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| The Theory Of Everything, Gadget Records, 2008 |
| Pee Wirz |
Vocals & Piano |
| Luc Le Bo |
Guitars & Vocals |
| Lukas Schaller |
Guitars |
| Thommy Lauper |
Drums |
| Gäste: |
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| Fabio Trentini |
Bass, Keybords & Programmings |
| Arne Neurand |
Percussion |
| Maik Schott |
Hammond Organ & Wurlitzer Piano |
| Produziert von: Fabio Trentini |
Länge: 44 Min 14 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I Just Wanna Dance | 7. Taking Your Love |
| 2. Erratic Rage Of The Prey | 8. Mexico |
| 3. Bloom | 9. Comfort Of Sadness |
| 4. Another Promise | 10. Please Torture Other Men |
| 5. Tick Tock Attack | 11. No Scheme |
| 6. Be Ashamed | 12. Leave For Good |
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Ein Deutscher schreibt über das Album einer Schweizer Band. Da liegt es nahe (meine Fingern jucken geradezu), mit ein paar Klischees zu starten. Also Taschenmesser, Käse, Bankgeheimnis und so weiter. Aber ich halte mich zurück und überlasse das Lästern lieber jemand anderem.
Glücklicherweise fand ich gestern Abend (denn ich kann nicht nur schreiben, sondern auch lesen) in einem Roman der Marke "Massentaugliche Spannungsliteratur" etwas Passendes: Eine Charakterisierung des echten Schweizers als "so effizient wie ein Deutscher, so herzlich wie ein Italiener und so schlau wie ein Franzose" (nachzulesen bei Tom Cain, "Target", erschienen 2008 bei Lübbe, S. 216). Ich habe leider überhaupt keine Ahnung wie das gemeint ist, deswegen fange ich jetzt einfach mal an über "The Theory Of Everything", das aktuelle Album von DADA (ANTE PORTAS), zu schreiben.
Mit etwas Erstaunen nimmt man zur Kenntnis, dass dies schon das fünfte Studioalbum der Eidgenossen-Truppe ist und sie in ihrem Heimatland recht populär und erfolgreich sind, während sie (zumindest meinen) deutschen Ohren noch nicht so vertraut sind.
Stilistisch ist das eher Pop als Rock. Sehr Charts-kompatibel: Harmlose Riffs, eingängige Melodien. Das gilt insbesondere für Bloom, Another Promise und Taking Your Love. Richtig nettes Tralala. Vielleicht wie REAMONN nach einer Kanne extra-starkem Kaffee? Etwas schneller und rockiger kommen zum Beispiel The Erratic Rage Of The Prey und Tick-Tock Attack daher. Aber nicht zu wild - dreht man die Lautstärke etwas hinunter, müssen schlafende Babys nicht aus dem Zimmer getragen werden.
Natürlich ist das alles auch dementsprechend unauffällig und glatt produziert. Nichts wirklich Neues, nichts Originelles, aber dafür funktioniert das meiste relativ reibungslos. Insgesamt kann man das Album gerne unbesorgt auf jeder Party spielen. Die Gäste werden zwar nicht ausrasten vor guter Laune, aber es wird sich vermutlich auch niemand beschweren.
Das gilt allerdings nur so lange man nicht auf die Texte hört. Denn was die vier flotten Schweizer hier zusammenschmeißen ist wirklich, wirklich, wirklich skurril. Teilweise wahnsinnig schmalzig, teilweise hölzern und immer wieder brechstangenhaft martialisch. Und das gilt nicht nur für die Stücke die das schon im Titel ankündigen (Please Torture Other Men oder The Erratic Rage Of The Prey), sondern für fast das ganze Album. Stellvertretend sei hier eine Zeile aus I Just Wanna Dance zitiert: "Somebody's dropping bombs on an earthquake / And I just wanna dance". Ähhh… ja… ja, ja. Oder so ähnlich.
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