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Raw And Real

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Mascot Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Raw And Real
Raw And Real, Shrapnel Records/Blues Bureau International, Provogue Records, 2007
Stoney Curtis Guitars, Vocals
Colby Smith Bass
Charlie Glover Drums
Gäste:
Art Groom Hammond B-3
Pete Reveen Slide Guitar (Eli's Blues & Rain Over Me)
Jesse Bradman Backing Vocals, Lead Vocals (adlips) (Rain Over Me)
Mike Varney Backing Vocals
Produziert von: Mike Varney Länge: 66 Min 27 Sek Medium: CD
1. That's Right8. Eli's Blues
2. Sometimes She Likes Me9. Coldwater Canyon
3. Girlfriend10. Rain Over Me
4. Behind The Sun11. Love & Money
5. American Lady12. Dirt
6. Black Rose13. Ridin' Hard Livin' Free
7. Blues Without You

Hey, ist der nicht von den Feuersteins, dachte ich, als ich den Namen Stoney Curtis das erste Mal zu Gesicht bekam. Das war vor einigen Jahren, als ich mir den "Rockpalast Crossroads" im Fernsehen anschaute. Bei den "Flintstones", wie die Feuersteins im Original hießen, kam Tony Curtis als Stoney Curtis vor. Damals war ich für einige Zeit in England, und es dauerte, bis ich den Gag verstanden hatte.
Okay, das hat mit unserem Stoney Curtis nicht das Geringste zu tun. Unser Stoney Curtis heißt in Wahrheit Curtis Feliszak - und ich verstehe, dass er unter diesem Namen nicht bekannt werden wollte.
Nun legt er schon seine dritte Scheibe vor und die heißt "Raw And Real". Und roh und wahrhaftig geht's auch mit That's Right los und steigert sich mit Sometimes She Likes Me zu einem stampfenden Bluesrockgewitter. Girlfriend ist dagegen eher gemütlich. Doch selbst da stieben die Funken aus den unablässig schrabbelnden Gitarren.
Behind The Sun ist auch eher verhalten, gipfelt aber in einem Feuerwerk von Solo. Also nicht schlecht so was.

Was ist das denn? Ich denke, mich tritt ein Pferd als ich die Trommel im Schweinsgalopp vor American Lady höre. Aber dann fällt der Rest ein, und ein klasse Bluesrock geht ab wie Schmitz Katze. Geiles Stück.
Black Rose ist eine Nummer, die mich sehr stark an Tattoo Rosie von DELTA REBEL erinnert. Das Stück hat mit Bluesrock nichts zu tun, das ist geiler Southern-Boogie. Das System mit Strophe und Refrain spricht sehr dafür.
Blues Without You ist wieder so ein langsamer Schieber. Schade, dass niemand da ist, ich hätte gern einen Klammerblues getanzt. Nee wirklich, steh ich nicht so drauf, auf das Stück, trotz der fetzigen Bluesgitarre. Nicht meine Nummer, danke. Dann kommt das lang erwartete Eli's Blues, bei dem man erstmals Pete Reveen auf der Slidegitarre hört. Na, geslidet wird ja ganz ordentlich, aber das Stück kann mich trotzdem nicht überzeugen.
Da ist Coldwater Canyon schon eher mein Ding. Art Groom fetzt auf der Hammond und Stoney Curtis lässt der Gitarre freien Lauf. Und kein gesungenes Wort stört den Ablauf. Let's fetz. Als breche das kalte Wasser auf einen herab.
Bei Rain Over Me gibt's wieder eine Slide und Jesse Bradman singt. Sehr schön! Aber auch ein bisschen langsam. Ich will jetzt nicht so tun, als möchte ich die langsameren Stücke grundsätzlich nicht. Aber dies ist wirklich sehr langsam.
Jetzt kommt Love & Money. Das ist wieder Stoff nach meinem Näschen. Nichts und niemand unterbricht das Gefetze.
Dreck, Dirt, heißt die nächste Nummer. Genau so dreckig rockt sie auch rüber. Schönes dichtes Gitarrengeschrammel. Sehr kurzes Stück. Dann Motorengedröhn, fetzende Gitarren und dreckiger Gesang, das sind die Markenzeichen von Ridin' Hard Livin' Free. Ein Song über das Scheiß-Leben, das man besser auf dem Sattel eines Motorrads verbringt. Ich sollte meinen Bock auch mal wieder anmelden, was? Das Leben auf dem Sattel ist doch die große Freiheit, oder was?

Die STONEY CURTIS BAND ist laut, fett und recht ordentlich. Die schwächeren Stücke sind Eli's Blues und Rain Over Me, aber es gibt keine Totalausfälle. Das Geld für die Scheibe ist wirklich gut angelegt.

Manfred Hörstmann, (Artikelliste), 05.05.2008

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