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| Going Off On Two, Eigenverlag, 2011 |
| Jonathan Barrett |
Bass |
| Tony Latham |
Drums |
| Luke Machin |
Guitar, Backing Vocals |
| Andy Tillison |
Vocals, Keyboards |
| The Travis |
Saxophon, Flute |
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Länge: CD: 69 Min 41 Sek DVD: ca. 110 Min |
Medium: CD/DVD |
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| 1. Where Are They Now? | 5. A Sale Of Two Souls |
| 2. The Mind's Eye | 6. GPS Culture / The Music That Died Alone |
| 3. Perdu Dans Paris | 7. In Darkest Dreams (nur DVD) |
| 4. Paroxetine 20mg |
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THE TANGENT machen es sich und dem Hörer nicht einfach. Oder doch? Wollen Sie gar verwirren? Die letzte Studioveröffentlichung trug den trügerischen Namen "Down And Out In Paris And London" und war gar kein Livemitschnitt von Konzerten in Paris und London. Das erste Livealbum erschien nämlich bereits 2007, betitelt "Going Off On One" und wurde in einem kleinen Club in England aufgenommen. Vor der Veröffentlichung des in Bälde erscheinenden Neusilberlings "Comm" wartet die Prog-Kommune - die natürlich inzwischen als eigenständige Band gesehen werden sollte - mit der nächsten Livescheibe, betitelt "Going Off On Two", auf und die ist eigentlich gar keine Livedokumentation. Oder doch? Publikum? Fehlanzeige! Aufgenommen und gespielt wurde im Studio vor 6 laufenden Kameras, den Menschen, die diese bedienten und den Tonleuten. Fertig. Das war alles an Zuschauern. Vorteil? Gepose und "guck-mal-wie-toll-ich-progressiv-spielen-kann"-Gehabe finden keinen Platz, man kann den Jungs direkt auf die Finger schauen (zumindest auf der DVD). Overdubs haben auch keinen Platz auf "Going Off On Two", was dann wiederum dazu führt, dass sich gerade im Gesang der ein oder andere schiefe Ton dahin mogelt, wo er nicht hingehört. Das alles wiederum weckt Erinnerungen an Zeiten vor meiner Lebenszeit, als Bands wie GENESIS oder YES ebenso "live" im TV oder Radio spielten. Der Charme liegt dabei im "Rohen", Ungeschliffenen.
Nun also greifen THE TANGENT diese Tradition wieder auf, nehmen den geneigten Hörern mit auf eine Reise durch das Banduniversum, welche dann aber auf Grund der Spielzeit einer CD recht dürftig ausfällt. Lediglich sechs Songs finden den Weg auf den Tonträger, sieben durften es beim Bildträger werden. Gestartet wird mit drei Songs aus dem letzten Studio-Dreher plus einem neuen Stück (The Mind's Eye), bevor man mit A Sale Of Two Souls vom Not As Good As The Book, dem unverwüstlichen GPS Culture nochmal alles gibt und The Music That Died Alone die Zielline überschreitet. Musikalisch gibt's nichts Neues, die Jungs verstehen ihr Handwerk und beherrschen das Einmaleins des Retro Prog aus dem Effeff. Auch die beiden Neu-Tangierten Luke Machin (Gitarre) und Tony Lathan (Schlagzeug) fügen sich gut ins Gesamtgefüge ein - Letzterer hat inzwischen die Stöcke schon wieder geschmissen.
Die DVD bietet neben den o. g. Titeln noch einen Song mehr, hat das übliche wie Bandinterview und Fotoalbum zu bieten und fällt auf Grund der Location recht unspektakulär aus. Wer THE TANGENT mag, wird mit diesem Doppelpaket auf alle Fälle nichts verkehrt machen, wer Retro Prog/Canterbury mag, kann hier eigentlich auch nicht daneben greifen. Sollte man aber THE TANGENT kennenlernen wollen, würde ich lieber auf "Not As Good As The Book" verweisen, das Album, bei dem die Band in meinen Augen zeigt, zu was sie in der Lage sind.
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