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Richie Arndt & The Bluenatics

Voodoo

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ZYX

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Voodoo
Voodoo, Pepper,Zyx, 2003
Richie Arndt Lead Vocals, Electric & Acoustic Guitar, Slide Guitar
Jens-Ulrich Handreka Electric & Acoustic Bass, Backing Vocals
Frank Boestfleisch Drums, Backing Vocals
Manni Hollaender Guitars
George Kochbeck Organ, E-Piano
Dieter Kropp Harp
Produziert von : Felix Janosa Länge: 53 Min 32 Sek Medium: CD
1. Little Brother O'Mine 8. Get On Board Little Children
2. 3 Men 1 Guitar9. Big City Blues
3. I Don't Believe In Power 10. Too Hot Too Handle
4. Terraplane Blues 11. Southern Fried Chicken Blues & Boogie
5. The Big Thang 12. Trouble Has Taken The Crown
6. It's Not Always Easy 13. 3rd Stone From The Sun
7. How Long 14. Mississippi

Vorbilder wie Rory Gallagher, Johnny Winter und Jimi Hendrix bilden die Grundlage für Richie Arndts Gitarrenspiel, aber nicht als einfaches Plagiat, sondern mit der notwendigen persönlichen Note.
"Voodoo" ist ein wahres Feuerwerk an Blues und Blues-Rock, gespickt mit einigen Coversongs, die hier sehr persönlich interpretiert werden. Hunderte von Live-Auftritten sprechen für die notwendige Erfahrung. Stilistisch wird auch schon mal über den Tellerrand geschaut. Da bleibt es bei manchen Songs nicht beim wohlbekannten Bluesmuster. Arndts Gitarre ist auch des Öfteren rocklastig und manchmal lässt er es richtig krachen.

Die Gäste, besonders Dieter Kropp an der Harp, ergänzen das Power-Trio hervorragend. How Long?, ein Slowblueser auf dem sich Dieter Kropp so richtig austoben kann. Ist die Harp mit von der Partie, steht diese auch soundtechnisch im Vordergrund.
Arndts mächtiges Slidegitarre-Spiel eröffnet das Album. Seine Slidesoli sind nicht von schlechten Eltern. Bottleneck ist auf der CD satt zu hören, z.B. auch auf dem etwas düsteren I Don´t Believe in Power.
3 Men 1 Guitar hingegen bietet beste Louisiana-Swamp-Qualität.

Die weiter oben bereits erwähnte persönliche Note bei den Coversongs kommt beim Terraplane Blues von Robert Johnson voll zum Tragen. Diesen Song in einer funkig angehauchten Version zu hören, bereitet Freude und ist mir bis dato bei diesem Song so noch nicht unter gekommen. Auch George Kochbecks (Joachim Kühn, Eberhard Schöner, LAKE) Orgel ist hier vom Feinsten.
The Bad Thang gehört eindeutig in die Kategorie Texas-Blues mit gekonntem Gitarrensolo. Danach wird mit dem Midtempo-Rocker It´s Not The Easy Way zwei bis drei Gänge zurückgeschaltet. Neben seinem tollen Gitarrespiel brilliert Richie Arndt ebenfalls mit ausgezeichnetem Gesang.
Weitere Abwechslung kommt durch das deutlich von Percussion getragene Get On Board, Little Children auf. Richtig groovy, swingend wird es mit Southern Fried Chicken Blues & Boogie, mit feinen Backing Vocals und einem wieder mal hervorragenden Dieter Kropp an der Harp. Da drückt man schon mal die Repeat-Taste.

Vor dem letzten Stück, Mississippi, einer akustisch gespielten Ballade mit einfühlsamer Slidegitarre und wunderschönem Gesang, kommt es mit 3rd Stone From The Sun zum fast schon obligatorischen Hendrix Zitat.
"Voodoo" bietet viel Abwechslung. Den Blues nie aus den Augen verlierend, präsentiert sich dieses Album mit einigen gelungenen Sahnehäubchen.

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 04.10.2005

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