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Sawbones

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Sawbones
Sawbones, Wagon Wheel Records, 2000
Rick Shea Lead Vocals, Guitars
Brantley Kearns Fiddle, Mandolin, Backing Vocals
Dave Hall Electric Bass
John Lee White III Drums
Wyman Reese Piano, Organ
David Jackson Acoustic Bass
Don Heffington Percussion
Katy Moffat Vocals (Deep Within The Well)
Dave Alvin Guitars (Lonesome Cannonball & Piedmont Ridge)
Produziert von: Cody Bryant Länge: 56 Min 54 Sek Medium: CD
1. Black Eyed Girl (4:20)8. Emperor Of The North (3:52)
2. Magdalena (4:36)9. A Bend In The River (4:32)
3. Lonesome Cannonball (5:00)10. Piedmont Ridge (5:19)
4. Deep Within The Well (5:50)11. Sawbones (3:29)
5. Walkin' To Jerusalem (3:49)12. Mesquite (3:41)
6. Still Water (4:42)13. Camellia (4:36)
7. Saginaw Michigan (3:08)

Rick Shea ist relativ lange im Musikgeschäft, der richtige Durchbruch ist ihm bisher aber noch nicht gelungen. Er wird als Countrymusiker im All Music Guide geführt. Nur bedient er weder die New Country- noch die Traditionalisten-Fraktion.

Der Opener Black Eyed Girl ist reinrassiger melodischer Rootsrock mit dominierenden Gitarren. An Country-Musik erinnert nur ab und an die einsame Fiddle. Absolute Geschmackssache ist das teilweise spanisch gesungene Magdalena. Die spanischen Gitarren klingen gut, der Song leider nicht. Urlauber-Folklore mit El Condor Pasa-Touch. Genau das Gegenteil zum gelungenen Roots-Opener.
Outlaw-Country a la Waylon Jennings folgt mit Lonesome Cannonball. Ein feiner Song mit voluminösen Gitarren. Einzig die etwas schräge Fiddle stört den ansonsten guten Gesamteindruck.
Bedächtig und reichlich kitschig wird es dann auf Deep Within The Well. Ich dachte immer, Seefahrermucke wäre out. Könnte die Titelmusik vom Remake der "Schatzinsel" sein.
Walkin' To Jerusalem, Still Water und Saginaw Michigan verbreiten weiterhin gepflegte Langeweile. Still Water erinnert in seiner depressiven Art an Chris Isaak. Saginaw Michigan würde sich gut auf einem neuen Roger Whittaker Album machen. Auch die restlichen Tracks ersetzen mühelos jede Baldriantherapie. Lediglich der Titeltrack Sawbones reißt mich endlich aus meiner Lethargie. Roots-Country der guten Sorte mit jeder Menge Gitarren.

Fazit: Drei gute Songs machen halt kein gutes Album. "Sawbones" wird nach dem grandiosen Opener leider zum Rohrkrepierer. Dieser Medizinman vollbringt leider keine musikalischen Wunder, da nützt auch der ausgezeichnete Klang wenig.

Joachim Domrath, (Artikelliste), 16.02.2002

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