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| As They Came They Slightly Disappeared, Demo/Eigenvertrieb, 2002 |
| Rabin Dasgupta |
Bass, Bass Pedals |
| Louis Gabbiani |
Keyboards, Vocals |
| Jan Sydow |
Acoustic & Electric Guitars |
| Peter Ederer |
Drums |
| Produziert von: Toby Untucht, Pofter, Timo Hintz & The Amber Light |
Länge: 32 Min 12 Sek |
Medium: CD |
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| 1. As They Came They Slightly Disappeared (4:20) | 3. Waves Of Memories (6:17) |
| 2. Calling On The Dogs (8:45) | 4. Curved Sphere (12:50) |
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Experimenteller, psychedelischer Art- und Progrock.
Wisst Ihr, warum ich mir so was überhaupt anhöre? Weil der Mensch, der mir dieses Demo zuschickt, im Jahr 1978 auf dem gleichen Pink Floyd Konzert in München war wie ich. Das war die "Animals"-Tour und die Schweine flogen durch die Olympiahalle.
Gut, dann kriegen THE AMBER LIGHT eine Chance.
Schön ist sie gemacht, die Demo-CD der jungen Band. Erster Pluspunkt.
Anlage an, CD rein, ab aufs Sofa und dann warten wir mal ab.
Hübsches Intro. Synthetische Regentropfen, ein Moog gibt seinen Senf dazu. Wo bleibt der Song?
Mensch, die Sonne scheint zum Fenster rein, angenehm warm. Ich leg mich lang, während die Jungs noch am Synthesizer schrauben. Zirp, blubber, schwurbel. Vor meinen langsam zufallenden Augen dreht sich eine Stroboskopscheibe. Wo kommt die denn her? Ach egal, sieht ja nett aus.
Krawumms!! Ich schrecke hoch. Was war das? Hat meine Frau die Tür zugeschlagen? Die ist doch gar nicht da! Ach so, nur der "Song" ist aus und endet mit einem heftigen Krach. Schade. Grade war ich eingenickt.
Ich mag Intros. Wenn sie gut gemacht sind, können sie die Stimmung einer Platte wunderbar beschreiben. Aber was zuviel ist, ist zuviel. 4 Minuten machen aus dieser Klangcollage eine wirklich anstrengende Sache. Wäre ich nicht auf dem Sofa gelegen, mein Finger hätte wohl die Skip-Taste gesucht.
Egal, denn was nun kommt entschädigt. Doors-Keyboard ganz eindeutig. Da hat der Louis Gabbiani (22) offenbar die Plattensammlung von Dad geplündert. Und aus dem Manzarek-Versatzstück wird ein 8-minütiger Song, der sich richtig perfekt durch die Weiten des psychedelischen Rock schwingt. Ein bisschen Floyd-Feeling an der Gitarre, ein wenig Marillion im Gesang. Trotzdem bleibt Calling On The Dogs eigenständig und vor allem: Es nervt nicht! Schöne Musik.
Beim 5., 6. Durchlauf kommen die Feinheiten zu Tage. Die Band kann was an den Instrumenten. Traditionelle Keyboards/Synthies, variabel gespielt, druckvoller Bass, richtig dosierte Gitarre. Keine instrumentalen Soloeskapaden.
Waves Of Memories wäre auch ein Fall für den Kollegen Martin "Drachentöter" Schneider. Das klassische Gitarrenintro, die leicht düstere Grundstimmung und dann der Übergang in den eigentlichen Song, wieder leicht Doors-beeinflusst.
Und ich mag diesen speziellen Mini Moog-Sound gern. Manfred Mann ist und bleibt einer meiner Lieblinge. Sehr schön gemacht.
Über den Einfluss auf Curved Sphere braucht man nicht lange nachzudenken. Eigentlich weiß man sogar, was als nächstes für ein Break oder Zwischenspiel kommt. Man muss sich nur auf das Stück einlassen, ein wenig Pink Floyd gehört haben und sich in die Geisteswelt einer Psychedelicrock Band einfühlen. Und dann hat man einen phantastischen Trip. Ein Glanzstück.
Die 30 Minuten dieses sehr gut produzierten Demos machen eindeutig Lust auf mehr. Egal wie man diese Musik heutzutage bezeichnen würde, neu ist sie jedenfalls nicht, die Mischung aus progressivem Rock, schön altmodischer Instrumentierung und leicht verschrobenen Spielereien ist hervorragend gelungen.
Absolut bemerkenswert ist die musikalische Leistung der Band. Im Schnitt sind die Jungs 22 Jahre alt und haben also noch viel Zeit und einen langen Weg vor sich. Die seltsamen "Walgesänge" am Anfang treiben wir Euch schon noch aus!
Well done!
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