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| This Is What We Do - Live In Poland, Metal Mind Productions, 2009 |
| Tim Birrell |
Guitar |
| Mark Colton |
Percussion, Vocals |
| Martin Meads |
Drums |
| Jim Murdoch |
Bass, Background Vocals |
| Mike Varty |
Keyboards, Background Vocals |
| Produziert von: Tomasz Dziubinski |
Länge: ca. 188 Min |
Medium: DVD |
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| 1. The Game | 9. A Kindness |
| 2. Turn The Gun Around | 10. The Letter |
| 3. Skin Trade | 11. From The Cradle… |
| 4. Seems Like Yesterday | 12. ... To The Grave |
| 5. Field Of Vision - Medley: | Bonus Video: |
| - a. Power To The 9th Degree | Behind The Scenes: Rehearsal (2008) |
| - b. Phantom | Rhetoric Photo Shoot (2006) |
| - c. Rules Of Engagement | CredoCam - in Poland (2008) |
| - d. Good Boy | "From the Cradle…" - Live at the Rotherham ProgFest UK 1999 |
| 6. Round And Round (working title) | "The Letter" (Excerpt) - Live at the Rotherham ProgFest UK 1999 |
| 7. Too Late… | "Too Late To Say Goodbye" - Live at The Summer's End Festival UK 2006 |
| 8. ... Too Say Goodbye | |
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Die Abkürzung PROG steht ja für Primär Rational-Orientierte Gesamtrezeption. Soll heißen (sorry, ihr Prog-Jünger, ich muss das dem da hinten mal erklären), diese Musik ist komplex und man findet nicht den leichten Zugang wie zu einem AC/DC Ballerstück, daher ist sie gedacht für die Reichen im Geiste und Verständnisvollen in der Strukturanalyse. Als Lohn für die Rezeptionsmüh' ist sie aber abwechslungsreicher als ein simples Highway To Hell und bietet Langzeithörgenuss, heißt es.
[Hört, hört! Wir Boogie-People sind arm im Geiste und des geraden Denkens nicht mächtig. Darüber sprechen wir beizeiten noch mal, Herr Kollege. F.S.]
Allerdings, so muss man warnen, reicht es nicht, sich den Sticker 'Prog' auf die CD zu kleben (oder zu sagen, die Leute tun das, und wenn sie das so wollten, hätte man damit kein Problem) und zu hoffen, damit ist die Sache ok.
Auch reicht es nicht, einfach elegisch lange Stücke mit dahin fließenden Gitarrensoli, wabernden Keyboards und ein ums andere Mal 400-Umdrehungen Drumrolls zu produzieren. Dies zumal, wenn die Gitarrensoli den Eindruck erwecken, immer demselben Muster und Aufbau zu folgen.
Letztlich, um das gerade noch anzufügen, macht leider auch der Sänger als Bühnenderwisch den Kohl nicht fett, so gut er seine Sache angesichts des stoisch in seinen Sitzen verharrenden polnischen Publikums auch macht. Gut, Mark Colton sagt zwar, er fände das polnische Publikum ganz toll und wolle es am liebsten mit nach Hause nehmen (was er wohl auch getan hat, den England ist das beliebteste Zielland für polnische Migranten - no joke!), aber trotzdem führt dieses reservierte Verhalten, sei es auch typisch für polnische Audiences, nicht dazu, die Band zu Höchstleistungen anzustacheln.
All das wissen CREDO natürlich. Deshalb haben sie ganz schlau und dramaturgisch genial ein Medley von ihrer ersten CD und auch einen neuen Titel in die Mitte der DVD gefügt, und diese Tracks sind rhythmisch tatsächlich etwas fordernder und vom Aufbau her diffiziler als die sie umgebenden. Könnte sein, dass das damit zu tun hat, dass Medleys eben Zusammenschnitte sind, und somit kürzer als die Originale… In dem neuen Track (Round And Round) gibt es sogar ein veritables … gibt es sogar ein richtiges Powerriff, anfangs. Ab da ist dann Party, neo-prog-mäßig gesprochen.
Auch fehlt der obligatorische Track über den Ersten Weltkrieg nicht. Was die Soldaten dieser Zeit allerdings davon hielten, wenn sie sähen, dass sich ausgerechnet in diesem Stück Bassist und Gitarrist nebeneinander stellen und die Gitarren à la Guitar Army im Takt schwingen, weiß ich nicht; schien mir allerdings unpassend.
Ob dann und wann wirklich PINK FLOYDsche Gitarrenlinien zu hören sind, oder ob Mark Colton ab und zu so klingt wie GENESIS' Peter Gabriel, oder ob die Zuhörer freundlich klatschen und am Ende sogar stehen; ob das CREDOs dritte, fünfte oder 20. CD ist, ob Mark Colton wirklich gut über die Rampe kommt und seine Mitspieler auch bestimmt nette Leute sind - all das mag sein, tut aber leider meinem Eindruck keinen Abbruch, dass das hier of-the-shelf Dutzendware ohne Höhepunkte ist.
Und dieser Eindruck kommt daher, dass die Leidenschaft und die Raffinesse, die etwa die letzte PENDRAGON-CD besaß, hier völlig fehlt - siehe oben. Alles fließt, schon richtig, aber ab und zu muss auch mal eine Stromschnelle kommen, das Wasser die Fließgeschwindigkeit ändern, vielleicht sogar über einen Wasserfall stürzen - nix davon ist hier zu merken.
Unser Papierkorb-Icon vergebe ich definitiv nicht, ein paar Highlights gibt es ja durchaus, aber von einem Tipp ist das hier meilenweit entfernt. Vielleicht bietet die nächste CD mehr - das vorgestellte Stück lässt hoffen. Sonst muss man leider das Neo-Prog Etikett entfernen, Jungs.
PS: Ja, ich weiß, das muss ich noch nachliefern: Nichtendenwollender elegischer Output.
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