeräusch auf meinen PC geladen...

Mit einer eindrucksvollen Heavy-Blues Version des Gassenhauers I Just Wanna Make Love To You geht es los. Erfrischend, solche Songs endlich mal anders als gewöhnlich zu hören.
Für die konservative Southern-Fraktion gibt es Ball & Chain mit satter Röhre und schneidender Slide und das wunderschöne Surrender mit seinen herrlich ausgespielten Double-Leads. Freight Train ist der obligatorische Killerboogie und der Rest bewegt sich zwischen Southern- und Hard Rock. Einmal, bei She Wore Black meint man, BLUE ÖYSTER CULT wären Pate gestanden.

Kracher wie Radio Rodeo oder Double Shot (ballert gemein) beweisen, wie flexibel die Band ist. Bands wie TANGIER, BULLET BOYS, DELTA REBELS oder LITTLE CEASAR fallen mir als Referenz ein. Nur hatten die es leider nie drauf, diesen Standard über die Länge einer ganzen Platte zu halten. 1880 schaffen es mühelos. Kein Ausfall auf 2 CDs ist äußerst beachtlich.

Insgesamt muss man 1880 in die Reihe bester Bands wie LAIDLAW, ALLIGATOR STEW, REBEL STORM oder CATAWOMPUS zählen. Nur einen Schuss härter eben.

Auch diese CD ist bei uns erhältlich. Exklusiv!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 09.02.2003

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