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| Everything Is Good, Südpol Records, 2004 |
| Stefan Fruehmorgen |
Lead Vocals, Guitar |
| Frank Niklaus |
Guitar, Backing Vocals |
| Domi Schreiber |
Rhodes, Juno, Guitar, Backing Vocals |
| Lukas Speissegger |
Bass, Backing Vocals |
| Juerg Morgenegg |
Drums |
| Produziert von: HNO & Alaska Winter |
Länge: 40 Min 14 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Fifteen Minutes Of Shame | 7. Not My Day |
| 2. Everything Is Good | 8. Going Out |
| 3. Complain | 9. Happy Birthday Jesus |
| 4. Close To You | 10. Tiger |
| 5. Snood | 11. In Beautiful Grace |
| 6. Funny Aeroplane Song | |
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Um diese CD wurde heftig gerungen in der Redaktion. Keiner wollte sie besprechen. Also blieb es mal wieder an mir, dem Zeitgeistspezialist und Fachmann für Zukunftsmusik. Aber mal ehrlich: So schlimm sind die Schweizer HNO überhaupt nicht! Klar, manches klingt sehr auf Trend gemacht, manches klingt auch deutlich überschräg. Doch der Großteil von "Everything Is Good" ist einfach ganz gut gemachter moderner Pop, in meinen Kreisen auch gerne NuRock genannt.
Der Nukleus der Band macht schon seit 1990 Musik, seit '97 firmiert man als HNO. Großartige technische Defizite sind nicht auszumachen, ein gewisses Händchen für eingängige Sounds ist den Jungs auch zuzusprechen (Funny Aeroplane Song hat echte Hitqualitäten) und wenn man sich den einen oder anderen gar zu anbiedernden Versuch wegdenkt, bleiben von den 11 Nummern sicher 7 als bestens anhörbare Radiomucke übrig. Nur der entsprechende Radiosender müsste noch gefunden werden.
Die Textaussagen sind nicht besonders tiefgehend, aber ab und an richtig witzig, Fifteen Minutes Of Shame ist so ein netter Einfall. Die elektronischen Spielereien halten sich in erträglichen Grenzen, man bedient sich halt altbekannter Muster von KRAFTWERK bis NEW MODEL ARMY, von New Wave zur Neuen Deutschen Welle und dazu was leicht Brit-Poppiges und ein paar Kopfsockentönchen. Erfreulicherweise bratzen die Gitarren gut dazwischen, es bleibt also kein fader Billig-Synthie Nachgeschmack.
Sänger Stefan Fruehmorgen klingt positiv nölig und lapidar, nur die mitunter etwas übertriebenen Sprachverzerrerorgien nerven.
Und außerdem sind zur Zeit grade die "The" Bands angesagt (oder ist das schon wieder vorbei?) und deswegen hört man auch zu denen ein paar Verweise.
Insgesamt ist "Everything Is Good" ein kurzweiliger Kreuzundquerkopfüber durch die heutige Popmusiklandschaft. Tut nicht weh, schmeckt angenehm nach Schokolade (aus der Schweiz) und schmilzt nicht im Player.
Wenn schon Zeitgeist, dann bitte so.
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