| Sind die Lichter angezündet?, Staupa Musica, 2006 |
| Bruder Liebe | |
| Bruder Schlaf | |
| Bruder Nachtfraß | |
| Bruder Schaft | |
| Bruder Schnabausus Rex | |
| Gäste: | |
| B. Deutung | Cello |
| Alexander Goldmann | Kirchenorgel Lola |
| Produziert von: Potentia Animi |
Länge: 26 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Des Jahres letzte Stund | 5. Tausend Sterne sind ein Dom |
| 2. Morgen Kinder wird's was geben | 6. Kling, Glöckchen, kling! |
| 3. Es ist ein Ros entsprungen | 7. Oh Tannenbaum |
| 4. Stille Nacht | 8. Schnabausens arme Kind |
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Mittlerweile kann man problemlos aus einer großen Anzahl Alben mit weihnachtlicher Musik der unterschiedlichsten
Stilrichtungen auswählen und so die Feiertage auch akustisch nach eigenem Gutdünken gestalten. Auch in diesem Jahr kommen
wieder einige Veröffentlichungen hinzu, unter anderem "Sind die Lichter angezündet?" von POTENTIA ANIMI.
Erwartungsgemäß greifen POTENTIA ANIMI bekannte und beliebte Weihnachtsweisen auf, verpassen aber die Gelegenheit diesen
ein Arrangement im typischen Stile der Bruderschaft zwischen Rock und mittelalterlichen Klängen mitzugeben.
Vieles klingt stattdessen wenig originell nach 'Bänkelsänger auf dem Weihnachtsmarkt' und klebt musikalisch viel zu dicht
an den bekannten Standardversionen. Lediglich Kling, Glöckchen, kling fällt etwas aus dem Rahmen, wurde es doch mit
Hilfe von Sitar, Lita und Tabla-Trommeln mit einem indisch anmutenden Psychedelic-Flair versehen.
Wesentlich mehr Energie haben POTENTIA ANIMI dafür ver(sch)wendet die Texte zu überarbeiten. Spätestens jetzt dürften sich
aber endgültig die Geister an 'Sind die Lichter angezündet?' scheiden. Die Bruderschaft gibt sich zotig, derb-vulgär und
verliert sich all zu oft in vorhersehbarem Fäkal-Humor.
Nicht, dass mich das generell stören würde, aber was beim ersten Hördurchgang noch ganz unterhaltsam und lustig sein mag,
benötigt bei den Folgenden schon einige Liter Glühwein in den Blutbahnen um ein erneutes Grinsen hervorzuzaubern. Im
Gegensatz zu von mir hochgeschätzten Interpreten wie
J.B.O., PROLO POWER oder gar den göttlichen
KNORKATOR läuft sich der humoristische Ansatz von
POTENTIA ANIMI einfach zu schnell tot.
Nach den beiden überzeugenden Alben "Das erste Gebet" und "Psalm II" und starken Live-Auftritten war die Erwartungshaltung
an die mittelalterlich-rockenden Mönche hoch. Um so enttäuschender ist dann jedoch das Ergebnis.
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