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| Crimson Cult, Dockyard 1, 2009 |
| Guenter Maier |
Guitar & Keyboard |
| Alex Hilzensauer |
Bass |
| Walter Stuefer |
Vocals |
| Peter Bachmayer |
Drums |
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Länge: 55 Min 12 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Evil Design | 6. Dirty Demon |
| 2. Undead | 7. Misanthrope |
| 3. Land Of The Crimson Night | 8. 2000 Lights |
| 4. In The Eyes | 9. Amok |
| 5. Lava Machine | 10. Centre Of The Universe |
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Klingelt's bei dem ein oder anderen, wenn er die Namen der Bandbesetzung liest? Zwei Viertel von CRIMSON CULT waren vormals bei STYGMA IV als Saitenfraktion beschäftigt. Nachdem die Jungs sich aus dem musikalischen Universum verabschiedet haben, konnten die beiden Flitzefinger ihre Saiten nicht schweigen lassen und haben ein neues Baby ans Tageslicht befördert.
Nun gehöre ich zu den Menschen, die die Vorgängerband nicht kennen, von daher kann ich auch keine Vergleiche zwischen den beiden Bands ziehen, was vielleicht auch gar nicht notwendig ist. Denn CRIMSON CULT - soweit sei schon verraten - brezeln mit ihrem Debütalbum mächtig auf die 12. Eigentlich war diese Scheibe ein Demo, das man an diverse Magazine geschickt hat und damit prompt beim "Rock Hard" als "Demo des Monats" punkten konnte. Darauf wurde das Label Dockyard 1 aufmerksam, nahm die vier Herren aus dem bergigen Nachbarland Österreich unter Vertrag und veröffentlichte das Demo als Erstlingswerk direkt noch mal. Dass die 10 Songs innerhalb von 3 Wochen entstanden sind sorgt schon dafür, dass die Kinnlade den Weg nach unten sucht.
Schon mit dem Opener Evil Design zeigen sich die Österreicher von ihrer metallischen Seite, die sogar Freunden der Eisernen Jungfrau gefallen könnte. Undead mit seinen Stakkatoriffs geht in der gleichen Marschrichtung weiter, bleibt mit melodischen Gesangslinien schon im Ohr kleben und kann mit jeder Menge Riffing aufwarten. Zeit zum Aufatmen bleibt nicht, denn gleich mit Land Of The Crimson Night wird weiter Vollgas gegeben. Schön, wie Gitarre und Stimme die Melodie zu Beginn der Strophe aufnehmen, um sich zum Refrain hin in eine wahre Riffschlacht zu begeben, bevor der Refrain wie ein großes Segel dem Song seinen Richtung vorgibt: nach vorne! In The Eyes und Lava Machine fahren im gleichen Fahrwasser wie die ersten drei Songs und könnten den Verdacht aufkommen lassen, dass sich langsam aber sicher Ideenlosigkeit einschleicht. Doch bevor es dazu kommt, schleicht Dirty Demon schon fast doomig aus den Boxen und bleibt mit seinem über alles thronenden Refrain fett im Ohr hängen. Grandios!
Misanthrope klingt wie 'ne METALLICA-Single auf 33 Umdrehungen abgespielt. Bei den letzten drei Kompositionen wird dann wieder der Metalhammer geschwungen (wobei sich Amok zu einem echten Juwel entwickelt, je öfter man es hört) und mit Centre Of The Universe trauen sich die Alpenländler auch mal an ein längeres Stück, was nicht langweilt.
Ich würde sagen: Aufgabe gut gelöst, Luft nach oben ist noch, aber wer bei einem Debüt auch gleich alle Register zieht, bekommt mit dem Nachfolger Schwierigkeiten. Mit CRIMSON CULT präsentiert sich eine Band, die sehr gut aufeinander eingestellt ist, die mit einem Sänger aufwarten kann, der nicht das Sirenengebiet beackert, sondern mit einer warmen aber druckvollen Stimme den Songs den richtigen Drive verpasst. Alles in allem eine runde Sache, der es zwar noch etwas an interessanterer und größer Abwechslung fehlt, die aber nicht langweilt. Warten wir gespannt auf das Nachfolgewerk.
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