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| Marilyn, Escape Music, 2011 |
| Steve Bettney |
Vocals |
| Paul Bradder |
Keyboards |
| Richard Bendelow |
Bass, Vocals |
| Paul Gibson |
Drums |
| Rob Bendelow |
Guitar |
| Snake Davis |
Saxophone |
| Gäste: |
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| Issa, Robin Beck, Steve Overland |
Lead Vocals |
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Länge: 52 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Norma Jeane | 7. Break The Spell |
| 2. Whither The Wind Blows | 8. Not For Sure (with Robin Beck) |
| 3. Hold On (with Issa) | 9. Like Going Home (with Robin Beck) |
| 4. Make This Body Work (with Robin Beck) | 10. Unfinished Life |
| 5. Who Am I (with Robin Beck and Steve Overland) | 11. Marilyn (with Robin Beck) |
| 6. Love Like A Razorblade | |
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Bei den meisten AOR/Melorock CDs reicht es ja, etwa 30 Sekunden Musik zu hören, dann zum Solo zu skippen, und man kennt den Track. Na gut, den Refrain muss man auch mitnehmen. Gerade den! Und so wie das Alleinstellungsmerkmal des Countrys zumeist der Text und dann das Solo ist, gibt es beim Melorock nicht wirklich große Überraschungen - will man ja wohl auch garnicht.
Doch ab und an hebt sich des kritischen Zuhörers Augenbraue - dann ist sein Ohr metaphorisch bei etwas hängen geblieben. Und so ist das bei der neuen SARACEN. Seit geraumer Zeit - genauer seit 2006 - gibt die Band mal wieder ein Lebenszeichen. Was sind das denn für Zyklen?
Die typischen Melorock Zutaten sind natürlich da: runde Produktion, satte, hymmlische Refrains, tolle Vocals. Zum ersten Mal bleibt das Ohr hängen, wenn man konstatiert, dass die Refrains und Melodiebögen genau den Tick weniger Standard sind als gewöhnlich - hier hat man sich große Mühe gegeben um - erfolgreich - etwas Herausragendes zu schaffen. Zum zweiten Mal bleibt das Ohr dann an den Saxophonbeiträgen heften - seit Mel 'All horns and everywhere' Collins in den 70ern habe ich kein so fantastisches Sax mehr im Rock gehört - und das schliest COLOSSEUMs beide Saxer ein. Dabei geht's es nicht um die Kunstfertigkeit, sondern um Emotion - sehr schöne Soli. Aber auch die Gitarren, Orgel - ohne Fehl und Tadel.
Und wenn's rockt, dann richtig - soweit, dass man im Mittelteil von Who Am I ... "I'm Just A Girl" sogar die guten alten 38 SPECIAL mit Twentieth Century Fox ihren Boogie abliefern hört.
Und wenn es melodramiert, fallen dir die Zähne aus vor lauter Süß - inbesondere wenn Robin Beck ihre exaltiert-übertriebenen Gesangslinien darbietet - das muss man mögen um es zu mögen. Die Songs mit Issa vom Ausdruck hingegen sind gar nicht übel. Aber Beck kann auch gut - im Duett mit FM's Steve Overland etwa auf besagtem Who Am I.
Wie auch immer, als Melodic Rock Album mit einem Schock an richtig guten Songs und Bock auf Rock steht das Melo-Monster aus dem Melo-Rock-Einerlei raus wie das Sahnehäubchen aus dem Kosakenzipfel, und bekommt zu Recht als eines der wenigen Alben in dieser Sparte douce points und eine HoR-TIPP-Grafik. Richtig gut.
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