HoR Logo kl CD-Review:

As Cities Burn

Hell Or High Water

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > As Cities Burn > Hell Or High Water

Link Homepage:
As Cities Burn @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Tooth & Nail Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Hell Or High Water
Hell Or High Water, Tooth & Nail Records, 2009
Cody Bonnette Vocals, Guitar
Colin Kimble Bass
Aaron Lunsford Drums
Chris Lott Guitar
Produziert von: Tyler Orr & Cody Burnette Länge: 42 Min 10 Sek Medium: CD
1. '84 Sheepdog6. Pretty
2. Errand Rum7. Daughter
3. Into The Sea8. Pirate Blues
4. Made Too Pretty9. Capo
5. Lady Blue10. Gates

Schade, nun sind sie nicht mehr, die Stadtverbrenner. Laut MySpace hat sich die Band aufgelöst (als sie hörten, dass ich eine Review schreibe…)
[Weißte, das sind Christen und dann laufen sie doch davon, wenn sie die Backe hinhalten sollen. Verlogen ist das. Red.]

Merkwürdiger Name war das, fast so merkwürdig wie THE WHO, wobei wir beim Thema wären. Nicht, dass die Musik der ACB der der WHO wirklich im Sound oder von der Melodik her ähnlich wäre, aber eines wage ich festzustellen: My Generation hieße heute '84 Sheepdog und würde wohl auch genauso roh und unbehauen in die Mikes gehauen wie hier, genauso ohne allerdings zu vergessen, dass ein Song eine Melodie und einen Refrain braucht - und auch das ist hier vorhanden. Der Drummer ballert fast so chaotisch ins Fellgebirge wie Moonie, Cody singt fast so wild wie Roger Daltrey und der Bass knurrt auch schön. Was aber tatsächlich gleich ist, ist die dargestellte Attitüde von 'Ihr wollt mich nicht und ich euch auch nicht und ihr habt mir Böses angetan'. Pete wäre wohl so stolz auf Cody wie auf seinen Sohn, und Errand Run hat genau die gleiche Qualität.

Und während du noch hoffst, dass die WHO wiederauferstanden sind (naja, eigentlich hofft das niemand, aber eine schöner Traum ist es doch), ändert sich das Songwriting und wird post-punkiges Geschrammel, entfernt ähnlich zu dem, was ein Neil Young früher gemacht hat. Ein bisschen dreamy athmosphere von PINK FLOYD kann man auch konstatieren.
Sehr beeindruckend ist 'Into The Sea, aber nicht so rockig wie die ersten beiden Songs - etwas jaulend, vielleicht? Made Too Pretty nimmt etwas Fahrt auf, aber Codys Gesang zwischen zerbrechlich und weinerlich und schreiend lässt keine Hoffnung aufkommen - die Welt ist nicht schön. Rätselhafte Texte. Der Song hat was von QUEENs We Will Rock You; und wenn es nur das monotone Ballerschlagzeugspiel ist (die Stadionrefrains sind es jedenfalls nicht).
Lady Blue beginnt mit kaum zu hörendem Gesang, um in der Mitte in einen Prison-Song zu münden, komplett mit Steinegehämmer und Kettengeklirr; endet dann midtempo und sehr melodisch, vielleicht KINKS-nahe, wenn man schon Look-alikes nennen muss?
Pretty ist dann wirklich ein Young-naher Countryrocker. Die absolute Hoffnungslosigkeit und die Akzeptanz der Tatsache, dass man dann doch nicht anders wird als die Alten findet Niederschlag in dem fast als Schlaflied vorgetragenen slow-bluesigen Daughter. Minimalismus auf höchster Stufe, Lou Reeds "Blue Mask" kommt einem in den Sinn.
Pirate Blues ist ein solcher, und Capo bietet allerlei auch elektronische Spielereien und wiederholt in der Monotonie des Refrains '84 Sheepdog. Der Kreis ist geschlossen.

Eckig, nicht leicht zugängig und dann doch wieder, nicht melodisch und dann plötzlich doch - GREEN DAY fehlt genau diese Prise Verstörtheit und Verstörung, um wieder vom Mainstream wegzukommen (wenn sie das dann wollten, was ich bezweifele).
Hätte es am Anfang nicht gedacht, bin aber dankbar, dass ich die Chance bekam dieses Ding anzuhören und zu verdauen. Gut.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 10.08.2009

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > As Cities Burn > Hell Or High Water

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum