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Mike & The Mechanics

Live At Shepherds Bush London

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Live At Shepherds Bush London
Live At Shepherds Bush London, Eagle Vision, 2005
Mike Rutherford Guitar, Vocals, Bass
Paul Carrack Vocals, Guitar
Rupert Cobb Keyboards
Peter van Hooke Percussion, Drums
Gary Wallis Drums, Percussion
Abbie Osmon, Paul McGee Background Vocals
Jamie Moses Guitar, Vocals
Regie: Perry Joseph Länge: ca. 127 Min Medium: DVD
1. Falling 8. Whenever I Stop
2. Now That You've Gone9. All The Light I Need
3. Get Up10. One Left Standing
4. If I Were You11. Silent Running
5. Another Cup Of Coffee 12. The Living Years
6. Beggar On The Beach Of Gold 13. Over My Shoulder
7. Perfect Child14. Word Of Mouth

Mal ganz abgesehen davon, dass die Herren um Mike Rutherford (GENESIS) tatsächlich eine stattliche Anzahl von Lebensjahren aufweisen, wirkt dieser aus dem vergangenen Jahr stammende Konzertmitschnitt aus dem Londoner "Shepherds Bush Empire" eher wie ein Altherrentreffen, in welchem sich die seit 1985 bestehende Band aufrafft, mit aller zur Gebote stehenden Perfektion und der einhergehenden Souveränität ausgebuffter Profimusikanten ein Greatest Hits-Spektakel zu präsentieren.
Das mag den Anwesenden im ehrwürdigen "Shepherds Bush" sicherlich gefallen haben, denn nur eingefleischte Fans der Mechaniker können sich so auf althergebrachtes Material einlassen, wie es die hier sich eingefundene Schar von Enthusiasten armeschwenkend und mitsingend zelebriert.
Nach dem Tod des ehemaligen ersten Lead-Vocalisten, Paul Young (ex-SAD CAFÈ), im Jahre 2000 fanden sich die Verbliebenen nach jahrelanger Funkstille zusammen, um ihr aktuelles Studioalbum "Rewired" mit Hilfe des zweiten Ur-Sängers Paul Carrack (ex-ACE; ex-SQUEEZE) standesgemäss zu promoten.

Die seit jeher mit flächigen Keyboards aufgeplusterten Songs geraten trotz aller gefälligen Melodien und des grösstenteils recht einnehmenden Blue-eyed-Soul-Gesangs Paul Carracks nie so zwingend, um einen Nicht-Fan restlos zu überzeugen. Dafür agiert die Truppe zu leidenschaftslos, zu versiert, zu überraschungsarm.
Paul Carrack, gemeinhin als stimmsicherer Vokalartist bekannt, rudert einige Male nicht unbedingt auf der Ideallinie und die mitunter eingestreute punktgenaue Sequencer-Rhythmisierung aus der Keyboard-Retorte, entwickelt sich zeitweilig eher zu nervendem Beiwerk als zu aufpeppender Verzierung (z.B. Beggar on a beach of gold). Zumal der leiblich anwesende Percussionspieler dadurch leider nur zum fingerschwingenden Statisten verkommt.

Der echte Musikfreak runzelt da nur die Stirn und überlässt ob dieser wenig beeindruckenden Performance nur zu gern dem eingefleischten MIKE AND THE MECHANICS-Fan das Feld, um sich spannenderen Acts zuzuwenden. Denn Songs wie das pathetische Perfect child oder If I were you vom letzten Sudioalbum gemahnen mit ihrem verdächtig hohen Schmalzfaktor doch zu sehr an Mainstream-Könige wie Leslie Mandokis All-Stars.

Das Bonus-Material, bestehend aus Video-Clips der alten und neueren Tage, sieht man sich nach längerer Zeit mal wieder ganz gerne an und die anschliessende Interview-Session mit Rutherford und Carrack hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck, weil die Herren aus dem Nähkästchen plaudern und auch die eine oder andere Emotion zulassen. Das macht sie sympathisch.

Frank Ipach (Craving Hands), (Impressum, Artikelliste), 21.03.2005

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