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Jackson Browne:

Running on empty

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www.cdnow.com
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www.jacksonbrowne.com
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www.empirezine.com
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Cover Running on empty
Running on empty, ASYLUM, 1977
Jackson Browne Vocal, Guitar, Piano
Danny Kortchmar LeadGuitar
Leland Sklar Bass
Greg Doerge Keyboards
Russel Kunkel Drums,
Doug Haywood, Rosemary Butler Background Vocals
David Lindley Fiddle, Lap Steel
Produzent: Jackson Browne Länge: 42 Min 34 Sek Medium: CD
1: Running on empty (5:20)6: Shaky town (3:36)
2: The Road (4:50)7. Love needs a heart (3:28)
3: Rosie (3:37)8: Nothing but time (3:05)
4: You love the thunder (3:52)9: The load out (5:38)
5: Cocaine (4:55)10: Stay (3:28)

Made in Germany. Dieser Qualiätsspruch der Werbebranche hat sicherlich in vielen Bereichen seine Berechtigung. Ich wende diesen Spruch jetzt einfach auch auf den Singer/Songwriter Jackson Browne an, da dieser am 9. Oktober 1948 in Heidelberg geboren wurde.
Mit drei Jahren ging es dann über den grossen Teich. Zum Glück, denn ich will es nicht übertreiben mit dem "Made in Germany". In Amiland war er schließlich den Einflüssen ausgesesetzt, die ihn zu dem Musiker werden liessen, den wir heute kennen - mit seinem unverwechselbaren Stil, den AMG so treffend mit "laid-back folk-rock" bezeichnet.
Ich bin da wohl nicht ganz alleine mit meiner Liebe zu seiner Musik. Er spielte in vielen Bands mit und genauso viele Bands spielten seine Songs. Kostprobe?
Nitty Gritty Dirt Band, Linda Ronstadt, The Byrds, The Eagles (zusammen mit Glenn Frey schrieb Take it easy, den Hit, der den Eagles den Durchbruch brachte), The Allman Brothers Band, Joan Baez, Joe Cocker, Eric Andersen usw.

Nun aber endlich zur Musik. Running on empty - live eingespielt während der 77er US Tournee- ist eigentlich kein Livealbum im üblichen Sinne (keine Bange jetzt!!), sondern beschreibt vielmehr das Leben, welches sich rund um eine Tour so abspielt. Aufgenommen on Stage, im Tourbus ( Nothing but time), in diversen Hotelzimmern (The Road, Cocaine, Shaky Town) und Backstage (Rosie). Alle Aspekte einer Tour werden so sehr glaubwürdig beschrieben. Zum Beispiel die Arbeit der Roadies in "The Load-Out":
Now the seats are all empty
Let the roadies take the stage
Pack it up and tear it down
They're the first to come and last to leave
Working for that minimum wage

Einer meiner absoluten Favouriten - auch wenn er in das mittlerweile sattsam bekannt "Stay" übergeht, das wohl jeder schon mal in Werbespots gehört hat. Ich kann mich immer noch nicht satt daran hören.
Oder die ersten Zeilen von "Cocaine":
You take Sally and I'll take Sue
Their ain't no difference between the two
Cocaine, running all 'round my brain

Wer diesen Song kennt und die Lyrics schon mal mitgesungen hat, weiß, was ich an der Platte so liebe. Die Songs haben eine Aussage, sie sind einfach und ohne überflüssigen Schnickschnack gestrickt, und haben trotzdem - oder gerade deswegen - eine enorme Anziehungskraft auf den Zuhörer, ob der nun aufmerksam mitmacht, oder aber die Songs im Auto, bei der Arbeit oder was weiss ich wobei sonst gerade hört.
Einfach gestrickt, heisst aber nicht simple Songs. Besonders "You love the thunder" und "Shaky Town" beweisen, dass Spannungsaufbau hin zum "Höhepunkt" perfekt arrangiert sind. Wie im übrigen die gesamte Scheibe sehr gut produziert ist.

Man soll ja vorsichtig sein mit Superlativen, aber erstens habe ich erst einen auf "Home of Rock" gesetzt. Der betrifft eine der besten Liveplatten (!) und so kann ich nun einen weiteren hinzufügen: Die - wie ich finde - beste Singer/Songwriter Platte. Und zweitens: Da Musik eine höchst subjektive Angelegenheit ist, macht es auch keine Probleme mit Superlativen zu arbeiten.

Wer also "Running on empty" noch nicht kennt, dem sei sie wärmstens ans Herz gelegt. Aber Vorsicht: absolute Suchtgefahr.

Ulli (Impressum, Artikelliste), 17.02.2001

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