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| Blackwater James, Eigenvertrieb, 2009 |
| Christopher James |
Vocals, Guitar |
| Deanna Passarella |
Guitar |
| Josh Burns |
Bass |
| Todd Schlosser |
Drums |
| Gäste: |
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| Cara Pollock |
Keyboards |
| Michael Wilbon Piercy |
Backing Vocals |
| Produziert von: Gus Boxer |
Länge: 44 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. All Fired Up | 7. Stone Cold |
| 2. Midnight Train | 8. Sick Generation |
| 3. Scandalize | 9. Wake Me |
| 4. Roses & Rain | 10. Rock Steady |
| 5. Taste | 11. 8 Letters Gone |
| 6. Stand Up | |
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Uih, die sind jung. Und ungestüm. Und aus Nashville. Aus Nashville, Tennessee? Jesses. Wilde junge Cowboys auf dem reaktionären Trip etwa?
Entwarnung, Herrschaften, die in der Tat sehr junge Band BLACKWATER JAMES ist nicht reaktionär, sie ist nur eine Reaktion auf den CD-Schrank älterer Geschwister oder achtenswerter Eltern. Und BLACKWATER JAMES ist eine Band, die uns, so sie durchhält, vermutlich noch einigen Spaß bereiten wird. Dieses Debut tut das zwar auch, aber da ist noch viel Platz nach oben. Passt auf!
Drei Kerle und eine Frau an der Gitarre, das ist schon mal leicht abweichend von der Norm. Frauen im Rock & Roll haben schon immer etwas (das ist ohne jeden Chauvinismus gesagt), denn eine Frau bewegt sich einfach anders und ist grundsätzlich angenehmer anzuschauen als ein kauziger Typ. Ok, das ist natürlich die Sichtweise eines Heteros, für die Damen und Schwulen gibt es beileibe genügend andere Musterexemplare in der Rockmusik. Aber egal, es ist sekundär, dass bei BLACKWATER JAMES eine hübsche Rothaarige an der Gitarre agiert. Wichtig ist, dass sie das gut macht.
Der Nachnamensgeber der Band, Christopher James, ist etwa Mitte Zwanzig und hat schon gefühlte 63 Bandprojekte hinter sich, aber offensichtlich momentan mit BLACKWATER JAMES seinen musikalischen Lebensmittelpunkt gefunden. Man hört seinen Songs und seinem Gesang an, dass er die Phase einer Coverband hinter sich lassen möchte. Im Live-Repertoire finden sich die Einflüsse natürlich wieder, da wird von AEROSMITH über GUNS N' ROSES zu JET fleißig gecovert, und logischerweise sind die eigenen Kompositionen von all den Größen geprägt, aber einen so anmachend shuffelnden Kracher wie Midnight Train muss man erstmal selbst hinkriegen. Scharfe Gitarrenlicks und ein Auf-die-Nuss Solo inklusive. Wenn jetzt noch der Sound etwas fetter wäre, BLACKWATER JAMES wäre aus dem Stand ein Bringer. Aber diese jungen Leute haben noch Zeit.
Roses & Rain geht ähnlich ab, hat sogar noch giftigere Licks (C.C. DeVille von POISON zockte früher ähnlich) und das erste Double-Lead-Solo der CD. Denkt man sich zu DeVille noch einen George Thorogood in Hard-Rock-Laune, hat man etwa das Feeling von BLACKWATER JAMES.
Klar, KISS und MÖTLEY CRÜE spielten sicher in der Sozialisation auch eine Rolle. Das Thema "American Rock & Roll" wird in Sick Generation recht ansprechend KISSig abgehandelt - und es wird dabei keinen Truppen in Afghanistan oder sonst wo gehuldigt. Welch Wohltat. Dafür sind die beiden Balladen des Albums unerheblich.
Ein prima Auftritt einer höchst angenehmen jungen Band. Wie gesagt, da ist noch Luft nach oben, aber viele Oldies ähnlicher Provenienz segeln unter der Messlatte von BLACKWATER JAMES heute schon durch. Wenn bei der nächsten CD auch noch der Sound adäquat knallt, wird ein großes Dings aus der Chose. Oder wenigstens ein kleines großes Ding, wie es weiland RAGING SLAB war. Für dieses Mal gibt es Applaus und einen Strauß Vorschusslorbeeren.
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