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| Triple Trouble, Demo/Eigenproduktion, 2001 |
| Ruben Killian |
Vocals |
| Harald Seeger |
Guitar |
| Uwe Dinkel |
Bass, Vocals |
| Eberhard Köder |
Drums |
| Produziert von: Triple Trouble |
Länge: 40 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I Thank You | 6. Worried Life Blues |
| 2. He Don't Play Nothing But The Blues | 7. Further On Up The Road |
| 3. Thrill Is Gone | 8. Motivation Of Love |
| 4. Don't Think Twice | 9. Blue Jean Blues |
| 5. Walking By Myself | 10. Pretty Woman |
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Ich höre sie. Die Leute, die jetzt wieder sagen: "So eine Musik muss man live hören!".
Genau Jungs. Ihr seid mir die Allerliebsten. Wo schaut ihr euch den "solche" Musik live an? Wenn Gary Moore kommt. Oder Eric Clapton. Da legt ihr dann 95 Mark auf den Tisch und sitzt bequem auf der Tribüne. Reihe 48.
Aber wann ward ihr zum letzten mal in einem kleinen Club? Dort wo die wirkliche Musik spielt. Für ca. 9 Jahren, oder?
Und da seid ihr nach dem zweiten Set gegangen, weil eure Lady den "vielen Rauch" und den "infernalischen Lärm" nicht mehr ausgehalten hat.
Und daheim wird Gary Moore nur während dem "Frauenstammtisch" aufgelegt. Weil man da ja alleine zuhause ist.
Ich kenn' euch doch.
Tja, es ist traurig aber wahr. TRIPLE TROUBLE sind mal wieder eine Kapelle, die so haarscharf am Zeitgeist vorbeischwebt, dass sie letztlich nur einen kleinen, begrenzten Fankreis ansprechen. Aber das dürften dann wohl die richtigen Leute sein.
Als Boygroup gehen sie nicht mehr durch. Als Coverband auch nicht (weil viele Songs im Repertoire eine ganze Ecke vom Original entfernt sind). Für die Hitparade sind sie zu altmodisch. Was bleibt? Die Clubs. Da wo's richtig nach Zigarettenrauch und Bier riecht, da wo Kutten und Cowboystiefel nicht an der Gardarobe abgegeben werden müssen. Und da, wo die Mädels den kurzen und die Bands den guten Rock (vor-) tragen.
What we are talking about? Blues und Rock! Rhythm & Blues und Boogie!
TRIPLE TROUBLE kommen - mal wieder - aus dem Schwäbischen. Genauer aus dem Großraum (?) Plochingen. 4 gestandene Musiker, mit jeweils langjähriger Banderfahrung und das hört man diesem "Demo" auch an.
Druckvoller, differenzierter Sound, ohne Schnörkel, punktgenau, trocken und mit etlichen instrumentalen Schmankerln versehen.
Erster Eindruck bei I Thank You, dem ZZ Top Klassiker: Ups, der Sänger klingt etwas dünn.
Der Eindruck dauert aber nur 12 Sekunden, denn dann wird klar, der Ruben Killian hat eine Stimme, die weit über den üblichen Blues-Shoutern steht. Kratzig genug, um in der Bob Hite-Liga mitzuspielen, aber variabel genug, um auch mal den Bob Seger zu schmettern. Für Gary - ich will auch Blues machen - Moore reicht's allemal.
Gitarrist Harald Seeger (der schwäbische Rocker an sich wird ihn kennen) ist kein Überschallflitzefinger. Aber seine Soli kommen messerscharf, die abwechselnde Solo-, Rhythmusarbeit erzeugt keine Löcher (wie oft bei 1-Gitarren-Bands) und klingt ehrlicher und deftiger als viele der jungen Gitarrenhelden, die uns seit Jahren als potentielle Gallagher-, Green-, Vaughan, etc. Nachfolger untergejubelt werden.
Uwe Dinkel und Eberhard Köder schieben mit Bass und Schlagzeug die Songs schön nach vorne, damit nie ein langweiliger Blues-Aufguss aus den Boxen kommt.
Sehr fein ist die Ausgabe von He Don't Play Nothing But The Blues. Absolut frischer Bluesrock.
Walking By Myself tönt zwar schwer nach Gary Moore, ist aber von der Spielfreude eher im Bereich von Johnny Winter anzusiedeln.
Der olle ZZ Top-Schleicher Blue Jean Blues kriegt eine nette Eigenblutinfusion, Motivation Of Love kenne ich in keiner besseren Version und Pretty Woman ist und bleibt ein Top-Song.
Die vorliegende CD ist nicht offiziell käuflich, aber die Band freut sich immer, wenn ein Bluesrock-Freund eine Kopie haben will. Wer also mal was Frisches aus dieser Musikabteilung im Player haben will: Schreibt die Jungs an!
Und geht zu den Konzerten!
Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste) 31.10.2001
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