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The Datsuns:

The Datsuns

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The Datsuns
Tour 2002 (als Support von The Hellacopters):
28.11.2002 Berlin, SO36
29.11.2002 Hamburg, Grosse Freiheit
30.11.2002 Essen, Zeche Carl
01.12.2002 Köln, Live Music Hall
15.12.2002 Stuttgart, Röhre
16.12.2002 München, New Backstage
17.12.2002 Frankfurt, Batschkapp
18.12.2002 Lingen, Alter Schlachthof
Quelle: V2 Music
'The Datsuns
The Datsuns, V2 Music, 2002 (Veröffentlichung: 21.10.2002)
Dolf De Datsun Bass, Vocals
Christian Datsun Guitar
Matt Datsun Drums
Phil Datsun Guitar
Gäste:
Dee Datsun, Marcie Bolen, Carrie Ann,
Igor de Borst, Sonic Newth
Background Vocals
Länge: 39 Min 01 Sek Medium: CD
1. Sittin' Pretty6. At Your Touch
2. MF From Hell7. Fink For The Man
3. Lady8. In Love
4. Harmonic Generator9. You Build Me Up (To Bring Me Down)
5. What Would I Know10. Freeze Sucker

3 Seiten Infomaterial von der Company. Und schon ist der Schreiber vorsichtig.
Wird etwa mal wieder ein neuer Trend promotet, die kommenden Superstars des Rock gehypt, der Anfang einer beispiellosen Karriere eingeläutet, die Zukunft des Rock & Roll gesehen?

Nichts von alledem. Es wird schlicht eine junge, neue, heiße, wilde Band angekündigt.
Aus Neuseeland kommen sie, viele Konzerte haben sie noch nicht gespielt (ein bisschen in Amerika, ein wenig in England und natürlich zuhause in Neuseeland), und es liegt uns die erste CD der Band vor.

Irgendwo hab ich den Gag schon mal gesehen, dass sich alle Bandmitglieder einen Nachnamen teilen. War es Modern & Talking?
Dolf, Christian, Matt und Phil heißen jedenfalls alle Datsun. Seltsam natürlich, aber sind diese Neuseeländer nicht alle etwas anders als andere Kinder? Man muss sich die Burschen nur mal beim Münchner Oktoberfest im Hofbräu-Zelt anschauen. Springen nackt, enthemmt und besoffen auf den Tischen zu Humpta-Musik rum und haben auch noch Spaß dabei.

Alles andere als Humpta-Musik machen die DATSUNS.
Wo es langgeht wird direkt im Opener Sittin' Pretty klar gemacht. Die alten Mott The Hoople, Bowie, T. Rex und ein paar Sleazer aus den 80ern kommen zu Ehren. Die Lead Gitarre erinnert mich an Mick Ronson.
Die Pistols sind in MF From Hell hörbar und so rocken sich die DATSUNS durch die ganze Platte.

Wieder Punk-Geplärr zu Beginn von Harmonic Generator, mächtig schräg singende Mädels im Chor. Die New York Dolls fallen mir ein. Television, Blondie, The Clash auch.
Absolut erfrischend und trotz den Anleihen aus alten Zeiten klingt's wie neu.

Klassischer Hardrock gemixt mit Streetpunk-Attitüde. Immer volles Rohr. Nicht gänzlich frei von Anspruch (What Would I Know, At Your Touch), aber ganz sicher ohne Hemmungen, den Rock-Dino-Songs frisches Leben einzuhämmern.

In Love ist mitnichten ein Liebeslied. Eine astreine Deep Purple-Orgel, ordentlich in den Arsch getreten von einer Rotzgitarre und unterlegt mit vogelwilden Backing Vocals stürmen befreit von jeder Trendkacke vorwärts. Oha, das rockt wie Schweinepest.

Und zum Schluss kommt noch mal das Deep Purple-Monster zum Vorschein. Freeze Sucker (ob es wohl eine Anspielung ist?) nennt sich das Ding. Sänger Dolf klingt natürlich nicht wie Gillan, Christian Datsun kann Blackmore nicht mal das Wasser reichen und überhaupt haben die DATSUNS selbstverständlich mit Purple rein gar nichts zu tun. So wild und wüst waren die nämlich nie.

Stellt Euch also ein Mischung aus allen guten Dingen der Seventies vor (ohne jeden progressiv-langweiligen Ton), dazu 4 langhaarige (angeblich gut aussehende) Bombenleger und die übliche Verrücktheit von Inselbewohnern.
So kann Rock & Roll bitteschön weiter gehen.

Großstadtratten unter Euch können die vier DATSUNS übrigens im November und Dezember zusammen mit den HELLACOPTERS live sehen. Gibt sicher lustige Partys.

Auf ihrer Homepage kann man lesen "ps: Oh yeah ........ DON'T believe the HYPE." Coole Jungs.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.10.2002

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