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Death Of A Clown

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Death Of A Clown
Death Of A Clown, Record Heaven Music, 2001
Mika Järvinen Vocals, Guitar
Pate "Flintstone" Kivinen Piano, Mellotron, Hammond, Keyboards, Vocals
Repe "Duffy" Lumikumpu Bass
Esa Mark Electric & Acoustic Guitars
Atte Sarkima Drums, Percussion, Vocals
Hanna Wendelin Vocals
Gäste:
Splendid Laine Electric & Acoustic Guitars, Vocals
Marika Liuski Vocals
Johannes Leppälä Violins
Viveka Kuusela Violins
Ilkka Pakkala Cellos
Martti Sivonen Vocals
Ville Valo Vocals
Mika Sundström Vocals
Produziert von: Mikko Karmila, Roope Kasvi, Splendid & Sumppi Länge: 55 Min 03 Sek Medium: CD
1. The Prostitute7. Sometimes It Helps
2. Stone Cold Heartbreaker8. Child Clown
3. My Oh My9. Sweet Little Dreamer
4. Lick Your Fingers Clean10. From London With Love
5. She Kicked Your Present Off The Bed11. Death Of A Clown
6. Season Of The Witch

Im Programm des Münchner Clubs Backstage, wo FIVE FIFTEEN im Vorprogramm der QUIREBOYS auftraten, wurde die Band als Rock der harten Sorte angekündigt. Das hat mich nicht gerade erheitert, denn wenn die Leute im Backstage schon mal eine Band in die härtere Abteilung packen, dann muß man auf das Schlimmste gefasst sein. Nu Metal, Hardcore oder ähnliches.
Um so angenehmer war ich überrascht, als die Finnen eine ganz angenehme Mischung aus Hard Rock, etwas Funk und allen nötigen/möglichen Retro-Zutaten ablieferten. Klar, kein Schmuserock, aber sehr hörenswert.

FIVE FIFTEEN gibt es bereits seit über 10 Jahren. An mir sind sie bisher vorbei gegangen. Schade eigentlich, denn das ist richtig guter Rock. Keine Revolution und auch nichts Neues, aber mehr - und vor allem mehr Substanz - als die meisten "neuen" (Hard) Rock Bands abliefern.
Auf großartige solistische Eskapaden wird verzichtet, keine Gitarrenorgien bis einem schwindelig wird, keine Gekreische oder Gegrunze, einfach nur abwechslungsreicher Rock.
Und den haben sie sich großzügig ausgeliehen. Glücklicherweise bei den guten Bands der Rockgeschichte.
Verschiedenste Einfüße sind zu hören. KINKS (der Titeltrack hat allerdings nichts mit den Briten zu tun!), PINK FLOYD, WHITESNAKE, Manfred Mann, VAN HALEN, GUNS N'ROSES, David Bowie, BLACK CROWES, immer mal wieder ein BEATLES-Ton, etwas progressivere Töne und und und.
Letztlich sind FIVE FIFTEEN Hippies, die sich nicht mit Krishna aufhalten, sondern mit guter Musik beschäftigen.

Immer wieder fällt der Keyboarder Pate Kivinen auf. Satte Hammond, feines Piano, wuchtiger bis "zwirbeliger" Synthesizer. Auch hier, wie bei den Gitarren, keine Keith Emerson-Nervenzerfetzer, sondern songdienliche Töne.
Den Gesang teilen sich Mika und Hanna, wobei Mika eindeutig Chef ist. Frau Wendelin kann auf der CD allerdings mit gutem Backgroundgesang, teils sogar schön soulig, überzeugen.
Die Gitarrenarbeit von Mika und Esa ist unaufdringlich, variabel, mal schön straight, mal mit Slide, mal heftig im Tony Iommi Stil.

Was bei den oben genannten Referenz-Bands natürlich nicht ausbleibt, ist der eine oder andere Vergleich zu aktuellen Brit Pop Bands. Den kann man sich aber letztlich schenken, denn FIVE FIFTEEN können Songs schreiben, ohne sich mit purem Nachäffen von alten Bands zu verbrauchen und sie machen KEINEN Pop.

Favoriten: Stone Cold Heartbreaker (krachender Rock), My Oh My (Glamvocals, Slidegitarre, schöne Melodie), Lick Your Fingers Clean (geht gut ab, etwas Black Crowes, etwas Glam), From London With Love (tolle melodische Ballade) und Child Clown (weil alles drin ist, ein echt tricky Song).

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 24.10.2001

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