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| Second Hand Smoke, Eigenvertrieb, 2006 |
| Mark Duda |
Vocals & Guitars |
| Jason Mischel |
Drums, Bass, Keyboards & Trumpet |
| Gäste: |
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| Andrew Duda |
Backing Vocals (Unreal & Cut n' Run) |
| Chris Marksbury |
Backing Vocals (Unreal & Cut n' Run) |
| Produziert von: The Handful & Jon Berman |
Länge: 44 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Come Out And Play | 8. Cut n' Run |
| 2. Drowning | 9. Cold Winter |
| 3. Blood Red | 10. I Ain't Seen The Light |
| 4. Sasquatch | 11. Unreal |
| 5. Golddigger | 12. Three Sheets |
| 6. Feet To The Flame | 13. Sweet Yesterday |
| 7. Disbelievin' | 14. Dead To Me |
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Mmmh. Sollte Bobby Ingram irgendwann einen neuen Sänger für seine MOLLY HATCHET-Band suchen: Mark Duda dürfte ziemlich weit oben auf der Wunschliste stehen. Aber wer zum Teufel ist Mark Duda? Tja, da stehen wir da und gucken dumm aus der Wäsche. Mark Duda ist die eine Hälfte des Duos THE HANDFUL, er singt und spielt Gitarre und schreibt Songs, mal alleine und mal zusammen mit der anderen HANDFUL-Hälfte, Jason Mischel, der wiederum für Bass, Schlagzeug, Keyboards und Trompete zuständig ist. THE HANDFUL... nie gehört? Dann aber hurtig aufgemerkt.
"Second Hand Smoke" ist das zweite gemeinsame Erzeugnis der beiden Hochbegabten und besteht eigenen Angaben gemäß zu 80% aus Rock, zu 20% aus Roll und zu 100% aus "pure swagger". Feiner Humor. Und was noch feiner ist: Hinter dem postindustriellen Cover mit den Dreck und einem Smog-Totenkopf schleudernden Schornsteinen verbirgt sich ganz und gar atemfrischer Hard Rock der Marke "Der Herr warf Hirn vom Himmel, hat damit Rednecks getroffen und mächtig inspiriert". Will sagen, "Second Hand Smoke" ist genau die Sorte (Southern) Rock, die man sich seit Jahren von einschlägig bekannten Bands wünscht, aber vermutlich nie mehr bekommen wird, weil deren Horizont nicht so weit reicht. Beinahe modern und dabei doch bodenständig wie ein Hickorybaum. Hart und trotzdem flexibel, wohltuend melodisch klingend und immer im Takt - nicht umsonst werden aus diesem Holz Drumsticks hergestellt und die Indianer bauten daraus ihre Bögen.
Bis auf ein, zwei etwas schwächere Kompositionen sprüht die CD vor Ideen und Einfällen, technisch perfekt umgesetzt und erfreulich unaufdringlich von den beiden Musikern präsentiert. Erfreulich auch, dass anders als bei vielen ähnlich gelagerten Studioprojekten keine Technik-Freakshow stattfindet, Duda und Mischel setzen ihre Fähigkeiten beinahe schon spartanisch ein und verzichten auf jedes noch so kleine und überflüssige Selbstdarstellungssolo und auf jede Überfrachtung, setzen dafür um so mehr auf Melodien, die so eingängig sind, dass man ein ums andere Mal ein unbewusstes Déjà-vu zu erleben glaubt. Natürlich ist da viel MOLLY HATCHET zu hören, aber eben auch viel, das nach Großstadt und Heute klingt. Dazu noch die zwei wunderschönen Balladen Disbelievin' und Unreal und die CD landet in der Dauerrotation.
Der größte Teil von "Second Hand Smoke" rockt heftig daher, erinnert manchmal gar an diverse Stoner-Bands - nur differenzierter und erfrischender - und lässt die alten Recken blass aussehen. Jason Mischel streut ein paar interessante Keyboardsprengsel ein, bleibt dabei aber jederzeit geschmackvoll, und Mark Duda nennt eine der besten Stimmen der letzten Jahre sein Eigen. Eine Gefahr dürfte glücklicherweise nicht bestehen: Dieser Mann wird wohl nie dümmlich "Hell yeah" brüllen, dafür sind seine Texte zu intelligent. Wird wohl nichts mit dem Job bei Bobby Ingram. Dafür werden wir hoffentlich bald eine komplette Band namens THE HANDFUL live erleben können.
Ein eindeutiger Tipp für Southern Rocker, die auf Jam und Klischee verzichten können. Sehr starke CD.
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