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| Trick Pony, WEA, 2001 |
| Heidi Newfield |
Lead Vocals, Harmonica, Acoustic Guitar |
| Ira Dean |
Bass, 12string Guitar, Baritone Guitar, Vocals |
| Keith Burns |
Acoustic Guitars, Vocals |
| Kenny Aronoff |
Drums |
| Shannon Forrest |
Drums |
| Aubrey Haynie |
Fiddle |
| Larry Franklin |
Fiddle |
| Pat Buchanan |
Electric Guitars |
| John Jorgenson |
Electric Guitars |
| Brad Ruthven |
Electric Guitars |
| Russ Paul |
Electric Guitars |
| John Hobbs |
Keyboards |
| Steve Nathan |
Keyboards |
| Michael Spriggs |
Acoustic Guitars |
| Johnny Cash |
Vocals ('Big River') |
| Waylon Jennings |
Vocals ('Big River') |
| Produzent: Chuck Howard |
Länge: 40 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Pour Me | 8. On A Night Like This |
| 2. Party Of One | 9. One In A Row |
| 3. Big River | 10. Now Would Be The Time |
| 4. Every Other Memory | 11. Can't Say That On The Radio |
| 5. More Like Me | 12. Spent |
| 6. Just What I Do | 13. Not Hidden track |
| 7. Stay In This Moment | |
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It’s not a Trick and it’s not a Sony. It’s TRICK PONY.
TRICK PONY?
Das ist nicht etwa ein dressiertes Tierchen vom Circus Krone. Nein, die dreiköpfige
Band spielt eine Mischung aus New Country und Honky Tonk. Und vorweg gesagt, ihr
Debütalbum ist ein rhythmischer Hammer.
Der Ritt beginnt mit POUR ME. Da rocken die Drei mit ihren Studiomusikern schon los
wie die Hölle. Gitarren links, rechts, oben und unten. Dazu Heidi Newfields fetzige
Stimme. Mein Körper ruckt und zuckt.
PARTY OF ONE - Track 2 naht. Der Ritt wird noch eine Spur schneller. Gleich geht
der Gaul mit mir durch. Was für ein Country-Honky-Rocker oder was auch immer.
Gitarren satt und ein perfekter Rhythmus.
BIG RIVER vereint schließlich zwei absolute Country Größen auf einem Track.
Waylon Jennings und Johnny Cash singen mit Heidi (uramerikanischer geht’s
nicht mehr)
um die Wette. Heidi spielt dazu eine umwerfende Harmonika zu den hervorragenden
und witzigen Gitarren-Arrangements.
Der Song stammt aus der Feder von Johnny Cash und geht ab wie Schmidt’s
Katze.
Unglaublich, dass Cash ihn bereits 1957 geschrieben hat. Aus Alt mach Neu. Grandios.
EVERY OTHER MEMORY. Die wunderschöne mit akustischen Gitarren vollgestopfte
Ballade läßt mich einen Augenblick zur Besinnung kommen.
Doch schon zuckt es wieder in meinem kleinen Zeh (also Fred warte bis Du Deinen
Flunken
wieder biegen kannst). MORE LIKE ME trabt in vollem Tempo über die Country-Rock
Piste.
Mit einer herrlichen Prise Southern erfreut JUST WHAT I DO. Perfekter Satzgesang
und
schweinegeile Gitarren sind das I-Tüpfelchen dieses meisterhaften Songs.
Romantisch wird’s auf STAY IN THIS MOMENT. Mein Blutdruck erreicht
halbwegs
normale Werte, die bei dem anschließenden hochmelodischen Country-Roots-Rocker
ON A NIGHT LIKE THIS wieder ansteigen. Klasse Track.
Ungewohnt mexikanisch erklingt ONE IN A ROW. LOS LOBOS lassen herzlich grüßen.
Nicht unbedingt mein Favorit auf dem Album.
Auch das nachfolgende, müde NOW WOULD BE THE TIME haut mich nicht gerade
vom
Hocker.
Aber dann strahlen meine kurzsichtigen Augen, als CAN’T SAY THAT ON THE
RADIO
aus den Boxen erschallt. Ein geiler Country Rocker mit hohem
Gehörgangs-Festsetzungswert.
Heidi liefert sich ein starkes Harmonica Duell mit den Gitarren.
Ich hab es befürchtet. Zum Ende des Albums geht der Gaul doch noch durch.
SPENT ist einer der Hammer-Songs auf dem Album. Geigen, Gitarre und witzig
versetzter Gesang machen diesen Hochgeschwindigkeits Track zum Erlebnis.
NOT HIDDEN TRACK zeigt zum Abschluß, was so alles bei der Aufnahme schief
gehen
kann. Zum Schmunzeln, aber nicht zum Rocken gedacht.
Was TRICK PONY auf ihrem Debütalbum abliefern hat musikalische Rasse und
Klasse.
Die Songs strotzen nur so von Tempo, Melodie und Saiteninstrumenten.
Für mich die NEW COUNTRY Entdeckung des angehenden Jahres 2001.
Der Klang ist ungemein sauber, klar und transparent. Eine rundum erstklassige
Produktion.
Joachim Domrath (Impressum, Artikelliste), 25.04.2001
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