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CD-Review:
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'If it ain't heavy, it ain't on Mausoleum!' Wer erinnert sich nicht an diesen Werbeslogan, mit dem das belgische Label vor allem Anfang und Mitte der Achtziger auf seine Produkte hinwies. Bands wie WARLOCK, FAITHFUL BREATH, TORCH, VANADIUM, KILLER, OSTROGOTH, WILDFIRE, BLACK LACE, BARON ROJO und andere trugen dazu bei, dass das Label in Heavy Metal Kreisen zumindest ein klein wenig Kultstatus erringen konnte. Vergangenes Jahr feierte Mausoleum 20-jähriges Jubiläum, und ich will mich gar nicht mit den Höhen und Tiefen, den Irrungen und Wirrungen aufhalten, die die Firma überzogen. Wer sich dafür interessiert findet im Booklet der vorliegenden CD eine ausführliche, informative Labelhistory aus dem persönlichen Blickwinkel von Besitzer Alfie Falkenbach, die Lust auf mehr macht. Ich hoffe Alfie versteht den Wink mit dem Zaunpfahl und beschert uns irgendwann seine ausführlichen Memoiren. Viele Labels veröffentlichen zu runden Jubiläen ja gerne Compilations mit ihren Singleveröffentlichungen oder den vermeintlich wichtigsten Songs der Acts, die sie unter Vertrag hatten. Mausoleum gehen da einen anderen, nicht weniger spannenden Weg. Vergangenes Frühjahr veranstalte man ein kleines Festival im belgischen Vosselaar. Ursprünglich als große Mausoleum-Jam-Session angedacht traten letzten Endes NATIVE INSTINCT (ein neu gesignter Act), die belgischen KILLER und die reformierten OSTROGOTH auf. Klingt zunächst mal nicht furchtbar aufregend hat es aber bei näherer Betrachtung durchaus in sich. Songs von NATIVE INSTINCT sucht man auf der CD allerdings leider vergeblich, dafür hat man sich ausführlich den untrennbar mit der Labelgeschichte verbundenen Kultbands aus den Achtzigern gewidmet. OSTROGOTH traten mit ihren beiden bisherigen Sängern auf und präsentierten dabei Songs aus der jeweiligen Schaffensperiode. Das Material aus der ersten Phase mit Marc De Brower ist unüberhörbar von der NWoBHM beeinflusst und erinnert mit seiner charmanten Ungeschliffenheit an frühe IRON MAIDEN, aber auch JUDAS PRIEST. Hört euch mal Full moon's eyes an. Man könnte fast meinen Halford und Co. hätten sich von der Nummer einige Jahre später zu Ram it down inspirieren lassen. Mit Peter De Wint wirken OSTROGOTH melodischer und grooviger und erinnern dabei eher an ACCEPT. The hunter, We are the ace und Samurai machen mächtig Spaß und wer das 87er-Album "Feelings of fury" noch nicht in seiner Sammlung hat, wird dringenden Nachholbedarf erkennen. Die belgischen KILLER bieten rauen Heavy Metal, der sich ebenfalls an Vorbildern von den britischen Inseln orientiert. Metallische MOTÖRHEAD, aber noch viel mehr TANK kommen einem spontan in den Sinn. Zum echten Leckerbissen werden zwei WARLOCK-Songs, die Doro Pesch mit KILLER als Backing-Band zum Besten gibt. Dermaßen rau und spröde hat man All we are nie zuvor gehört, was zunächst etwas befremdlich wirkt. Die Version von Burning the witches befindet sich sehr viel näher am Original, roh und kraftvoll ohne Ende. Insgesamt ist "The 20th Anniversary Concert" eine nette CD, die sich Freunde des gepflegten Underground-Achtziger-Metals mit gutem Gewissen in ihre Sammlung einverleiben können. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 04.09.2003
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