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| 13 13, Jungle Room Records, 2005 |
| Jan Klewitz |
Vocals, Guitar |
| Torsten Vogt |
Guitar, Vocals |
| Gerd Meyer |
Guitar, Vocals |
| Peter Kraatz |
Bass |
| Gerald |
Drums |
| Produziert von: Mean Machine |
Länge: 67 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Free Eagles | 8. Warrior Of Light |
| 2. Kick In The Butt | 9. Do What You Want |
| 3. Troublemaker | 10. Mission To The Stars |
| 4. Dancing Queen | 11. Let Me Love You |
| 5. Fire Of The Dragon | 12. Bad Love |
| 6. Bad Boy | 13. Under The Ground |
| 7. Missing You | |
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Immer ich. Warum eigentlich immer ich? Seh ich aus wie ein in Motorenöl eingelegter Japsenmopedzerstörer? Ich hab nix am Hut mit Bikern und Jägermeister mag ich auch nicht. Oder glaubt man in diesem Home of Rock, dass ich nur wegen dieser verdammten Affinität zu lauten Gitarren und Hardrock und Boogie und so weiter und so fort... Schon gut, stimmt ja auch.
MEAN MACHINE heißen meine neuesten Opfer und sie kommen aus Hildesheim, der Motor City des mittleren Nordens (Kollege Domrath, als eingeborener Hildesheimer, wird es bestätigen) und sie sind so altmodisch wie Rock & Roll nunmal ist.
Auf dem Cover qualmt eine frisch gebrandmarkte Gibson SG leise vor sich hin, drinnen braten 3x6 Saiten gut abgehangenen Classicrock und dem Neutöner unter unseren Lesern dürfte es bei "13 13" deutlich die Lust auf Sushi und anderen hippen Schnickschnack verhageln. Hier wird ausschließlich Schwein und Kuh auf den Grill gelegt, nüscht ist mit fettfreier Du-darfst Magerkost.
Keine Ahnung, warum die Scheibe "13 13" heißt. Vielleicht wegen den 13 enthaltenen Nummern und weil man die mindestens zweimal hintereinander abspielt? Ist egal, das hier geht gut ab und bespaßt den Hörer fast 70 Minuten lang. Mit zwei Einschränkungen: Wenn ab und an das Tempo zugunsten ausschweifender Gitarrenexkursionen gedrosselt wird, beschleicht mich dieses leicht gelangweilte WISHBONE ASH-Dudelgefühl. Und in einigen Momenten komme ich mit dem Gesang nicht ganz klar. Ein rein persönliches Gefühl, dem die Neigung zu shoutenden Brüllwürfeln a la Bon Scott zugrunde liegt. Jan Klewitz kann (wie 99,9% der restlichen Weltbevölkerung) diesen Anspruch natürlich nicht durchgehend erfüllen. Schön fies klingt er aber dennoch, in Bad Boy ist er groß.
Der schlimme Biker-Rocker grüßt im Booklet brav Mama und Papa und droht dem Hörer mit einem Kick In The Butt, derweil er sich ganz vorn am Bühnenrand im Ausfallschritt durch die größten Riffs der Rock & Roll Historie kämpft. Ob die nun nach AC/DC, ROSE TATTOO, DEEP LIZZY oder SAXON klingen spielt keine Rolle. MEAN MACHINE haben einen ganz geschickten Weg gefunden, bösen Plagiatsvorwürfen zu entgehen, sie veredeln ihre (eigenen) Songs ganz einfach mit drei Gitarren und sind somit outstanding in der, zumindest hiesigen, Szene. Das kann schon was, wenn die Bretter kreuz und quer durch die Gegend fliegen.
Klischee hin, Klischee her, MEAN MACHINE haben sich den zweiten Platz in der Moto-Rock'n'Roll-Grandprix-Serie 2005 hinter Hank Davison mit deutlichem Abstand vor den amerikanischen Verfolgern gesichert (AMERICAN DOG fahren als Trio in einer Gewichtsklasse niedriger) und können künftig sicher auf einige Coversongs im Liverepertoire verzichten.
Lasst die Reifen brennen!
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