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| Live In London, DVE/Global Music/Intergroove, 2010 |
| Spike |
Vocals |
| Guy Griffin |
Lead Guitar |
| Luke Bossendorfer |
Guitar |
| Nigel Mogg |
Bass |
| Jason Bonham |
Drums |
| Keith Weir |
Keyboards |
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Länge: 50 Min 20 Sek (CD) & ca. 58 Min (DVD) |
Medium: CD & DVD |
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| 1. C'mon | 7. Tramps & Thieves |
| 2. Misled | 8. I Don't Love You Anymore |
| 3. Hey You | 9. Turn Away |
| 4. This Is Rock'n'Roll | 10. 7 O'Clock |
| 5. There She Goes Again | 11. Whippin' Boy |
| 6. Show Me What Ya Got | 12. Sex Party |
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Verdammt noch mal, diese Schlampigkeiten gehen mir wirklich auf die Nerven. Überall, aber auch wirklich überall wird "Live In London" von THE QUIREBOYS als Aufnahme aus dem Jahr 2004 bezeichnet. Himmelzwirn, passt denn gar keiner mehr auf? "Live In London" ist genau wie "100% Live" 2002 bei der MoR-Tour entstanden, das sagt schon der lustige Hippie in der Ansage der DVD, und außerdem war Jason Bonham 2004 längst bei UFO angestellt und der so geile Zweitgitarrist Luke Bossendorfer ausgestiegen worden, dazu kommt, dass es 2004 überhaupt keine "Monsters Of Rock Tour" gab. ALICE COOPER, THUNDER, DOGS D'AMOUR und THE QUIREBOYS waren 2002 am Start, merkt Euch das, zum Kuckuck.
Es geht gerade mal um 6 bzw. 8 Jahre, die nicht richtig dokumentiert werden, was soll denn da nur mit Jahrzehnten und Jahrhunderten passieren, bei so wenig Sachverstand und journalistischer Grundintelligenz. Werden demnächst die Fugger zu Franzosen, der FC Bayern zum Zufallsmeister und LED ZEPPELIN zur Thrash-Band geschrieben?
Genug geärgert, hier geht es schließlich um Rock & Roll und nicht um Korinthenzählerei.
Die Besetzung mit Spike, Griffin, Bossendorfer, Bonham, Nigel Mogg am Bass und dem freundlichen Boogie-Keyboarder Keith Weir aus Irland war ein Glücksfall für die lange Zeit dahindümpelnde Band. Vor allem Mogg und Bonham sorgten für jede Menge frischen Wind auf der Bühne. Mogg, bekanntlich Neffe des großen Phil von UFO, machte Show wie ein junger Pete Way und Jason B. zeigte bei den QUIREBOYS nach viel zu vielen verkrampften Versuchen sein riesiges Talent als Rock'n'Roll-Groove-Drummer. Mit mächtigen Oberarmen und netter Wampe sieht man Bonham so entspannt wie wohl nie vorher kraftvoll swingen.
Die knapp einstündige Show? Na ja, was erwartet man von dieser Band? Eben. Genau das kriegt man. Dampfenden, nach Alkohol riechenden, schmutzigen Drecksack-Rock'n'Roll, den manche Menschen sexy finden. Nachdem es die FACES nicht mehr gibt, bleiben für solche Musik neben den DIAMOND DOGS nur die QUIREBOYS auf diesem Marquee-Club-Niveau, die nachkommenden jungen Kapellen sind kommerziell leider noch weitaus unerfolgreicher.
"Live In London" gibt also für eine Stunde Gas und macht die Menschen glücklich. Auch wenn Spike es (glücklicherweise) nie zur englischen Ausgabe von Axl Rose gebracht hat, all die Kracher bis hin zur unvermeidlichen Sex Party kräht und dirigiert er bravourös bis zum Höhepunkt. Luke Bossendorfer hat Zeit genug zu beweisen, dass Steve Marriott nicht vergessen ist, und ganz grundsätzlich muss man "Live In London" wie jedes andere Werk solcher Bands einfach haben, wenn man mitreden will. This is Rock & Roll!
Die DVD ist bei diesem preisgünstigen Doppelpack die bessere Wahl, denn man sollte den schwitzigen Dreck, den Spaß und die Leidenschaft auch sehen. Schade nur, dass Nigel Mogg den Bass inzwischen offenbar vollständig an den Nagel gehängt hat und sein Glück als Photograph versucht. Mit ihm, Bossendorfer und Bonham waren THE QUIREBOYS 2002 nahe an der unvergessenen Inkarnation von Anfang der Neunziger mit Ginger.
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