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Lauren Ellis:

Push the River

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Cover Push the River
Lauren Ellis
Push the River , MusicNetwork, 1999
Lauren Ellis lead vocals,national steel,sitar,acoustic aund electric guitars,slide guitars
Roy Bittan hammond organ
Neil Stubenhaus bass
Sam Bolle bass
Herman Matthews drums
Dusty Watson drums
Dean Parks tremolo & sustainy guitar
Produzent: Lauren Ellis und Sam Bolle, Studio/Ort: North Hollywood Länge: 60 Min 23 Sek Medium: CD
1. Count on Me (5:11)7. Time of our Lives (5:04)
2. No reply (4:57)8. Blame it on the real World (5:31)
3. More Than This (4:44)9. Real Love (4:23)
4. Eye To Eye (5:16)10. Time will tell the Story (4:16)
5. All or Nothing (5:31)11. As the Crow Flies (4:31)
6. Mockingbird Blues (5:35)12. I must de doing...(5:06)

Vorweg gesagt. Hard Rock Fans sollten gleich weiter clicken, denn für sie ist die Musik von Lauren Ellis zu verhalten. Fans von Folkrock und Roots sind die Zielgruppe, die Lauren Ellis musikalisch anspricht.
Lauren ist noch so unbekannt, daß selbst der Allmusic-Guide nicht eine Zeile für sie übrig hat. Bekanntheit war für mich aber noch nie das Kriterium für gute oder schlechte Musik.
Das Cover ihres Debüt-Albums Push the River gefällt mir auf Anhieb, allein wegen der Resonator Gitarre auf der Rückseite.
Count on Me, der Eröffnungssong ist schöner Folkrock mit einer dominierenden, klaren Slide-Gitarre. Lauren's Stimme erinnert mich an Suzanne Vega und Iris Dement.
No Reply ist von gleicher Machart. Das Schlagzeug-Arrangement ist witzig. Drummer Herman Matthews bearbeitet seine Schießbude hier überwiegend mit dem Besen.
Weiter geht es mit einem knackigen Folk-Blues. Der Song beginnt sehr ruhig und legt dann mächtig an Tempo zu. Klasse Akustik-Gitarren und wieder die schöne Slide im Hintergrund. In der Songmitte unerwartet ein fettes E-Gitarren-Solo. Super.
Eye to Eye groovt im gleichen Tempo. Richtig rockig wird Lauren hier. Schöne Gitarren und eine Hammond sorgen für den richtigen Background.
Leicht indisch angehaucht wirkt der nächste, wieder recht rockige Track, All or Nothing. Eine witzige Sitar zeichnet dafür verantwortlich.
Mockingbird Blues reißt mich dann, trotz schöner Slide Einlage, nicht gerade vom Hocker. Der Song plätschert zu sehr dahin.
Harmomisch folk-rockig erklingt Time of our Lives. Erinnert mich an die älteren Bonnie Raitt Nummern. Sehr country-angehaucht ist Blame it on the Real World mit Steel Gitarren.
Real Love langweilt mich anschließend sehr. Nothing happens. Time will tell the Story beendet meine Lethargie aber schlagartig. Ein toller, vertrackter Rocksong mit fantastischer Slide-Gitarre. Klingt sehr nach Little Feat.
Slide Gitarren satt ertönen auch auf dem nächsten Track, As the crow flies, ein blusiger Folkrock. Dazu diesmal Dusty Watson's witziges Schlagzeugspiel mit Besen.
Die CD endet mit I must be doing something right. Das ist klassischer Folkrock mit ausgezeichneten akustischen Gitarren.

Push the River ist ein schönes Folk-Rock Album. Freunde dieser Musikrichtung und Gitarren-Freaks kommen bei Lauren Ellis voll auf ihre Kosten. Jede Menge akustische und elektrische Gitarren kommen auf Push the River zum Einsatz.
Klang und Produktion der CD sind ausgezeichnet. Das Album wird in Deutschland durch Line/MusicNetwork, die schon seit Jahren für die Veröffentlichung guter Musik bekannt sind,.vertrieben.

Joachim Domrath (Impressum, Artikelliste), 13.03.01

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