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| Substitute - The Songs Of The Who, Edel Records, 2004 (2001) |
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Länge: 42 Min 37 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Seeker - Cast | 7. Naked Eye - Unamerican |
| 2. Anyway, Anyhow, Anywhere - Ocean Colour Scene | 8. Who Are You - Stereophonics |
| 3. Circles - Paul Weller | 9. 5:15 - Phish |
| 4. Pictures Of Lilly - David Bowie | 10. Behind Blue Eyes - Sheryl Crow |
| 5. The Kids Are Alright - Pearl Jam | 11. Substitute - The Who feat. Kelly Jones |
| 6. The Real Me - Fastball | |
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Damit keine Missverständnisse aufkommen: Diese CD ist tatsächlich bereits 2001 erschienen.
Nachdem aber LIMP BIZKIT unlängst einen ziemlichen Erfolg mit Behind Blue Eyes verbuchen konnten, kommt diese Scheibe eben noch mal neu raus, mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass jener Song hier auch zu finden ist und Sheryl Crow den eben auch schon gecovert hat.
Zum "Alter" der CD passt dann auch, dass die angegebene Internetseite anscheinend nicht mehr aktiv ist: www.substitutethesongsofthewho.com.
Doch genug gemeckert, die CD gefällt mir richtig gut. Schon gleich mal nicht als "Tribute to" betitelt, sind hier überwiegend Bands vertreten, denen man glauben darf, dass sie wirklich von THE WHO beeinflusst wurden, oder zumindest echte Fans sind. Nicht eine dieser Scheiben, bei denen man einen Haufen "Superstars" ins Studio karrt und die sich dann selbst beweihräuchern!
Den Anfang machen THE CAST, die eigentlich auch der Auslöser für dieses Album waren, denn ihre energiegeladene Version von The Seeker brachte Produzent Bob Pridden auf die Idee weitere Interpreten für das entstehende Projekt zu suchen. Weit vom Original entfernen sich THE CAST allerdings nicht, selbst der Gesang klingt wie in den 60's.
Die charakteristischen Eröffnungs-Akkorde sparen sich OCEAN COLOUR SCENE bei Anyway, Anyhow, Anywhere und es kommt auch leicht "gebremst" rüber und trotzdem machen der druckvolle Sound, sowie die eingestreute, überverzerrte Mundharmonika eine prima Version aus diesem Klassiker.
Paul Weller ist natürlich ein echter Gesinnungsgenosse der WHO und bringt schon eine etwas eigene Note in Circles ein. Auch hier wird aber voll im Geiste der Originale gut gelärmt!
Richtig aufhorchen lässt dann David Bowie, der die Pictures Of Lilly präsentiert, als hätten wir 1972 und er wäre gerade zusammen mit Ian Hunter bei MOTT THE HOOPLE. Einiges langsamer gespielt, wird hier eine richtige Hymne in bestem Glam-Sound aus diesem Song.
The Kids Are Alright wird dann von PEARL JAM unbarmherzig vorangetrieben, selbst der Mittelteil wird kaum verlangsamt. Der Sound passt absolut hervorragend, es scheppert und holpert und. macht richtig Spaß!
Neben W.A.S.P. (und dem Original, natürlich) ist die Version von The Real Me von FASTBALL die beste, die ich je von dieser Nummer gehört habe. Auch das richtig klasse gespielt und nicht zuletzt deshalb so gut klingend, weil Tony Scalzo sich auch an die Bassläufe des seligen John Entwistle heranwagt.
Die Entscheidung für Naked Eye fiel bei UNAMERICAN, nachdem sie 2000 mit THE WHO durch Amerika getourt waren. Lehnt sich so auch stark an die Vorlage an, bringt aber soundmäßig ein paar Neuerungen und wird diesem Ausnahmesong durchaus gerecht. Vor allem der "Jam" zum Schluss mit der Slide-Gitarre ist richtig gut.
Wenige hätten sich wohl an Who Are You herangewagt, noch dazu an einer ziemlich originalen Version. Die STEREOPHONICS haben es gemacht und zeigen, dass sie es auch drauf haben. Gesanglich hat Noel Gallagher (OASIS) bei den "ooh oohs" ausgeholfen, und auch wenn ich Kelly Jones' Stimme für gewöhnlich nicht so toll finde, macht auch er einen überzeugenden Job. Klar kann man sagen: Warum so originalgetreu? Man muss es aber auch erst mal hinkriegen.
Auch PHISH liefern eine sehr "originale" Version von 5:15, die natürlich im Vergleich zum vorherigen Song sich schon dadurch unterscheidet, dass sie live im Konzert eingespielt wurde. Somit klingt's einiges rauer und wilder und die Stimme ist halt auch nicht ganz perfekt. Doch auch hier kann man sehr zufrieden mit sein.
Ehrlich gesagt: Die Nummer, mit der das Album wirbt, ist der schwächste Song auf dieser CD.
Die Sheryl Crow hat eine absolut geile Stimme, da gibt's nix, aber ein Behind Blue Eyes braucht kein "Programming" und Moog-Synthesizer und muss auch nicht mit Keyboards zugeschmiert werden.
Immerhin wird hier der fetzige Mittelteil gespielt, dafür fehlt mir dann etwas die stimmliche "Begeisterung".
Zum Schluss müssen halt doch noch mal die alten Meister ran: Damals war ja die "Live At The Royal Albert Hall" noch nicht veröffentlicht und so konnte (und kann) man sich hier daran erfreuen, welche Energie die Band in einen so alten Song wie Substitute live noch reinpowern kann. Kaum zu glauben, aber sie sind immer noch unschlagbar! Gastsänger Kelly Jones fällt da sogar eher hinderlich denn bereichernd auf.
Wenig neue Eindrücke sind hier zu finden, aber reichlich guter, powervoller Stoff der einen, überwiegend, mitreißt.
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