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| The Other Side, Cooking Vinyl, 2005 |
| Chris Hillman |
Vocals, Acoustic Guitar, Mandolin |
| Herb Pedersen |
Guitar, Harmony Vocals, 5-String Banjo |
| Larry Park |
Lead Guitar |
| Gabe Witcher |
Fiddle |
| Sally Van Meter |
Dobro |
| Bill Bryson |
Bass |
| Skip Edwards |
Accordeon |
| Produziert von : Chris Hillman |
Länge: 49 Min 13 Sek |
Medium: CD |
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| | 1. Eight Miles High | 8. True He's Gone |
| 2. True Love | 9. Heavenly Grace |
| 3. Drifting | 10. It Doesn't Matter |
| 4. The Other Side | 11. Missing You |
| 5. Heaven Is My Home | 12. The Water Is Wide |
| 6. Touch Me | 13. I Know I Need You |
| 7. The Wheel | 14. Savior's Hand |
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Chris Hillmans Vita zu dokumentieren brächte mich in arge Zeit-und Platznot. Deshalb sei für die völlig Unwissenden nur gesagt, dass sich Hillman (Jahrgang 1944) seit Mitte der Sechziger mit THE BYRDS, THE FLYING BURRITO BROTHERS, STEPHEN STILLS MANASSAS, DESERT ROSE BAND und diversen Duo,Trio-und Soloprojekten (insbesondere auch mit Herb Pedersen)
seinen unumstrittenen Platz in den oberen Regionen des Musik-Olymp erspielt hat.
Zwar nicht unbedingt als glorioser Komponist (trotz einiger guter Co-Autorenschaften), jedoch als fingerfertiger und meist traditionell ausgerichteter Gitarrist, Bassist und Mandolinenspieler. Sein Faible für die traditionellen Musikstile der USA, Country und Folk-Musik, hat Hillman stets sehr plakativ zur Schau getragen und sich jenseits aller modernistischen Strömungen im Haifischbecken Musikbusiness eine komfortable Nische eingerichtet, die es ihm erlaubt, seinen loyalen Fans mit entwaffnender Offenheit zu begegnen. Er nimmt sich selbst nie zu wichtig, kokettiert nicht mit seiner ruhmreichen Vergangenheit und lässt schon mal einige Jährchen zwischen zwei Plattenveröffentlichungen verstreichen, ohne sich unter Druck setzen zu lassen.
Trotz aller, oder vielleicht auch wegen seines eher bescheidenen, aber immer kompetenten Auftretens, zollte ihm die jeweils verantwortliche Jury Tribut, indem sie ihn 1991 in die 'Rock'n'Roll Hall of Fame' aufnahm und 2004 einen 'Lifetime Achievement Award' der Americana Music Association zukommen liess.
Das Wissen um das eigene Können und seiner Verdienste bewog ihn nun in aller Gelassenheit mal wieder ein Soloalbum zu produzieren und sich mit einigen Freunden und Langzeit-Weggefährten seiner Liebe, Country-Musik, hinzugeben. "The Other Side" zeigt Hillman 2005 als Verfechter traditioneller Bluegrass-Weisen, die in einem ausgewogenen Mix aus neuen und frisch aufpolierten älteren Kompositionen münden. Alles fein gespielt und fein gesungen.
Da findet sich neben alten, umgekrempelten MANASSAS und DESERT ROSE BAND Titeln der Uralt-Hit der BYRDS, Eight miles high und erstrahlt in völlig neuem Licht und eröffnet dem Hörer nach vierzig Jahren eine gänzlich andere Perspektive. Und dies nicht nur aufgrund der völlig umstrukturierten Instrumentierung. Denn Hillman präsentiert sich insgesamt auf "The Other Side" in seinen Texten als religiöser und in sich ruhender Mensch und fühlt sich offenbar im Schosse seines Schöpfers ausgesprochen wohl. Die Ehrerbietungen gipfeln schliesslich in so klar umrissenen Songtiteln wie Heaven is my home, Savior's hand und Heavenly grace.
Die neue Gelassenheit führt, neben aller Noblesse und Klasse, allerdings mitunter dazu, dass sich Hillman und seine Mitstreiter arg zurücklehnen und ihren Eifer mit einer wenig prickelnden Altherren-Ruhe zu verwechseln scheinen. Da ist zwar alles im Fluss und strotzt nur so vor Souveränität, doch der Schaukelstuhl-Mentalität dieser gepflegten Front-Porch-Gesellschaft fehlt zeitweilig das Feuer. Das hat mit den stürmigen Böen einer jüngeren Truppe wie CHATHAM COUNTY LINE, bis auf die fast deckungsgleiche Instrumentierung, nicht viel gemein.
"The other side" prägt eher das Bild eines gemütlichen Feierabends in der untergehenden Sonne. Doch man zeige mir die, die etwas gegen einen wohlverdienten Feierabend in geruhsamer und entspannender Atmosphäre einzuwenden haben. Alles zu seiner Zeit . . .
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