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Frank Zappa

Baby Snakes

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Baby Snakes
Baby Snakes, Eagle Vision, 2003
Terry Bozzio
Roy Estrada
Adrian Belew
Ed Mann
Patrick O'Hearn
Tommy Mars
Peter Wolf
Frank Zappa
Länge: ca. 150 Min Medium: DVD
1. Baby Snakes14. I'm So Cute
2. Curse Of The Knick-Knack People15. Titties & Beer
3. The Poodle Lecture16. Audience Participation
4. City Of Tiny Lites17. Black Page #2
5. Flakes18. Jones Crusher
6. Pound (For A Brown) - solos19. Broken Hearts Are For Assholes
7. I Have Been In You20. Punky's Whips
8. Managua/Police Car/Drum Solo21. Dinah-Moe Humm
9. Disco Boy22. Camarillo Brillo
10. X-Scape23. Muffin Man
11. King Kong24. San Ber'dino
12. Roy's Halloween Gas Mask25. Black Napkins
13. Bobby Brown Goes Down

So weit ist es also schon mit mir gekommen... Ich kaufe "Eclipsed"-Magazine (nicht immer, aber...) und schreibe Kritiken über Frank Zappa DVDs.
Woran liegt's? Brauch ich was "gehaltvolleres"? Naja, dafür ist es bei mir wohl zu spät...
Aber an Frank Zappa kommt man halt nicht vorbei, ob man nun will oder nicht und sein Todestag hat sich kürzlich zum zehnten Mal gejährt (4.12.1993), also Grund genug, einen Blick auf diese DVD zu werfen.

Der Film "Baby Snakes" kam ursprünglich 1979 in die Kinos und mit dem Untertitel "A Movie About People Who Do Stuff That Is Not Normal" ist man auch schon vorgewarnt. Natürlich schreckt man Zappa-Freaks damit nicht ab und gerade das "nicht normale" ist es ja, das von ihnen so geliebt wird. Wenn sich der Rest der Menschheit, den versauten Text ignorierend, zu Bobby Brown am Lagerfeuer oder im Tanze wiegt, wenden sich Zappaisten lieber den vertrackten, vor Tonart- und Rhythmuswechseln strotzenden Songs zu.
Wenn man mal das ganze Brimborium aus abgedrehten Backstage-Szenen mit Gummipuppen, Spielzeug-Polizeiautos, Gasmasken und "verrückten" Musikern in diesem Film beiseite lässt (einmal muss man sie aber gesehen haben), sind da noch die sehr interessanten Animationsszenen von Bruce Brickford, sowie zunächst Aufnahmen der Proben zu den anstehenden Konzerten. Da wird das Genie des Frank Zappa deutlich, der sehr genau wusste was er wollte und manche Songs einfach mal so schnell umarrangierte. Dazu braucht man natürlich auch die entsprechenden Musiker, und die hatte er. Was um so deutlicher bei den Live-Aufnahmen wird.
Einen hervorzuheben ist eigentlich nicht möglich, aber im Konzert fallen Terry Bozzio als Wahnsinns-Drummer und auch der spätere KING CRIMSON-Gitarrist Adrian Belew besonders auf. Der Meister selbst greift für meinen Geschmack etwas zu selten zur Gitarre, aber jedes Mal wenn er es tut, ist es sogar für einen Rocker wie mich eine tolle Sache - sowohl sound- als auch spieltechnisch.
Ansonsten gibt Frank den Impressario, der zirkusdirektorgleich über die Bühne schlendert, trotzdem völlig locker und zugänglich, und alle Fäden in der Hand hält. Ob er jetzt über die drei großen Fehler von Gott (Männer, Frauen und Pudel) philosophiert, dem Publikum den Sinn von Songs erklärt oder es fast schon happeninggleich mit einbezieht - man folgt ihm mit den Augen und, soweit es möglich ist, auch mit dem Verstand.
Genügend "Hits" wie Titties & Beer, Camarillo Brillo, Broken Hearts Are For Assholes und auch Bobby Brown sind vertreten, außerdem einiges an Bonusmaterial wie Trailer, Commercial Spots oder kurze Einblicke in das 73er Roxy-Konzert.

Für genug Stuff um einen Abend zu gestalten ist also gesorgt und teilnahmslos lässt diese DVD mit Sicherheit niemand. Oder, wie Frank Zappa gesagt hat: "Normal people should see baby snakes so they can find out what they've been missing".

Epi Schmidt, (Artikelliste), 28.01.2004


 
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