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| The Party Ain't Over Yet, Sanctuary Records, 2005 |
| Francis Rossi |
Vocals, Guitar |
| Rick Parfitt |
Vocals, Guitar |
| Rhino Edwards |
Bass, Vocals |
| Andrew Bown |
Keyboards, Harmonica, Vocals |
| Matt Letley |
Drums |
| Produziert von: Status Quo |
Länge: 55 Min 05 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Party Ain't Over Yet (John David) | 8. Velvet Train (Edwards/Bown) |
| 2. Gotta Get Up And Go (Rossi/Young) | 9. Goodbye Baby (Rossi/Young) |
| 3. All That Counts Is Love (John David) | 10. You Never Stop (Rossi/Parfitt/Edwards/Bown/Letley) |
| 4. Familiar Blues (Parfitt/Bown) | 11. Kick Me When I'm Down (John David/Webb Wilder) |
| 5. The Bubble (Bown/Edwards) | 12. Cupid Stupid (Rossi/Young) |
| 6. Belavista Man (Parfitt/Edwards) | 13. This Is Me (Parfitt/Edwards) |
| 7. Nevashooda (Bown/Letley) | |
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Keine Band polarisiert wie STATUS QUO. Sogar das unbestechliche Idiotenlexikon Wikipedia setzt seinem Artikel über den Status quo ein verschämtes "Hier geht es um das politische bzw. rechtliche Konzept von Status quo, die Musikgruppe findet sich unter Status Quo (Band)" voraus. Mein Freund Michael fand sie schon 1976 äußerst langweilig, mein Vater bezeichnet sie als Krach (was er im übrigen auch über James Last sagt) und ein Herr Oberschlau im deutschen Quo-Forum mag doch tatsächlich von sich geben, dass die neue Platte einen "Ablauf wie aus der Konserve" hätte und dass "Nichts, aber auch GAR NICHTS" an der Scheibe überraschend wäre. Ja. Stoiber behauptet auch, dass wir Bayern klüger sind als Ihr.
Liebe Nicht-Lateiner, lasst Euch sagen, dass 'Status quo' immer noch nichts anderes als 'bestehender Zustand' heißt. Das wissen Francis Rossi und Rick Parfitt. Deswegen benamen sie die neue Platte mit "The Party Ain't Over Yet" (was wiederum 'es ist noch Bier im Kühlschrank' bedeutet). Das, oder ein anderes Elektrolytgetränk, braucht man nach dem Genuss der CD ganz dringend. Besser noch gleichzeitig. Kopf runter, Beine auseinander, Luftgitarre waagerecht und dann: Get down and boogie!
Wenn der Blonde "Kick me when I'm down, why don't you" plärrt und dazu dieses unglaubliche, unbeschreibliche, unfassbare, unnachahmliche, unwiderstehliche Boogiegetöse aus den Gitarren dröhnt, sitzt/steht/hüpft der Fan heulend unterm Kopfhörer und brüllt mit. Das ist so. Und alle anderen sind eh längst weg und lauschen ihrer persönlichen Lieblingskapelle.
Joah, der Titelsong ist ein kindischer Schunkelhit, This Is Me ist ein untauglicher BEATLES-Nachäffversuch, Familiar Blues ein Schlager, und der ganze ganze Rest ist halt auch whatever you want und immer on the (same) level. Nehmt Gotta Get Up And Go und rast mit dem Zeitgenerator zurück in die Zeit, als Ärger bestenfalls vom Lehrer wegen fehlender Hausaufgaben drohte und Gerd Müller die Tore auf Pass vom jetzigen Kaiser schoss und überhaupt alles besser war.
"Heavy Traffic" war vor drei Jahren ein grandioses Album und "The Party Ain't Over Yet" ist genauso gut - oder vielleicht sogar besser? Pures Lauschgift, simply Quo, natürlich nicht eine Sekunde neu oder innovativ, jederzeit wiedererkennbar und deppenkompatibel. Und wenn man denn doch mal staunt, läuft grade The Bubble und fegt dich mit einem, nein nein, kein Boogie, mit einem genial einfachen Rockgroove hinfort. Auf die Knie für dieses klitzekleine Gitarrenintro! Doch dann kommt schon der Blonde und plärrt "I am the bellavista man, I need a bellavista woman" und spielt dazu mit dem Bezopften erst auf der Elektrischen, dann auf der Akustischen und dann wieder auf der Elektrischen den herzallerliebsten Booooogie.
Leute, habt Ihr denn keinen Humör? Die paar Zehntausend, die alle Jahre wieder zu den Konzerten unserer Lieblingseinfaltspinsel pilgern haben ihn doch auch. Bob Young hat wieder drei Nummern zusammen mit Francis geschrieben und er hat sich wieder selbst beklaut, quatsch, er hat sich wieder selbst übertroffen. Gotta Get Up And Go (Rick rifft wie der Leibhaftige persönlich), Goodbye Baby (Ähnlichkeiten mit irgendwelchen anderen Liedern sind selbstredend nicht feststellbar, nicht mal Chuck Berry würde das behaupten - nümals nücht) und Cupid Stupid (der stupide Kupido ist ein verliebter Trottel) sind so tief in den Siebzigern, dass das Auge tränt, die Dritten klappern und die Hüfte quietscht. Yes, das ist grandios! Und grundsätzlich so sinnlos wie die Feierlichkeiten zum 40. Bandgeburtstag ausgerechnet im Jahr 2005. Damals hießen sie noch THE SPECTRES und waren kleine Jungs. Heute sind sie immer noch kleine Jungs und machen Entertainment für uns anderen kleinen Buben.
The Party ain't over yet. Nicht dieses Jahr, nicht nächstes und nicht im Jahr 2098, wenn wir alle längst mit den Würmern durch den Zentralfriedhof shuffeln (schaufeln?).
Most of the time haben mich STATUS QUO bisher beglückt. Das tun sie auch diesmal vollkommen. Und sie werden es immer tun. Ich liebe diese Band und sag das gerne noch 4.500 Times.
Nachtrag: Sagt doch der Promomann von der Plattenfirma neulich zu mir "und verreiß mir ja nicht die neue Quo, dann beleidigst du mich nämlich persönlich, weil ich der weltgrößte Fan von denen bin." Nein, Mann, ich verreiße diese Band nicht. Weil ICH nämlich der weltgrößte Fan bin! Und all die anderen da draußen sind auch der weltgrößte Fan.
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