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CD-Review:
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Irgendwann kommen sie alle ans Tageslicht. 20 Jahre nachdem sich die Raubkopierer die Hacken nach diesen Aufnahmen abgelaufen haben, und die Aufnahmen längst historischen Wert erlangt haben, kommt nun auch BMG auf den Trichter und wirft Live-Aufnahmen von Hatchet aus der Mk.II Phase, also mit Jimmy Farrar, auf den Markt. Ein müdes Blättchen liegt bei, keine Infos über Aufnahmeort und -zeit, keine Bilder und das auf dem Cover ist auch nicht besonders gut. Dazu kommt, dass die angegebene Internetseite mit mehr Infos zu diesem Release (und anderen Veröffentlichungen aus der "Extended Versions"-Reihe) nicht existiert. Man fragt sich, was das dann soll. Wollen die ihre Produkte nicht verkaufen? Dann hätte man sich den Rohstoff sparen können. "Beatin' The Odds" ist meine absolute Hatchet-Lieblingsscheibe. Leider gibt es, bis auf Beatin' The Odds, keine weiteren Songs von dieser LP. Kein Sailor (wohl mein Für-Immer-Lieblingssong), kein Few And Far Between. Schade. Dafür gibt es von "Take No Prisoners", Farrars Schwanengesang bei Hatchet, Lady Luck und Dead Giveaway. Der Rest der 10 Songs stammt vom Debüt und von "Flirtin' With Disaster". Man kann also vage schlussfolgern, dass zumindest ein Teil der Aufnahmen 1981, bei der "Take No Prisoners"-Tour gemacht wurden (siehe untenstehenden Nachtrag). Der Sound der CD ist absolut korrekt, deutlich besser als auf den bekannten Bootlegs. Farrar war ein toller Sänger, allerdings mit ähnlichen Schwächen, wie auch DJB sie hatte, also immer mal wieder ein kleiner Ausrutscher. Auffallend ist die hervorragende Arbeit von Bassist Banner Thomas und Drummer Bruce Crump. Die beiden waren einfach der Backbone von Hatchet. Hat man sich dann unter den Riff-Wänden von Bounty Hunter wieder herausgegraben, kommt man zur Reha ins Dreams...-Land. Hatchet hatten live offenbar bereits damals einen Keyboarder dabei. Hörbar (und leicht störend) bei Lady Luck. Das wird aber locker wett gemacht von den wirklich wahnwitzigen Gitarren. Banner Thomas zählt One Man's Pleasure mit seinem pumpenden Bass ein und wieder folgt ein Riffgewitter, das sich gewaschen hat. Und zum guten Schluss, wenn der gealterte Hörer bereits völlig erschöpft in den Seilen hängt, geben sie uns mit Let The Good Times Roll den Gnadenschuss. Der Hatchet-Maniak hat natürlich sämtliche "posthumen" Veröffentlichungen, inklusive der "Live At The Agora Ballroom" von '79, den diversen Radioshows und sonstigen Bootlegs. Aber trotzdem muss man diese CD einfach haben. Da hilft kein Meckern über die lausige Aufmachung, kein Lamentieren über die relativ kurze Spielzeit, kein Bemängeln der Setlist. Es sind die einzigen offiziellen Aufnahmen mit Jimmy Farrar. Die einzige Bezugsquelle in Europa ist mal wieder Jürgens Bärchen Records Mailorder.Leser! Du wirst nicht umhin können und diese CD sofort bestellen müssen! Nachtrag: Dirk, der Betreiber der deutschen Molly Hatchet Fanseite hat uns über Jimmy Farrar's Frau folgende Information beschafft. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 18.08.2002
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