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CD-Review:
Verschiedene InterpretenMidnite Hour -
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Gleich mal vorweg: Dieser Sampler kommt von Edel Records. Die hier angepriesenen Künstler, bzw. deren Werke, sind fast alle (außer zweien) über Eagle Records oder andere Labels mit dem Hause Edel verbandelt. Nicht dass einer denkt, hier geht es um etwas repräsentatives. Prinzipiell ist das natürlich in Ordnung - das machen ja andere Firmen nicht anders. Dancing The Blues Away von Chris Rea ist ja schon mal ein ganz netter Einstieg. Mit gewohnt rauchiger Stimme und seiner feinen Slide Gitarre kommt er durchaus bluesig im Midtempo-Bereich daher. Auch die Splinter Group macht einen guten Job bei Downsize Blues. Von Peter Green hör ich persönlich allerdings nichts. Das bestimmende Piano bei dieser Blues-Ballade wird er wohl nicht gespielt haben. Ah, doch, das ist er! Die verhaltene Harp im Hintergrund - das muss er sein! Auch ganz nett. Edgar Winter. Meine Herren: Edgar Winter! Da hab ich mir aber was anderes erhofft als diese schmalzige mit Streichern zugeschmierte Soul-Ballade. Vielleicht könnte ja Billy Joel mit You Are My Song (oder besser noch: Elton John!) 'nen Hit landen. Aber Blues?? Next one: Hans & Candy Dulfer. Der Hans und seine Tochter sind ja sicher ein paar ganz hervorragende Saxophonspieler. Indian Vibes könnte ja vielleicht auch als so 'ne Art Midnight-Jazz-Blues-Instrumental durchgehen. Aber mit diesem Plastik-Pop-Rhythmus-Teppich und dem Streichorchester hintendran? Ich hab nach der Hälfte weitergezappt. Na immerhin bei Willy DeVille wird's wieder bluesiger. In I'm Blue So Blue gibt er den Bar-Pianisten der Tom Waits-Schule. Das passt - der Mann hat den Blues. Noch so eine Enttäuschung: Roger Glover. Ja, genau der Roger Glover. Dann erzählt er auch noch, er hätte Schwierigkeiten gehabt, jemand zu finden, der seine Songs interpretieren konnte. Also, Entschuldigung, für diesen seichten Schmalz? Da hätte er mal bei Dieter Bohlen nachfragen sollen. Der hätte bestimmt jemand gewusst. Das ist weder Blues - noch gut. Laut Info hat sich die Musik der Doobie Brothers "von einer im Country Blues verankerten Basis zu einem Sound weiterentwickelt, der sowohl R&B als auch Jazz-Elemente protegiert". Robert Palmer - na gut, der war schon immer ein Chamäleon. Außerdem ist er ein klasse Sänger. Let's Get It On kommt so in der Art von Be My Baby Tonight. Hat zwar auch mehr Soul als Blues, aber da macht wenigstens jemand was "ehrliches". Guter Sommer-Soundtrack. Ist Tanita Tikaram Blues (Nein, aber sehr hübsch - die Red.)? Wenn ja, dann ist Sir Bob Geldof hier zurecht vertreten, denn daran erinnert mich One For Me. Im Laufe des Songs klingt er dann aber doch mehr nach seiner alten Band, den Boomtown Rats, bzw. wie Mick Jagger solo. Also vielleicht doch kein Blues? Sorry, modern - schön und gut, aber wer Blues mag und was Neues sucht, ist z.B. mit der neuen Canned Heat besser bedient. Wer ein bisschen musikalische Untermalung für den Nachmittags-Tee braucht - zugreifen. Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 21.04.2003
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