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| Brighter Than Creation's Dark, New West Records/Blue Rose Records, 2008 |
| Patterson Hood |
Lead & Harmony Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Piano |
| Shonna Tucker |
Bass, Lead & Harmony Vocals |
| Mike Cooley |
Lead & Harmony Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Banjo, Harmonica |
| Brad Morgan |
Drums & Tambourine |
| John Neff |
Pedal Steel, Lap Steel, Acoustic & Electric Guitars, Slide Guitar |
| ´Gäste: |
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| Spooner Oldham |
Piano, Wurlitzer, Hammond B-3, Fender Rhodes |
| Scott Danbom |
Fiddle |
| David Barbe |
Guitar, Hammond, Looping & Effecting |
| Will Johnson |
Harmony Vocals |
| Produziert von: David Barbe |
Länge: 75 Min 09 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Two Daughters And A Beautiful Wife | 11. Lisa's Birthday |
| 2. 3 Dimes Down | 12. That Man I Shot |
| 3. The Righteous Path | 13. The Purgatory Line |
| 4. I'm Sorry Huston | 14. The Home Front |
| 5. Perfect Timing | 15. Checkout Time In Vegas |
| 6. Daddy Needs A Drink | 16. You And Your Crystal Meth |
| 7. Self Destruction Zones | 17. Goode's Field Road |
| 8. Bob | 18. Ghost To Most |
| 9. Home Field Advantage | 19. The Monument Valley |
| 10. The Opening Act | |
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Ach Mensch, könnten die es einem nicht auch mal einfach machen? Die ganz große Liebe wird das mit den DRIVE-BY TRUCKERS nicht mehr, obwohl es doch so großartige Songs von ihnen gibt. Aber gibt es auch die großartige komplette CD? Und nein, auch "Southern Rock Opera" ist es nicht, selbst bei diesem hoch gelobten Werk gab es letztendlich zu viele Fragezeichen. Das neue Album "Brighter Than Creation's Dark" wird es ebenfalls nicht werden. Nur ist die Ursachensuche diesmal etwas schwieriger.
Das Fehlen von Jason Isbell ist es nicht, den ersetzen die anderen problemlos, instrumental, gesanglich und im Songwriting ist keine nennenswerte Lücke geblieben. Das Fehlen von schrägen Tönen ist es auch nicht, "Brighter Than Creation's Dark" klingt für DBT-Verhältnisse fast schon poliert. Es ist nicht einmal das Fehlen von mehr als nur einer knappen Handvoll richtiger Rocksongs. Himmelzwirn, was haben die denn diesmal wieder angestellt?
Einen Lacherfolg ernten die Truckers schon vor dem ersten Lied. Dem - wie üblich - schicken Booklet ist ein Zettelchen mit dem Angebot für fünf verschiedene Klingeltöne beigelegt. "Rock your phone…", hihi. Aber wenn's reich macht, bitte.
Volle 19 Songs mussten es sein, und es geht kreuzüber durch den Roots-Garten. Pure Countryheuler wechseln mit Americana oder entsprechenden Alternative-Klängen ab, mal knarzt es beträchtlich im Gehölz, mal wimmert eine Lap Steel oder Spooner Oldham beruhigt mit der Orgel die Gemüter. Zwischendurch rockt es erfrischend, wenn sich nicht grade ein No-Depression-Song anschickt, genau solche zu erzeugen. Abwechslungsreich ist leicht untertrieben.
Gar nicht unangenehm kommt das Gesangsdebut von Bassistin Shonna Tucker, man hat schon üblere Geräusche gehört. Mit dem atmosphärischen The Purgatory Line ist sogar ein echtes Balladen-Highlight gelungen. Aber dann kommen direkt im Anschluss zwei allzu beliebige Nümmerchen - und das könnte die Schwäche von "Brighter Than Creation's Dark" sein. Möglicherweise haben sie einfach zu viel Material auf die CD gepackt und können den Spannungsbogen nicht konstant hoch halten. Wohlgemerkt, es geht nicht darum, dass Musikhörer sich heutzutage nicht mehr auf 75 Minuten Musik konzentrieren könnten, es geht um die Erzeugung von partieller Langeweile, die einen hoch spannenden Gänsehauterzeuger wie You And Your Crystal Meth nach über einer Stunde um ein Haar ins Abseits stellt. Man schreckt zwischendurch dann aber doch auf und denkt sich, dass Alex Harvey, wäre er aus Georgia, möglicherweise ähnlich geklungen hätte.
Dass Mike Cooley ein stimmlicher Verwandter von Mick Jagger ist, hat sich längst herumgesprochen. Dass er diesen Bonus allerdings bei einem banalen Country-Song wie A Ghost To Most verspielt, hätte er sich sparen können. Beim energetischen 3 Dimes Down ist er viel besser aufgehoben - und der Wechsel zwischen Ron-Wood-Sägewerkgitarre und wunderbarer Slide lässt einen sofort mitwippen.
Man muss ein wenig vorsichtig sein, bei Bands wie den DRIVE-BY TRUCKERS lässt man sich leicht in einen negativen Sog ziehen, dabei ist "Brighter Than Creation's Dark" beileibe kein schwaches Album, im Gegenteil, einige Sequenzen dürften mit zum Besten ihrer mittlerweile sieben Studioalben gehören, aber es sind eben auch ein paar Hänger dabei.
Es gibt neben den Reißern jede Menge gehobenen Standard, wie beispielsweise den durchaus mit Neil Young vergleichbaren staubigen Rocker The Righteous Path oder den musikalisch zwar völlig reaktionären aber auch fürchterlich einschießenden Country-Hüpfer Perfect Timing. Geschichten wie Daddy Needs A Drink oder Bob gehen einem nahe, wecken aber angesichts der doch sehr dominierenden Pedal Steel ein paar Befürchtungen. An dieser Stelle sollte Schluss sein mit den Zitaten klassischer amerikanischer Volksmusik, sonst driften die Herrschaften bald in eine Richtung ab, die ein fragwürdiges Publikum ansprechen könnte. Es ist nämlich keine Spur von Auflehnung und Rebellion zu finden, und die Texte interessieren Freizeitcowboys eh nicht. Dann lieber einen erregenden Song im mittleren Tempo wie Home Field Advantage, das, wiederum von Shonna Tucker gesungen, fast schon Pop-Appeal besitzt und trotzdem saftig rockt.
So bleiben die DRIVE-BY TRUCKERS einmal mehr eine kontroverse Band, bei der die Hoffnung auf den möglichen Überhammer keinesfalls erloschen ist. Sie könnten es. Ganz sicher.
Und noch eine Bitte an all diejenigen, die die Band seit Jahren krampfhaft in die Abteilung "Southern Rock" stecken wollen. Bitte vergesst den Unfug endlich. Danke.
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