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Remnants Of A Broken Soul

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Remnants Of A Broken Soul
Remnants Of A Broken Soul, Sweden Rock Records, 2003
Lollo Sköllermark Guitar
T. Park Guitar
Adde Psilander Bass
Eke Petterson Drums
Daniel Samuelsson Vocals
Gäste:
Robin George Guitar (Twinball)
Dave Hlubek & Jay Johnson Guitar (Broken Soul)
Produziert von: P-O Saether & Twinball Länge: 54 Min 55 Sek Medium: CD
1. Twinball7. Broken Soul
2. Ruler Of The Spinning World8. We Are Alone
3. Times Of Destiny9. Inner Light
4. Don't Pay The Ferryman10. Know Your Enemy
5. Tears Of Guilt11. Reach Down
6. My Bleeding Evil

Manchmal ist ein Presseinfo eher abschreckend. Liest man beispielsweise "...THIN LIZZY-Coverband..." und "...verschiedene Stilrichtungen des Rock, Metal und Pop...", dann erlahmt meinerseits das Interesse beinahe. Irgendwie kann man sich das Ergebnis bildlich bzw. akustisch vorstellen. Speziell, wenn die betroffene Band auch noch aus Schweden kommt. Was haben wir da in den 80ern schon alles ertragen müssen...
Aber manchmal erlebt man auch positive Überraschungen.

TWINBALL haben tatsächlich als Lizzy-Coverband begonnen, aber das liegt 5 Jahre zurück und inzwischen haben die fünf Nordmänner einen durchaus eigenständigen Sound vorzuweisen. Das mit dem Pop muss man nicht all zu dramatisch bewerten, denn diese Abteilung erschöpft sich weitgehend in der Coverversion von Don't Pay The Ferryman (jaja, die alte Chris DeBurgh-Schmonzette - jaja, ich weiß, Martin S. findet das Lied schon immer genial - für mich war DeBurgh immer ein Warmduscher). Und diese Fassung kriegen TWINBALL mehr als achtbar und vor allem rockig hin. Kommt gut, auch wenn Sänger Daniel Samuelsson ein paar Schluck Weichspüler vorher gegurgelt hat.

Einen hervorragenden Eindruck hinterlassen beide Gitarristen. Vor allem, wenn knackige Twin-Gitarren anstürmen. Das hat was.
Manchmal belassen sie es allerdings nicht bei 2 Gitarren. Beim Opener mischt Robin George mit und bei Broken Soul gibt es eine ganz besondere Überraschung: Dave Hlubek und Jay Johnson von den SOUTHERN ROCK ALLSTARS!
Broken Soul hat aber mitnichten etwas mit Southern Rock zu tun. Es ist eine gute, melodische Hardrocknummer mit tollem Gitarrenmittelteil. Warum klingen die SRA nur immer so dünn?

Was finden wir auf diesem spannenden Album noch? Dezente NWOBHM-Einflüsse, ab und an mal einen fetten METALLICA-Einschub, allerdings mit Können und Melodie (Ruler Of The Spinning World ist ein Kandidat für meine nächste Monats-Compilation) und viel klassischen Hardrock. Der Gesang ist äußerst variabel (bis hin zu Ozzy), Bass und Drums ballern ordentlich, die Produktion ist tadellos.

Für mich, als 4/4-Takter, kommt der Rock & Roll etwas kurz. Die eine oder andere lockere Abgehnummer im Ausfallschritt hätte mir natürlich gefallen. Aber trotzdem, die CD ist bärenstark! Eindeutig die momentan heißeste Veröffentlichung von Sweden Rock Records. Nur die überlange Schlussnummer hätte eigentlich nicht sein müssen.

Fred Schmidtlein , (Impressum, Artikelliste), 14.02.2003

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