HoR Logo kl CD-Review:

The Great Divide

Remain

Logo Home-of-Rock

Remain
Remain, Pacific Music Group, 2002
Mike McClureElectric Guitars, Acoustic Guitar, Lead Vocals
Scotte LesterRhythm Electric Guitars, Acoustic Guitars, Vocals
Kelley GreenBass
J.J. LesterDrums, Percussion
Dan DugmoreSteel Guitar, Dobro
Tony HarrellKeyboards
Joe SpiveyMandolin
Chris LeuzingerAcoustic & Electric Guitar, Slide Guitar
Perry ColemanVocals
Produziert von: Chris Leuzinger Länge: 42 Min 01 Sek Medium: CD
1. Fly On (2:51)6. Bummin' Around (3:53)
2. Lost In The Night (4:20)7. Moon Is Always Full (3:15)
3. Remain (3:44)8. If You Want It That Much (3:48)
4. Gypsy Steel (3:55)9. Mary Hold On (3:32)
5. Other Side Of Midnight (4:33)10. If Not For You (3:54)

Wie lautet die Schnittmenge zwischen (New) Country, Westcoast, Desert- und Southern-Rock?
Die schlichtweg einfache Antwort lautet THE GREAT DIVIDE!
Hätte es damals ähnliche, aus dem Leben gegriffene und nachvollziehbare Beispiele in der Mathematik gegeben, wäre mir wohl die Ehrenrunde auf dem Weg zu meinem schwer erkämpften Abitur erspart geblieben...
(Die Redaktion staunt: Ein Cowboy mit Abitur? Im Lassowerfen oder was?)

Nach "The Afterglow (The Will Rodgers Sessions)" liegt mit "Remain" das zweite Werk der jungen Band in meinem Player.
Die Boys aus Oklahoma bleiben ihrer Linie treu: Kurze, präzise Songs mit schönen Melodien, von der Sparsamkeit her an den ebenfalls aus der Region stammenden J.J. Cale erinnernd, die man irgendwann schon einmal gehört zu haben glaubt und die doch beim intensiven Lauschgang ihr eigenes Flair entwickeln.
Den Stempel drückt ihnen Frontmann und Leadgitarrist Mike McClure (von ihm gibt es auch ein relativ aktuelles Soloalbum) auf. Ausgestattet mit einer Stimme, die ich mit einem von der Heiserkeit geplagten Glenn Frey assoziiere, verleiht er den Liedern diesen kratzig rootsigen Beigeschmack. Dazu kommt sein southernverwandtes Gitarrenspiel und die staubtrockenen Drums seines Kollegen J.J. Lester im Hintergrund.

Eagles, Poco, Greyhound Soul, Rambler, Steve Earle, Sister Hazel und Cross Canadian Ragweed sind Interpreten, zu denen meiner Ansicht nach Querverbindungen existieren.

Fly On (mit treibendem rockigem Rhythmus und starker Slidebegleitung), Lost In The Night (wunderschöne Midtempoballade mit zwei tollen Gitarrensoli), der Titelsong Remain ( mit gekonntem Wechselspiel zwischen akustischen und elektrischen Elementen), Gypsy Steel (eine rockige Boogienummer, die sogar unserem Fred gefallen würde) [Hmmm, was heißt 'sogar'? F.], Bummin' Around (das mich stark an Van Morrisons Nummer Tupelo Honey, auch gecovert von Blackfoot, erinnert) oder Mary Hold On ( mit dem tollen Gitarrenspiel am Ende) sind Songs, die mir persönlich am besten gefallen.

Der Hiddentrack (eine Unplugged-Nummer) kommt zwar schon nach wenigen Sekunden, ist aber eigentlich, wie so oft, überflüssig.

Die Zeit beim Hören der Stücke vergeht in Windeseile, mir gefällt's und dabei bleibt's.
Punkt. Ende. Aus!
Das Teil kriegt man bei Bärchen Records.

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 26.03.2003

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum