|
|
| Burli, Universal Music, 2004 |
| Flo |
Schlagzeug & Gesang |
| Peter |
Gitarren & Gesang |
| Rüde |
Bass & Keyboards |
| Produziert von: Uwe Hofmann |
Länge: 39 Min 30 Sek |
Medium: CD |
|
 |  |
| 1. Laut anhören | 8. Wie kommen (Was hier los ist!!!) |
| 2. Ein kleiner Schritt | 9. Was ich behaupten kann |
| 3. Ungewöhnlich | 10. Dirk, wie ist die Luft dort oben? |
| 4. Siehst Du das genauso? | 11. Ich, Roque |
| 5. Frühling | 12. 1. Wahl |
| 6. Im Namen der Freundschaft | 13. 1. Wahl (2. Wahl) |
| 7. Andere Mütter | |
 |
In der Hitparade waren sie schon mit dieser, ihrer dritten, CD, wir sind also zu spät dran mit unserer Kritik, können nichts mehr verhindern. Aber wollen wir das? Sind die SPORTFREUNDE STILLER nicht so was wie die Bussibären der deutschen Popszene? Sozusagen die menschgewordene Quote?
Im Sommer waren sie mit dem Nuschelmeyer Herbert auf Stadiontournee, in sämtlichen einschlägigen Fernsehsendungen waren sie, die Platte verkauft sich zielgruppenübergreifend ganz hervorragend und Fans vom einzig richtigen Verein sind sie auch (gut, einen Quotenlöwen gestatten wir ihnen, das sind schließlich ebenfalls Münchner).
Die SPORTFREUNDE haben eine echte Bilderbuchkarriere hingelegt: Von der unbekannten Nachwuchsband zur Lieblingsband im bayrischen Rundfunk, von dort in die mittleren Hallen, Vertrag mit einer Majorcompany, massives Airplay und dann flugs auf große Festivalbühnen und ab in die Charts. Gründe dafür mag es viele geben, zum Beispiel ist deutsche Pop- und Rockmusik zur Zeit mächtig angesagt, aber im Kern sind sie selbst verantwortlich für ihr "Verderben". Sie sind fleißig, witzig, nicht ganz unbegabt und eben nette Kerle aus der Nachbarschaft.
Man kann es sich getrost ersparen, in die Musik der drei Jungs irgend etwas hineinzugeheimnisen, simpler Power-Pop, wahlweise kann man Alternative Rock dazu sagen, eingängige Songs mit mitsingfreundlichen Refrains und jede Menge Spielfreude. Das ist alles. "Burli" rauscht schnell und erfrischend an einem vorbei und man hat keine Sekunde ein genervtes Gefühl dabei. Ob das nun noisig, poppig, als Liebeserklärung (Was ich behaupten kann ist in der Tat beinahe ergreifend) oder im Ska-Rhythmus daherbraust, man wird mit drei Akkorden bestens unterhalten und das ist Ziel jeder Musik für den Alltagsgebrauch. Für den Kulturgenuss sind andere zuständig. Das kann man bei 1. Wahl aus berufenem Mund nachhören.
Eines kann man ihnen vielleicht vorwerfen: Sie tun niemandem weh und das könnte auf Dauer zum Bumerang werden. Zu viele Mitesser wollen solchen Darlings auf die schmalen Schultern klopfen und man wird schnell von allen möglichen Medienkaspern vereinnahmt.
Dafür haben sie mit Ich, Roque meinen persönlichen Lieblingshit 2004 gemacht.
Ihr Sportfreunde, ich mag Euch auch!
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|