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Ajalon

This Good Place

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This Good Place
This Good Place, ProgRock Records, 2009
Wil Henderson Vocals
Randy George Guitar, Keyboards, Bass, Bodhran
Dan Lile Drums, Percussion
Produziert von: Randy George Länge: 59 Min 35 Sek Medium: CD
1. Love Is A Dream5. Lullaby Of Bedlam
2. Nickels And Dimes, Marbles And Stones6. Redemption
3. Not Man7. This Good Place
4. Abstract Malady

AJALON bezeichnen sich selbst als christlich progressive Rockband und veröffentlichen mit "This Good Place" ihr 3. Studioalbum. Nachdem ich bereits im Vorfeld etliche Reviews ihrer Vorgänger-LPs gelesen habe, die durchweg als miserabel abgestempelt wurden [aber nicht im HoR; Red.], war ich sehr gespannt, was mich wohl mit der aktuellen CD erwarten mag. Mich hat es bei Neal Morse nicht wirklich gestört, dass er seine Erleuchtung gefunden hat, um so weniger juckt es mich bei diesem Trio, dass beispielsweise der Bandname einen biblischen Hintergrund haben soll.
Fakt ist, die Musiker haben schon mit einigen bekannten Größen (u. a. Mike Portnoy, Neal Morse, Steve Hackett und Rick Wakeman) zusammengearbeitet. Das spricht jedenfalls für sich, was die Qualität angehen sollte.

Track 1, Love Is A Dream, dudelt gute 4 1/2 Minuten durch den Player; bis sich auf einmal das Keyboard in den Vordergrund drängt. Na ja, sagen wir mal so: In letzter Sekunde noch einmal "aufgeprogged"... Ach so, der Gesang erinnert sofort an Neal Morse und auch die Nummer irgendwie. Nach 7 Minuten ist dann Schluss. Ansonsten eine stinknormale Pop/Rock-Nummer. Nicht wirklich schlecht, aber auch nichts Besonderes. Track 2 und 3 schlagen in die gleiche Kerbe, vielleicht eine Nuance rockiger.
Mit Abstract Malady schicken die Herren Henderson, George und Lile ein Instrumentalstück ins Rennen. Unterstützt werden sie herbei von GLASS HAMMER Musikant Fred Schendel. Ich finde diesen Mix aus Jazz und FusionProg gar nicht mal so übel. Cooles Stück, mit dem ich so niemals gerechnet hätte.
Die Nachfolgenummer Lullaby Of Bedlam rockt sich dann für AJALONs Verhältnisse recht düster durchs Set; dann eine Hammond-Orgel plus einige feine Soli und bamm... den Groove-Faktor erreicht und definitiv nicht zu verachten. Meiner Meinung nach ziemlich gut gelungen; auch der darauf folgende Longtrack Redemption. Selbst bei einer Laufzeit von 19 Minuten sehr, sehr kurzweilig. Mit welcher Ruhe und Gelassenheit AJALON (anfangs mit Gastsängerin am Mikro) diesen Song spielen ist schon verblüffend. Mal ein ganz untypischer Prog-Longtrack, ohne die üblichen Verschachtelungen und Mega-Breaks. Für mich das Highlight des Albums.
Abschließend ein eher unspektakulärer Pop/Rock-Song mit progressiven Ansätzen, der aber durchaus ganz ordentlich das Ende des Albums einleitet.

Subjektiv betrachtet ein qualitativ hochwertiges Album, ganz klar. Leider anfangs mir in jeglicher Hinsicht zu glatt, bzw. zu unspektakulär; aber AJALON steigert sich peu à peu. Bäume ausreißen werden die Jungs in diesem Genre bestimmt nicht, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dieser Output dem ein oder anderen gefallen wird. Im Übrigen habe ich auch nach mehrmaligem Hören dieser CD weder eine Vision vom Allmächtigen noch von einem anderen spirituellen Wesen erhalten... Die Texte sind nachdenklich, aber zu keiner Zeit aufdringlich, oder gar als bekehrend zu betrachten.

Anspieltipps: Lullaby Of Bedlam, Redemption

Jan Schweizer, (Artikelliste), 09.01.2010

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