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Kansas

There's Know Place Like Home

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There's Know Place Like Home
There's Know Place Like Home
There's Know Place Like Home, InsideOut Music, 2009
Steve Walsh Vocals, Keyboards
Billy Greer Bass, Vocals
David Ragsdale Violin, Guitar, Vocals
Phil Ehart Drums
Rich Williams Guitars
Gäste:
The Washburn University Orchestra Orchestration
Kerry Livgren Guitars, Keyboards
Steve Morse Guitar (Musicatto, Ghosts/Rainmaker & Down The Road), Violin (Dust In The Wind)
Länge: 112 Min 26 Sek (CD) & ca. 111 Min (DVD) Medium: DoCD & DVD
1. Howling At The Moon11. Icarus II
2. Belexes12. Icarus - Borne On The Wings Of Steel
3. Point Of Know Return13. Miracles Out Of Nowhere
4. Song For America14. The Wall
5. On The Other Side15. Fight Fire With Fire
6. Musicatto16. Dust In The Wind
7. Ghosts/Rainmaker17. Carry On Wayward Son
8. Nobody's HomeBonus Track:
9. Hold On18. Down The Road
10. Cheyenne Anthem

Ich war vor Jahren mal auf einem MOLLY HATCHET Konzert, als Danny J. noch dabei war. Riff West stand da auf der Bühne, zupfte den Bass und grinste die ganze Zeit wie blöde. Das war nervig - was grinst denn dieser Basser! Naja, soviel hat er ja auch nicht zu tun.
David Ragsdale bei KANSAS grinst auch die ganze Zeit - und hat leider mehr zu tun. Und damit sind wir bei dem Problem dieser Band. Einem der beiden Probleme.

Jeder, der KANSAS über die Zeit verfolgt hat, weiß, dass Rich Williams zwar eine sehr schöne Augenklappe trägt, und auch möglicherweise eine gute Rhythmusgitarre spielt, aber der weiß auch, dass Rich kein Leadgitarrist ist. Hat er einfach nicht drauf, obwohl er es notgedrungen eben doch manchmal bei KANSAS, die ja jetzt keine Lead-Gitarristen mehr haben, tun muss (auch gut - die Band hat zwei Gitarristen, aber keinen an der Lead Gitarre!). Und dann steht er da, der gute, und man hört ihn kaum (jaha, nicht nur ich weiß, was für ein Leadgitarrist er ist), und eigentlich hört man auch seine Rhythmguitar kaum; eigentlich hört man ihn überhaupt kaum.
Hören tut man Kerry Livgren, der bei einigen Trax dabei ist; hören tut man Steve 'Frickel' Morse, der bei einigen Trax sein gewohntes Repertoire abspielt und auch nicht glänzt; und hören tut man vor allem, über allem und sowieso ständig David 'Fiedel' Ragsdale. Und er steht da, grinst und fiedelt, den Bogen rauf, den Bogen runter. Und das verleidet mir alles an diesem Konzert (neben der Tatsache, dass es wirklich nicht Not tat, noch eine Live-CD mit Orchester einzuspielen). Bei Dust In The Wind fiedeln dann Morse und Ragsdale zusammen; oh holdes Geigengejaule. Es wurden natürlich auch bewusst die Trax gewählt, die Rich dann auch nicht überanstrengen.
Nur als Livgren bei den 'Icari' auf die Bühne kommt, und dann kräftig gefeatured wird - man hört ihn deutlich - da ist das KANSAS, die Rockband.
Die anderen machen ihre Sache gut, Walsh geht manchmal an seine vokalen Grenzen, aber nicht darüber. Ehart spielt nicht mehr ganz so ziseliert wie früher, aber zieht den meisten Drummern immer noch die Hose aus; Greer fällt nicht weiter auf.

Die DVD kommt, was die Bühnenshow, Sound und Licht angeht, prima. Aber: keinen Zentimeter, nixo-nullo-übahaupto-nichti wird vom vorgegebenen musikalischen Konzept abgewichen. Wie beim Putzen eines Raumes - dreimal nach vorn, dreimal zur Seite, dreimal zurück. Perfekt … und langweilig.
Ein Highlight gibt es: den Soundcheck, der sich zu Down The Road, dem Rocker par excellence im KANSAS-Repertoire, entwickelt. Mit vier Gitarristen - Williams, Livgren, Morse, Ragsdale - richtig gut. Das rockt!

Also, wer so alt ist, wie KANSAS sich hier gerieren, und Kansasch-Kunscht haben will, komplett mit allem Zip-und-Orchester-Zapp, ist hier richtig. Wer lieber KANSAS-Rocks haben will, lasse hier die Finger davon.
Das zweite Problem: die Band hat keinen Songschreiber mehr, der auch nur in etwa an die alten Zeiten anschließen könnte. Also orgelt man das alte Repertoire die Bühnen rauf und runter. Aber nur das, was Rich auch leise spielen kann. Aber, das könnte ich noch verknusen, David Fiedel macht einem das Leben zu schwer!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 23.10.2009

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