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Dave Kusworth
and the
Tenderhooks

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Dave Kusworth and the Tenderhooks
Dave Kusworth and the Tenderhooks, Wagging Dog Records, 2001
Dave Kusworth Guitars, Vocals
Dave Twist Drums and Percussion
Dave Moore Electric and Acoustic Bass Guitars
Gäste:  
Martin Stanton Acoustic Slide Guitar
Paul Calon Gibson Les Paul (Electric Guitar)
Mark Barrows Fender Telecaster (Electric Guitar)
Bob Lamb Congas, Tambourine
John Rivers Organ
Haylay Avron Vocals
Produziert von: The Tenderhooks Länge: 63 Min 41 Sek Medium: CD
1. Dandelion Boy8. The Test of Time
2. Terminus9. Depressed about nothing
3. Temporary Genius10. Hanging around here
4. Another Teardrop11. Steve's Radio Station
5. Need you no more12. Apartment to Compartment
6. Marilyn13. Bolld on the Knife
7. Wrap my Arms around you14. Yeah, Hi, Hello

Dave Kusworth ist musikalisch schon seit Beginn der 80er aktiv, neben einigen obskuren Punkbands (TV Eye, Subterraneon Hawks, Dogs D'Amour) stellte sich dann endlich ein wenig Erfolg mit der Band "The Jacobites" ein, die er gemeinsam mit Nikki Sudden leitete.

Man kann fast sagen, dass Dave Kusworth so was wie der letzte Troubadour ist, der in Hippie-Klamotten, bunten Schals und Lidschatten durch die Welt wandert und sieht dabei Keith Richards aus der hochdekadenten "Leck mich am Arsch" Phase der Stones zum Jahrzehntewechsel der 60er zu den 70ern sehr ähnlich.

Aber auch musikalisch bewegt sich Kusworth im selbstgewählten Exile auf der Main Street, und das heisst: Stones'scher Riff-Rock, mal verträumt, mal psychedelisch untermalt und immer ehrlich. So lassen mich Dandelion Boy, Temporary Genuis und auch Steve's Radio Station an vergangene grosse Zeiten zurückdenken.

Die Balladen stehen dem nicht nach. Die sind durchweg fein instrumentiert und zeigen die hangover-beladene Stimmungslage des Dave Kusworth deutlich auf. Zudem verfügt er über eine Stimme, die genau zur Musik passt.

Nach der Rock'n'Roll-Tour de Force Blood on the Knife klingt die CD mit dem fast 8 Minuten langen, in einen akustischen und in einen "elektrischen" Teil gegliederten Yeah, Hi, Hello aus und man hebt anerkennend den Daumen. Mach weiter so, Keith, äh...Dave.

Insgesamt also eine Platte mit haufenweise "Raunch'n'Roll", authentisch hingeknallt, was natürlich auch bedeutet, dass die Produktion ohne Tricks und doppeltem Boden einfach das Klanggeschehen wiedergibt. Was ja bei Rock kein Fehler sein muss.

Nur eins kann ich mir nicht erklären: Welcher Teufel hat Dave Kusworth geritten, die CD in ein solch grauenhaftes, unscharfes Schwarz-Weiss Cover zu verpacken? Man könnte fast meinen, dass er Angst hätte, mit der Platte Erfolg zu haben. Denn auch im Musikbusiness darf gelten: "Das Auge isst mit" und so mancher wird diese CD zugunsten einer anderen mit ansprechendem Artwork beim Händler stehenlassen.

Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste) 01.12.2001

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