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Mascot Record's Guitar Center

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Mascot Record's Guitar Center
Mascot Record's Guitar Center, Mascot Records, 2004
Länge: 62 Min 20 Sek Medium: CD
1. Needles Ca - John 59. Jing Chi - Colonel Panic feat. Robben Ford
2. Wooden music - Steve Morse10. Giant steps - Jeff Richman/Greg Howe
3. Lust for life - Marty Friedman 11. Come on in - Vital Information feat. Frank Gambale
4. Lift - Neil Zaza12. Travellin' south - Joe Bonamassa
5. I got the fire - Michael Schenker 13. Ain't that cold - Joe Louis Walker
6. All along the watchtower - George Lynch14. Foolin' me - Steve Fiester
7. G.V.R.O. - Paul Gilbert15. Superheroes - Racer X
8. The damn thing - Greg Koch

Hereinspaziert und herzlich willkommen im "Mascot Record's Guitar Center". Hier haben wir mal wieder ein Album, das eigentlich schon mit seinem Titel seinen kompletten Inhalt enthüllt. Also, macht es euch gemütlich und genießt, was Mascot Records, mittlerweile eine der Topadressen für gitarrendominierte Klänge so in ihrem aktuellen Labelprogramm anzubieten haben.

Zunächst mal jede Menge klangvoller Namen. Steve Morse, Paul Gilbert, Marty Friedman, George Lynch, Michael Schenker, Greg Howe, und und und... Da kann man als erklärter Gitarristen-Maniac schon vor Aufregung feuchte Hände bekommen.

Natürlich wird das "Mascot Record's Guitar Center" bis auf wenige Ausnahmen zur sängerfreien Zone erklärt, denn welch blasphemische Vorstellung, ein Vocalist könnte sich erdreisten mit seiner Kunst auch nur den Hauch eines Schattens auf unsere Flitzefinger zu werfen. Diese Zusammenrottung von Gitarrengöttern und solchen, die sich dafür halten demonstriert dann in fünfzehn Stücken ihr Können und das breite Spektrum an stilistischen und emotionalen Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instrumentes.

Das beginnt natürlich bei der Klassik und zieht sich über Jazz-(Rock) und Fusion hin zu Blues, Boogie und Rock 'n' Roll. Es wird traditionell gerockt, es gibt Abstecher zu Westcoast und Southern Rock und der gute alte Heavy Metal wird genauso wenig ausgespart wie die modernere Gangart. Über einen Mangel an Vielfalt kann man sich jedenfalls nicht beklagen.

Auch hinsichtlich der technischen Fähigkeiten kann man keinem der Protagonisten an den Karren fahren. Wirklich erschreckend ist jedoch, dass sich bei dieser Vielzahl großer Namen nur so wenige überdurchschnittliche Songs auf dem Album befinden.

Vieles ist nett und gefällig, hinterlässt aber keine nachhaltige Wirkung. Wenn Superheroes, die Antwort von RACER-X auf JUDAS PRIESTs Painkiller, sich als das einzige echte Highlight entpuppt, und dazu lediglich die Beiträge von Steve Morse, Neil Zaza und Marty Friedman aufhorchen lassen, dann ist das schon eine etwas magere Ausbeute.

Behalten wir aber den eigentlichen Sinn der Compilation im Auge, für kleines Geld dem potentiellen Käufer einen ersten Höreindruck über das aktuelle Angebot von Mascot Records zu geben. Dafür eignet sich das "Mascot Record's Guitar Center" allemal.

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 20.03.2005

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