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| The Middle Kingdom, Hammerheart Records, 2000 |
| Karen Gilligan |
Vocals, Percussion |
| Keith Fay |
Vocals, Guitars, Keyboards, Mandolin, Bouzouki, Boudhran, Spoons |
| John O'Fathaigh |
Irish Flutes, Tin Whistle, Uillean Pipes, Low Whistle |
| John Clohessy |
Bass |
| Joseph Farrell |
Drums, Percussion |
| Produziert von: Dennis Buckley |
Länge: 48 Min 53 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A celtic mourning | 7. Celtica (Voice of the Morrigan) |
| 2. The fianna | 8. A druids passing |
| 3. Is fuair an chroi | 9. Cattle raid of cooley (táin bó cuailgne) |
| 4. The middle kingdom | 10. Óró sé do Bheatha Abhaile |
| 5. Unstabled (steeds of macha) | 11. The Butterfly |
| 6. To hell or to connaught | |
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Die Kategorisierung Folkrock wird zuweilen doch sehr zweifelhaft verwendet. Mitunter genügt schon eine sporadisch eingesetzte elektrische Gitarre um in diesen 'erlauchten' Zirkel aufgenommen zu werden.
Bei CRUACHAN besteht die Gefahr, dass die Rockelemente zu kurz kommen sicherlich nicht.
Die Ursprünge der Band um Keith Fay liegen im Pagan-Black-Metal und das 1995 erschienene Debut "Tuatha na gael", das seine Hauptinspiration aus
keltischer Mythologie, Ideologie und Geschichte bezog, erzielte in entschprechenden Fankreisen zumindest einen
Achtungserfolg.
Fünf Jahre später nun der zweite Streich der Iren. Fünf Jahre, die an der Band und ihrer Musik nicht
spurlos vorbei gegangen sind.
Von allzu brachialen Klängen hat sich die Band fast vollständig verabschiedet. Heute trifft eine klassische
Rockinstrumentierung auf majästetische Folkelemente, die zuweilen an 'Riverdance / Lord of the dance' erinnern
und obendrein gelingt es eine düster-romantische Mittelalteratmosphäre heraufzubeschwören.
CRUACHAN erschaffen sich damit einen eigenständigen, abwechslungsreichen Klangkosmos, in einer Nische
zwischen SKYCLAD, THEATRE OF TRAGEDY, MERLONS, GARY MOORE (zu "Wild frontier"- und "After the war"-Zeiten),
und Mystikern wie CLANNAD oder LOREENA McKENNITT.
Leider lässt die Produktion des Albums an einigen wenigen Stellen etwas zu wünschen übrig,
besonders wenn Karen Gilligans Engelsstimme, die phasenweise an die göttliche Liv Christine erinnert, zu einem
dünnen Stimmchen verkommt, oder aber die Ausgewogenheit zwischen Gesang und Instrumentierung ins Wanken
gerät.
Dennoch möchte ich euch diese schön aufgemachte Digipack-CD mit ausführlichem Booklet, inclusive
Linernotes und Texten zu allen Stücken, wärmstens empfehlen. Nach einigen Durchläufen, die man
diesem nicht sofort zugänglichen Album unbedingt gewähren sollte, entfaltet "The middle kingdom" eine
ganz besondere Magie und Stücke wie Cattle raid of cooley, The butterfly, der Titelsong oder das
überragende Óró sé do Bheatha Abhaile gehören zweifelsohne zum Besten was man momentan in der Schnittmenge von (hartem) Rock und Celtic Folk finden kann.
Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 2000
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