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John Bunzow

Darkness And Light

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Darkness And Light
Darkness And Light, Sideburn Records, 2003
John Bunzow Acoustic & Electric Guitars, Vocals
Larry Mars Electric Bass
Chad Cromwell Drums
Richard Bennett Electric & Acoustic Guitars
Tim Lauer Keyboards, Hammond B-3
Dan Dugmore Pedal Steel
Gäste:  
Tammy Rodgers Violin/Viola (Straight into the Sun)
John Gardner Drums (Corner of Darkness and Light)
Jimmy Hall Harmony Vocals & Harmonica
Anthony Crawford Harmonica Vocals
Allison Moorer Harmony Vocals (Pieces on the Ground)
Ray Kennedy Slide Guitar, Hand Drums (Choices come easy)
Produziert von: John Bunzow & Brian David Willis Länge: 47 Min 01 Sek Medium: CD
1. Love is the only Rescue7. Corner of Darkness and Light
2. Long gone leavin' Train8. I'm just tryin' to get by
3. Straight into the Sun9. Ghost of a Man
4. Muddy Water under the Bridge10. Choices come easy
5. Pieces on the Ground11. Chasin' Trains
6. Desolation Row 

Der aus Portland, Oregon stammende John Bunzow ist wohl ein Meister im Wegstecken von Tragödien: Verlust der Mutter, Scheitern der Ehe und obendrauf auch noch das Einstampfen seiner Karriere in Nashville, als seine frühere Plattenfirma aufgelöst wurde und mit anderen zu Capitol Nashville fusionierte, wobei sein gerade zur Veröffentlichung anstehendes erstes Album ("Stories of the Year") zwar noch an Radiostationen geliefert wurde, aber dann doch nicht mehr erschien. Der Künstlerstamm wurde ausgedünnt (klar, die Plattenbosse mussten die Fusion ja irgendwie bezahlen) und er fand sich wieder auf der Strasse. Nach diversen anderen Jobs ging er zurück nach Tennessee, um bei Produktionen von Chris Knight, Allison Moorer und anderen seine Gitarrenlicks beizusteuern.

Mit Sideburn Records fand er ein neues, aufgeschlossenes Label, das auch seine Idee, eine Platte live im Kellerstudio eines Freundes einzuspielen voll unterstützte. Und man hört es! Reine, ungekünstelte Spielfreude kommt aus den Lautsprechern, seine Gitarre ist Roots-Rock pur, eingebettet in Country, Blues und einem Schuss Soul. Auch der manchmal vernommene Vergleich zu Buddy Miller kommt in etwa hin, allerdings twangt John Bunzow weniger als jener. Mehr Muskeln im Gitarrenspiel, aber wie gesagt, durchaus ähnlich. Auch eine Seelenverwandschaft zu Joe Ely in dessen rockigeren Momenten lässt sich leicht konstruieren.

Natürlich gibt es auch ruhigere Songs, die aber mit ihrer Instrumentierung ebenso zu gefallen wissen und mich einfach in eine gute Stimmung versetzen. Man kann dem ganzen Album am Stück folgen, es bleibt nie vorhersehbar, die Spannung hängt nie durch. Ein ehrliches Stück Roots-Rock Arbeit.
Insgesamt lässt sich sogar sagen, dass es sich bei John Bunzow nicht nur um einen Roots-Rocker handelt, genauso ist er wohl auch Singer/Songwriter - und das auf wirklich hohem Niveau, textlich und musikalisch. Es findet sich (zum Glück) keine Schublade, in der John so einfach abzulegen wäre.

Seine Leidenschaft, live zu spielen hat sich locker auf seine Mitmusiker übertragen, das ist alles wie aus einem Guss. Man käme nie auf die Idee, dass die Songs direkt auf's Band gebannt wurden. Nichts wirkt geschliffen, sowas gibt's leider zu selten. Warum verspürt eigentlich jeder den Drang, alles durch die Studio-Computer zu jagen?

Alle Songs stammen von Bunzow selbst (einige mit Co-Autoren) - und alle sind immer wieder hörenswert. Je länger man zuhört, je mehr Details kommen aus dem Mix hervor und die sitzen alle an der richtigen Stelle.
Die CD kommt mit einem mehrfach aufklappbaren Booklet, in dem man auch alle Texte und Informationen über die Musiker findet. Für Fans ehrlichen Roots-Rocks im weiteren Umfeld von Chris Knight über Buddy Miller bis hin zu manchen Strukturen eines Steve Earle wirklich einen Kauftip wert!

Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste), 22.04.2003

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