| Todeskunst, John Silver Verlag, 2007 |
| Benjamin 'Le Ben' Krombach | Gesang |
| Roland Baumgarten | Dudelsack |
| Ina Göhring | Violine |
| Michael Radisch | Gitarre |
| Stefan Swafing | Bass |
| Benjamin Blisse | Schlagzeug |
| Gäste: | |
| Meister Selbfried | Bombarde |
| Olkay Sökmen | Gesang |
| Adam Markowski, Julia Berghoff, Katharina Streit, Friederike Borchert |
Streicherquartett |
| Produziert von: René Fischer und Volkstrott |
Länge: 57 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Zu schön | 8. Schuld |
| 2. Augenblick | 9. Scherbentanz |
| 3. Todeskunst | 10. Aus meiner Brust |
| 4. Maskenball | 11. Nur Du allein |
| 5. Feuersbrunst | 12. Abendrot |
| 6. Deine Welt | 13. Im Schatten |
| 7. Reißt die Mauern ein | |
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Die Instrumentierung mit Violine und Sackpfeifen legt zunächst die Vermutung nahe, dass mit VOLKSTROTT eine weitere Band
ungeduldig mit den Hufen scharrt um die Mittelalterszene zu bereichern. Doch weit gefehlt.
Die Berliner vollziehen gleich zu Beginn ihrer noch jungen Karriere einen Evolutionssprung zu dem Bands wie
SUBWAY TO SALLY,
TANZWUT oder
IN EXTREMO einige Alben benötigten und tauchen
gar nicht erst in die schillernde Welt der Spielleute ein. Statt dessen hat man sich gleich für den direkten Weg von
einer im Punk verwurzelten Formation hin zum harten Rock entschieden.
VOLKSTROTT rocken schnörkellos geradeaus, entfalten durch die effektiv eingesetzte Sackpfeife zusätzlichen Druck und
verpassen dem Ganzen durch die Violine einen aparten Folk-Touch. Würde jetzt auch noch das Schlagzeug richtig knallen,
VOLKSTROTT würden mühelos alle und jeden wegblasen.
Dieser kleine Schönheitsfehler rückt in Anbetracht des gelungenen Songwritings jedoch mehr und mehr in den Hintergrund
und fällt angesichts von großartigen Songs wie dem dramatischen Feuersbrunst, dem Ethno-Rocker Scherbentanz
oder dem geradezu hypnotischen Titelstück kaum noch ins Gewicht.
Nicht auszuschließen ist, dass die morbiden Texte von dem einen oder anderen selbsternannten Moralapostel den Stempel
'gewaltverherrlichend' aufgedrückt bekommen werden, aber dann hat man einfach das Augenzwinkern mit dem sie präsentiert
werden schlicht und ergreifen nicht erkannt.
Natürlich werden all die Burgfräulein und edlen Recken die Band innig in ihr Herz schließen, weil die Berliner auch ohne
Mittelalterimage und entsprechende inhaltliche Komponente für diesen Hörerkreis musikalisch überaus attraktiv sind.
VOLKSTROTT können aber mehr noch als andere Bands zum Mittler zwischen den Welten werden und der Folk Rock- und Folk
Metal-Szene neues Publikum aus dem traditionellen Rock-Sektor zuführen.
"Todeskunst" hat mich alles in allem schwer beeindruckt und begeistert. Seinen Platz unter den herausragenden
Veröffentlichungen des Jahres hat es schon so gut wie sicher.
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