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| Tin Soldiers, Valery Records, 2009 |
| Alessandro Conti |
Vocals |
| Luca Cabri |
Guitars |
| Guido Bendetti |
Guitars |
| Leone Villaniconti |
Bass |
| Mirko Virdis |
Drums |
| Gäste: |
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| Michele Luppi |
Vocals (Take Your Chance) |
| Michael Kiske |
Vocals (Hello Moon & Tears Against Your Smile) |
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Länge: 47 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A Night In The Toyshop | 7. Loser Song |
| 2. Paper Dragon | 8. Tears Against Your Smile |
| 3. Take Your Chance | 9. Final Destination |
| 4. Freedom | 10. Tin Soldiers Part 1 |
| 5. Hello Moon | 11. Tin Soldiers Part 2 |
| 6. Elevator To The Sky | |
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Dass aus dem Land der Pizza und Pasta nicht nur erotisch anmutender Schmuseschmachtpop, wohlbeleibte Opernsänger oder Metal der Marke "Megabombast" kommt, ist hinlänglich bekannt und habe inzwischen auch ich begriffen. Erwähnt hatte ich auch mal, dass die Italiener ein sehr freundliches Volk sind, mit denen man eigentlich nur in irgendwelchen Halbfinal-Spielen Ärger bekommt. Aber das ist vergessen, weil schon lange her. Dass die Italiener aber auch ein richtig lustiges Volk sind, war mir bisher noch nicht bekannt. [Leute, der weiß das echt nicht, der kommt aus dem Pott! Red.] Den besten Beweis dafür bietet diese Band.
1. Wer kommt auf die Idee, eine Band "Süßes oder Saures" zu benennen? Siehste! [Ein Halloween-Brauch, du Friedekürbis. Red.]
2. Wer lässt sich dieses misslungene Cover einfallen, auf dem einen Spielzeugsoldaten aus leeren Augenhöhlen finster anschauen, während im Hintergrund der Affe grinst? Siehste!
3. Wer covert so ungeniert bei seinen Vorbildern, dass es schon nicht mehr lustig ist? Siehste!
Das Quintett, das 2002 als HELLOWEEN-Coverband gegründet wurde, schmeißt mit "Tin Soldiers" sein zweites Album nach "Evil Needs Candy Too" auf den Markt. Aber bei aller Liebe, dem kann ich nicht viel abgewinnen. Das ist so dermaßen nervtötend, das macht echt keinen Spaß. Aber der Reihe nach.
A Night In The Toyshop ist ein Intro, das die ersten Querverweise zu den Hanseaten aufbaut, auch wenn eine eigenständige Melodie wie bei den Kürbisköpfen ausbleibt. Paper Dragon ist der Rise And Fall-Clon von HELLOWEEN. Alessandro Conti am Mikrofon klingt so verflixt nach Michael Kiske, dass es nicht mal auffällt, dass dieser die Songs Hello Moon und Tears Against Your Smile mit eingesungen hat. Bei Take Your Chance hat man sich noch Michele Luppi (ehemals Sänger bei VISION DIVINE) als Sänger geholt, der aber auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Damit ist zumindest klar, dass der bandeigene Sänger sich nicht zu verstecken braucht und mit den beiden Gastsängern scheinbar nur Namedropping zwecks besserer Verkaufszahlen betrieben wurde.
Um mich nicht falsch zu verstehen [wir sind verblüfft, er versteht sich selbst falsch], die Jungs können was an ihren Instrumenten. Was sie auch müssen, wenn sie als HELLOWEEN-Coverband ihre ersten Lire eingefahren haben. Das ist alles gut gemacht, was mich aber aufregt ist dieses nervtötende Doublebass-Geballer. Dabei bin ich ein großer Freund von HELLOWEEN und GAMMA RAY, deren Fans am ehesten mit dieser Scheibe angesprochen werden sollten, aber das ist nicht inspiriert, das ist einfach nur dummdreist kopiert und weit weg von dem was man eigenständig nennt, innovativ schon mal gar nicht - es geht einem spätestens nach dem dritten Lied total auf den Sack. Da sind die Italiener weit weg von abwechslungsreichem Songwriting.
Meiner Meinung nach ist mit den Spielzeugsoldaten kein Blumentopf zu gewinnen, vielmehr sollten sich die Herren noch mal in Ruhe Zeit nehmen und überlegen, wie sie sich mit ihrem Können von den großen Kürbisköpfen loslösen können, um es dann ein weiteres Mal probieren.
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