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| Rise & Shine, Sanctuary/When! Records, 2004 |
| Ian McLagan |
Vocals, Keyboards, Guitars, Bass |
| "Scrappy" Jud Newcomb |
Guitars, Vocals |
| Gurf Morlix |
Guitars, Vocals |
| George Reiff |
Bass, Vocals |
| Don Harvey |
Drums, Percussion, Vocals |
| Gäste: |
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| Patty Griffin |
Vocals |
| Brian Standefer |
Cellos |
| John Bush |
Congas & Percussion |
| The Texacali Horns: |
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| Joe Sublett |
Tenor Sax |
| Darrell Leonard |
Trumpet |
| Produziert von: Ian McLagan |
Länge: 45 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. You're My Girl | 7. Your Secret |
| 2. Been A Long Time | 8. Lying |
| 3. Date With An Angel | 9. The Wrong Direction |
| 4. Anytime | 10. Rubies In Her Hair |
| 5. Price Of Love | 11. Wishing Hoping Dreaming |
| 6. She Ain't My Girl | |
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Ob bei den SMALL FACES oder den sich daraus entwickelnden FACES: Ian "Mac" McLagan, der nette, meist verschmitzt in die Landschaft schauende Tastenmann stand stets im Schatten seiner Frontleute Steve Marriott, Ronnie Lane, Ron Wood und Rod Stewart. Auch als Sessionmusiker (u.a. für die STONES, Bonnie Raitt, Bob Dylan, David Lindley) hielt (und hält) er sich nach wie vor zurück, konzentriert sich eben auf seinen Job als Keyboarder.
Seine Soloversuche Ende der 70er, Anfang der 80er wurden zur Kenntnis, aber nicht richtig ernst genommen. Seit dem Ableben seiner Ex-Bandmates Marriott und Lane scheint Mac aber stetig an Selbstvertrauen als Sänger und Songwriter zugewinnen. Schon mit seinem Album "Best Of British" (in Deutschland 2000 unter dem Titel "Turn Faces" erschienen) zeigte Mac, dass er auch als eigenständiger Solokünstler ein beachtliches Potenzial hat.
Länger als vorgesehen dauerte nun die Veröffentlichung seines jüngsten Longplayers "Rise & Shine" (zu dt.: "Aufstehen und strahlen" - sein Lebensmotto). Die Zeiten sind hart, solide Plattenverträge fliegen einem nicht mehr so ohne weiteres zu. Also produzierte Mac sein Opus im eigenen Tonstudio "Doghouse" (zu dt. "Hundehütte"!) im heimischen Manor/Texas. Mit von der Partie waren seine leicht veränderte BUMP BAND, mit 'Scrappy' Newcomb (inzwischen als RESENTMENTS-Gitarrero auch hierzulande geschätzt), dem Produzenten-As Gurf Morlix, Bandmanager (!) Don Harvey, Neuzugang George Reiff sowie diversen Gästen.
Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Mischung, basierend auf texanischem Roots Rock, dargeboten mit britischer Coolness.
Der flotte Opener You're My Girl ist nicht ganz neu (schon auf der 1985er Mini-LP "Last Chance To Dance" drauf) - Scrappy darf hier losbrettern; er stammt wie alle elf Songs aus Macs Feder. Den meisten Texten nach zu urteilen, muss "Silberlocke" McLagan immer noch bis über beide Ohren in seine Lady Kim verknallt sein. Die Mehrzahl der Songs sind (nicht nur im Prinzip) Liebeslieder, und ein Foto von ihr im Booklet ziert denn auch den Spruch: "It's always for Kim, my muse." Bestes Beispiel: die Ballade Anytime, die richtig unter die Haut geht: "I'll try my best to make you happy/I'll build a love nest for you and me".
In die gleiche Kerbe schlagen der Reggae Date With An Angel, das bluesige, mit den Texacali Horns veredelte Price Of Love oder die mit zarten Cello- und Slide-Guitar-Klängen unterlegte, selbstkritische Ballade Lying.
Ein weiteres Mal erweist Mac mit einem Song seine Reverenz gegenüber seinem verstorbenen Kumpel Ronnie Lane: in der alte FACES-Zeiten auflebenden Hommage Wishing Hoping Dreaming.
Gewiss, der Eindruck, dass es sich bei "Rise & Shine" um ein sehr persönliches Album handelt, trügt nicht. Doch Mac pflegt nicht nur die Melancholie. Es gibt auch knackigen Rock'n'Roll, z.B. mit Your Secret und Been A Long Time. Und (nicht nur) in letzterer Nummer blitzt auch sein legendärer Wortwitz blitzt auf: "... they're all just strangers here to me/talking about people I don't know/like explaining baseball in eskimo."
Mit einer großen Portion (Selbst-) Ironie hat Mac auch den Gospel-Gassenhauer The Wrong Direction ausgestattet. Noch "schwärzer" wird's in She's My Girl dank deutlicher Funk-Anleihen.
Wie schon eingangs erwähnt: Mac hat mit seiner Truppe ein äußerst unterhaltsames und stimmiges Album eingespielt, wobei sich der Spaß der Akteure unschwer auf den Hörer/die Hörerin überträgt. Er muss sich nix mehr beweisen; krampfhafte Neuerungen sucht man vergebens. Die Gelassenheit und der Humor eines mit sich zufriedenen Rockveteranen zieht sich wie einer roten Faden durch "Rise & Shine".
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