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| Lightness, Eigenvertrieb, 2004 |
| Karsten Blank |
Vocals |
| Matthias Brune |
Guitars |
| Axel Kissing |
Keyboards |
| Olaf Kissing |
Drums |
| Magnus Teschner |
Bass & Violin |
| Gäste: |
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| Stefanie Dues |
Violin |
| Noémi Varga |
Viola |
| Annika Mertinat |
Violoncello |
| Produziert von: Lightness |
Länge: 51 Min 44 Sek |
Medium: CD |
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| 1. At Sea (Part I) | 7. Lanes |
| 2. At Sea (Part II) | 8. Rainkiller |
| 3. At Sea (Part III) | 9. A Strange Kind Of Farewell |
| 4. At Sea (Part IV) | 10. Rewind, Replay |
| 5. Watcher | 11. At Sea (Part V) |
| 6. No! | |
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Eine meiner Lieblingsplatten ist "Watch" von Manfred Mann's Earth Band. Das liegt an der Mischung aus hartem Rock, progressiver Experimentierlust und der gradezu wahnwitzig ohrenfreundlichen Eingängigkeit der Songs. Populärmusik im besten Sinne des Wortes also. Geschlagene 26 Jahre musste ich warten, bis mir etwas vergleichbares wieder in die Hände kam.
Wir vernachlässigen kurzerhand, dass die Band LIGHTNESS aus dem eher unspektakulären Meinerzhagen irgendwo im Sauerland kommt. Wir negieren, dass die Band aus 5 jungen Musikern besteht, die mitnichten bereits seit Jahrzehnten Musik machen. Wir nehmen allerdings wohlwollend zur Kenntnis, dass LIGHTNESS ausschließlich eigene Songs spielen und nicht wie Herr Mann auf Fremdkompositionen zurückgreifen müssen. Und wir hoffen, dass LIGHTNESS sich in den nächsten Jahren einen ähnlichen Ruf wie Mann's Manfred erarbeiten können. Die Anlagen dazu haben sie.
Die CD "Lightness" ist bereits die zweite, die erste hieß der Einfachheit halber auch "Lightness". Kaufen kann man beide für billiges Geld über die Homepage der Band und Freunde von nicht schwermütiger Progressivmusik sollten das auch tun. Junge, Junge, Junge, diese knappe Stunde geht wirklich rein wie ein gutes Bier nach einem harten Tag.
Reden wir also von diesem Ohrenschmaus.
Herzstück des Albums ist das fünfteilige At Sea. Das muss man sich mit dem Kopfhörer anhören! Zwischen leichtgängiger Elektronik, sphärisch-rockenden Gitarrenklängen, schönen Rhythmusteilen und garniert mit einem wunderbaren Streichquartett fließen insgesamt beinahe 20 Minuten dahin als wären es 5. Für Schubladendenker: Das beste aus Jean-Michel Jarre, Alan Parsons, PINK FLOYD (Part V IST von denen inspiriert, da beißt die Maus keinen Faden ab) und bereits erwähnter EARTH BAND. Nur etwas moderner. Schön, und live sicherlich ein absolutes Erlebnis.
Man möge mir verzeihen, dass Part I mich an einen französischen Pornofilm aus den Siebzigern erinnert. Nicht, dass ich so was kennen würde, nur die Assoziation drängt sich mir rätselhafter Weise auf.
Ein Wort zu den Musikern. Wenn die Band ihre Musik auf der Bühne annähernd so reproduzieren kann, dann haben wir es mit einer Weltklasseband zu tun. Von Gitarre bis Percussion ist die Studioarbeit absolut perfekt. Geschmackssicher arrangiert zudem und wenn die diversen Tastengeräte zu ihren Höhenflügen ansetzen, ist man zurückversetzt in eine Zeit, als der Mini-Moog noch wichtig war und der Bediener auch noch Piano spielen konnte ohne sich zu verletzen.
Und dann ist da noch Sänger Karsten Blank. Deutlich singt der nicht! Ich habe wirklich ein paar Verständnisprobleme, aber der Mann hat eine Stimme... Treffer und versenkt.
Neben dem At Sea Epos gibt es noch weitere Perlen. Watcher als rockige Fortsetzung von beispielsweise Circles oder California aus dem "Watch" Album. Nicht unbedingt musikalisch, auf jeden Fall gefühlsmäßig. Oder den perfekten Popsong No!. Für mich DER Sommerhit in diesem Jahr.
Und es geht weiter und weiter. LIGHTNESS haben Funk drauf (Lanes), lassen die Gitarre dazu bluesig krachen und Blank croont sich dazu unpeinlich in internationale Gefilde. Noch mal Pink Floyd und irre schöner Gesang dann in A Strange Kind Of Farewell bevor es in Rewind, Replay nach akustischem Auftakt in heavy rockende Gewässer geht. Auch hier fallen mir diverse Vergleiche ein, aber ob man nun RUSH oder irgend eine andere Prog-Band nennt, LIGHTNESS sind LIGHTNESS und ein echtes Juwel in der von Coverbands geprägten Landschaft.
Was für ein tolles Album!
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