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| Fragile, Edel Contraire, 2003 |
| Sam Brown |
Vocals |
| Leo Philipp Schmidt & Hanna Michel |
Keyboards, Gitarren, Geige, Programming |
| Jule Nickel-Flaksman |
Cello |
| Hakim Ludin |
Percussion |
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Länge: 43 Min 31 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Time To Leave | 7. Treasure Island |
| 2. Yellow Fields | 8. Walking |
| 3. Fragile | 9. Outlines |
| 4. Glass | 10. Yellow Fields (Cello version) |
| 5. Introduction | 11. Fragile (French version) |
| 6. Turning Back | |
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Sie hat sich stilistisch nie in Schubladen sperren lassen, und eine erfolgreiche Solokarriere als Pop-Chanteuse - nach Vorgaben einer Plattenfirma! - war ihr nicht wichtig. Vielleicht hätte Sam Brown nach ihrem Debütalbum (mit dem Smash-Hit Stop!) ein Star werden können, doch dann wären wohl "Kompromisse" fällig gewesen - und die waren nicht ihr Ding.
Die einst wasserstoffblonde, nunmehr brünette Sängerin, mit einer variablen und ungemein ausdrucksstarken Stimme gesegnet, hat sich - ganz in der Tradition ihrer Eltern - nicht verbiegen lassen, hat sich wie Vicki und Joe Brown lieber im Hintergrund ihrer musikalischen Passion gewidmet. Dabei wäre es unfair, sie nur als exzellente Background- und Duettsängerin (u.a. für Jools Holland, Black, Sting, George Harrison und gar die SMALL FACES!) zu loben. Ihre Soloalben waren, vom Debüt abgesehen, kommerziell eben keine Kassenschlager, dafür stets ambitioniert und eigenwillig. Ihre künstlerische Unabhängigkeit hat für sie, die seit Jahren mit Ehemann Robin Evans (u. a. MANIC STREET PRECHAERS) und Töchtern in Schottland lebt, oberste Priorität.
Folglich fiel es ihr auch nicht schwer, das jüngste CD-Projekt des in Neustadt/Weinstraße ansässigen Ärzte- und Künstlerpaars Leo Schmidt & Hanna Michel stimmlich zu veredeln. Ein konventionelles Rock- bzw. Pop-Album ist mit "Fragile" dabei erwartungsgemäß nicht herausgekommen. Schmidt hat mehr oder weniger sperrige Songs komponiert, denen er im heimischen Studio mit vorwiegend elektronischen Instrumenten Leben einhaucht. Gleichwohl betören diese Songs, gerade auch durch Sams sensiblen (Sprech-) Gesang, nach wiederholtem Anhören mehr und mehr.
Der Opener Time To Leave geht sehr wohl ins Ohr, erst recht der balladeske Titelsong, der fast schon hitverdächtig melodiös wirkt. Letzteren singt Sam auch noch in französisch; schon auf früheren Alben (z.B. "April Moon": S'envoler) hatte sie ja aus ihrer Liebe zum frankophonen Lied kein Hehl gemacht.
Schmidt bedient sich für die Arrangements seiner Kompositionen aus unterschiedlichsten Stiltöpfen, die er dann auch noch munter vermischt. Da fließt alles zusammen: Psycho-Rock, Jazz, zeitgenössische E-Musik, Electro-Pop, Techno, New Age u.v.m. Auch wenn Sams Gesang bisweilen Assoziationen zu Kolleginnen wie Kate Bush, Björk, Sally Oldfield und Anne Clark weckt; es ist ihre Stimme, die die z.T. recht gegensätzlichen Songs miteinander verbindet.
Was stört? Wer (wie ich) Drumcomputer partout nicht mag, sollte eben geflissentlich darüber "hinweg" hören.
Als Fazit bleibt: Ein durch und durch hörenswertes, stilübergreifendes Album, das nicht zu Unrecht für den deutschen Schallplattenpreis nominiert worden war.
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