|
|
| Bang Your Head Festival 2005, Frontiers Records, 2008 |
| Mike Tramp |
Vocals |
| Jamie Law |
Guitars |
| Claus Langeskov |
Bass |
| Troy Patrick Farrell |
Drums |
| Henning Wanna |
Keyboards |
|
Länge: ca. 90 Min |
Medium: DVD |
|
 |
 |
| 1. Lights N Thunder | 8. Tell Me |
| 2. Hungry | 9. Wait |
| 3. Lonely Nights | 10. Radar Love |
| 4. Broken Heart | Bonus: |
| 5. Fight To Survive | Film: Lights N Thunder (Across USA Tour 2005) |
| 6. Little Fighter | Bang Your Head Interview |
| 7. Living On The Edge | Slideshow |
 |
Mike Tramp beendet das Interview mit den Worten "It kicks ass" ... und genau das machen WHITE LION beim 2005er Bang Your Head nicht. Aber der Reihe nach:
1983 gründete der Sänger Tramp zusammen mit Gitarrist Vito Bratta die Formation WHITE LION, nachdem er zuvor bereits 6 Alben mit seiner Band MABEL eingespielt hatte. Und die 80er-Jahre waren für die Jungs an sich auch ein ganz gutes Pflaster. Alben wie "Fight To Survive" im Jahr 1985 oder aber auch "Pride" 1987 verkauften sich recht zünftig. Dazu gab es mit den Auskoppelungen Wait und When The Cildren Cry ordentlich Radio Airplay, was dazu führte, dass die aus New York stammende Band auch bei uns auf sich aufmerksam machte.
Das Line-up wechselte des Öfteren, am spektakulärsten war vielleicht die spätere Verpflichtung von Greg D'Angelo (Ex-ANTHRAX). Auf dem 1989 erschienenen Werk "Big Game" attestierte man WHITE LION, den "Heavy Rock mit Blues Feeling". Dabei war man auch politisch und kritisch unterwegs, in dem man im Song Little Together den Untergang der "Rainbow Warrior" inhaltlich betrachtete [Nähere Info bei Wikipedia]. Mit dem Cover Radar Love von GOLDEN EARRING rockten WHITE LION gehörig ab.
Nach der Veröffentlichung von "Main Attraction im Jahr 1991 verschwanden Mike Tramp und seine Jungs zunächst von der Bildfläche.
Inzwischen spricht man von einer so genannten Reunion und 2005 folgte der hier aufgezeichnete Gig beim Bang Your Head Festival.
Tramp kann nicht singen (es stellt sich die Frage, ob er das jemals konnte) und er ist nach wie vor ein Poser vor dem Herrn. Das Konzert wird leider von einem auf dem Festival durchgeführten Interview immer mal wieder unterbrochen. Das ist sehr ärgerlich, zumal das Gespräch sich in der Bonus-Sektion als Ganzes befindet.
Die beiden Eröffnungsnummern Lights N Thunder und Hungry sind langweilig und haben keinen Drive. Das wird mit Lonely Nights und Broken Heart deutlich besser, sie rocken. Wenn ich allerdings den geschminkten Claus Langeskov mit den lackierten Fingernägeln an der Bassgitarre sehe, fällt mir wenig bis gar nichts mehr ein. Dahingegen ist Schlagzeuger Troy Patrick Farrell gut drauf und auch Gitarrist Jamie Law macht einen äußerst souveränen Eindruck. Als Ganzes ist die Truppe, die Tramp da um sich geschart hat, nicht wirklich schlecht. Umso mehr schlägt es einem auf den Magen, wenn man hört, wie genial der Mann in Tell Me vollkommen daneben liegt.
Der abgespulte Auftritt ist eine kleine Achterbahnfahrt. Mal stimmt alles und es knackt. So zeigen die Jungs mit Wait, dass WHITE LION damals zu Recht ein bisschen abgeräumt haben, und die Schlussnummer Radar Love zwingt sogar den Bassisten zum grooven, dafür versemmelt Tramp diesen Klassiker mit voller Hingabe. Einfach nur schlecht!
Als Fazit muss man zugeben, dass es ohne Frage ganz angenehm ist, wenn man auch von dieser Band mal wieder etwas vernimmt, aber ganz ehrlich: Für eine fabelhafte und lohnenswerte DVD hat WHITE LION beim Bang Your Head 2005 schlicht und einfach die Klasse gefehlt. Das Label hätte sein Geld in eine zukunftsträchtige Band stecken sollen!
Das aktuelle Album "Return Of The Pride" kenne ich gar nicht…
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|