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CD-Review:
Steely DanEverything Must Go | ![]() |
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"Everything Must Go". Das Literaturstudentenduo hat nach nur 3-jähriger Pause wieder zugeschlagen. Walter becker und Donald Fagen meinten, es sei Zeit eine neue CD unter die Leute zu bringen. Als STEELY DAN haben sie im Laufe der letzten Jahrzehnte Musikgeschichte geschrieben. Die Erwartungshaltung ist inzwischen bei jeder ihrer Neuveröffentlichungen enorm hoch. Bevor ich die CD starte, studiere ich wie immer das Booklet. Und ich amüsiere mich
wieder köstlich über die Texte der beiden introvertierten Notenartisten. In jeder Silbe
schimmert ihre literarische Studentenvergangenheit durch. Texte wie: Wie keine andere Band verstehen es STEELY DAN den hohen Anspruch ihrer Texte auch musikalisch entsprechend gerecht zu werden. "Everything Must Go" macht hier wieder keine Ausnahme. Fagen und Becker präsentieren mit ihrer Musiker-Crema auf's Neue Rock/Pop vom Allerfeinsten. Allein Blues Beach rechtfertigt den Kauf der ganzen CD. Unglaublich wie relaxt und
melodisch sie diesen mit vertrackten Hürden vollgestopften Song präsentieren.
Meine gesamte Muskulatur zuckt beim groovenden Rhythmus diesen neuen Jahrhundertsongs der beiden. Jahrhundertsongs haben sie ja reichlich geschrieben. Doch immer wieder tauchen neue Nuancen in ihren Arrangements auf. Neben Blues Beach verwöhnen acht weitere Song-Delikatessen auch die anspruchsvollsten Ohren. Sei es der edle Pianosound von Ted Baker oder Donald. Oder der knuffige und funkige Bass von Walter. Hier stimmt alles. Würde Johann Sebastian Bach, für mich der beste Komponist aller Zeiten, heute leben, er wäre sicherlich Bandmitglied bei STEELY DAN. Wie gesagt, es macht keinen Sinn die einzelnen Songs zu sezieren. Jeder für sich
ist ein musikalisches Kleinod auf höchstem Niveau. Und trotz der teilweise wieder äußerst komplizierten Arrangements bringen Walter und Donald die Songs mit ihrer schon einzigartig zu nennenden Lockerheit rüber. Die Special Edition enthält neben der CD eine DVD. Dort werden die beiden auf einer halbstündigen Fahrt durch Las Vegas abgelichtet. Mit verschiedenen hübschen Ladies scherzen Walter und Donald um die Wette. Hinweis: Wer auf STEELY DAN abfährt sollte sich die neue artverwandte CD von CAREY ZIEGLER'S EXPENSIVE HOBBY (siehe Review im HoR) keinesfalls entgehen lassen. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 21.06.2003
Warum werde ich bloß so sentimental, wenn ich das aktuelle Steely Dan Album "Everything must go" höre? Als Vierzehnjähriger kaufte ich mir damals, 1975, meine erste Dan-LP und zwar, "Katie lied". Fehlte auf dem 2000er Comeback "Two against nature", bis auf zwei, drei rühmliche Ausnahmen, jeglicher melodiöser Esprit, kehren unsere beiden Helden auf ihrem aktuellen Album fast zu alter Stärke zurück. Der neue Drummer Keith Carlock spielt zwar lange nicht so gefühlvoll und ideenreich wie weiland Bernhard Purdie, Steve Gadd oder Jeff Porcaro, aber gottlob sind die anderen Herrschaften in bestechender Form. Allen voran Walter Becker mit seinen ultralässigen Solo-Gitarren-Fills und filigranen Bass-Lines. Man höre und staune, Walter Becker überrascht in Slang of ages erstmalig auf einem Dan-Album mit seinen mehr als respektablen Lead-Vocals im Randy Newman meets Paul Barrere Timbre und gelangt so locker in meine persönliche Steely Dan-Highlight-Songliste. In diesen erlauchten Kreis reihen sich ebenso noch Things I miss the most, Pixeleen und Blues Beach. Superbe Songs! Danke Walter, danke Donald. Aber, wer weiß wie ich das in zwanzig Jahren sehe/höre. Am Ende singe ich vielleicht doch wieder: Frank Ipach (Craving Hands), (Impressum, Artikelliste), 27.06.2003
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