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| Another Paradise, 7hard, 2010 |
| Alessandro Del Vecchio |
Vocals, Keyboards, Backing Vocals |
| Walter Caliaro |
Guitars |
| Francesco Jovino |
Drums, Percussion |
| Nik Mazzucconi |
Bass |
| Gäste: |
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| Jgor Gianola |
Guitar |
| Bob Harris |
Backing Vocals |
| Carsten "Lizard" Schulz |
Backing Vocals |
| Robert Tiranti |
Co-Lead Vocals (Another Paradise) |
| Produziert von: Alessandro Del Vecchio |
Länge: 50 Min 16 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Distant Voices | 6. My Revenge |
| 2. Another Paradise | 7. What I've Never Seen |
| 3. Lonely | 8. What A Feeling |
| 4. Edge Of Life | 9. Eye Of The Storm |
| 5. I Won't Call You | 10. Against The Wall |
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Ich glaube, ich habe es schon diverse Male geschrieben: manchmal ist es nicht einfach, sich immer und immer mit der Musik auseinanderzusetzen, die man für das Home of Rock vorgesetzt bekommt. Meist ist es aber ein richtiger Spaß und mitunter erlebt man echte Überraschungen. Von der ersten Kategorie bin ich relativ verschont geblieben, Spaß macht es mir größtenteils und überrascht werde ich oft genug. Dass das so ist, liegt auch daran, dass wir uns hier die Arbeit entsprechend den Interessengebieten aufteilen. Der eine steht mehr auf das furztrocken-erdig rockende, bei der anderen darf es gerne mal was abgedreht sein, der nächsten kann es fast nicht komplex genug sein und ich wiederum halte die Fahne des AOR, Hardrock und Heavy Metal am Wehen (Wetten, hier schreibt der Chefredakteur gleich wieder 'Ruhrpottdeutsch' hin!?). [Nö, tut er nicht. Pffft!]
Das schöne an der ganzen Schreiberei ist, dass genau diese Sparten, die im HoR vertreten sind, in den letzten zwei Jahren einen echten Aufschwung erleben. Immer mehr hartrockende Töne finden sich in den Charts wieder, der Progbereich blüht mit astreinen Veröffentlichungen auf, im Metalbereich wird altbekanntes in den Charts platziert oder mit Experimenten die Hörerschar gefordert und selbst im Bereich des eigentlich schon abgeschriebenen AOR tauchen die alten Recken JOURNEY mit einer superben Scheibe wieder auf. Es tut sich einiges, und es ist gut, zwischen den ganzen aufgeblasenen Pop-Sternchen und einen auf dicke Hose machenden Hip-Hoppern mal was Anspruchsvolles hören zu dürfen. Dazu kommt, dass sich unter all den bekannten Namen mancher einschleicht, der den Platzhirschen das Leben schwer machen möchte. AIRBOURNE schicken sich an, AC/DC vom Hocker zu schubsen, im Metallbereich wird es langsam unüberschaubar, wer dort mit sehr guten Scheiben auf den Markt rollt und im Progbereich werden die Welten näher aneinandergerückt. Da darf der AOR-Sektor natürlich nicht hintanstehen, zumal mit dem Rückzug von TOTO dort eine große Lücke entstanden ist. Gut, diese mag von den Protagonisten dieser Review nicht geschlossen werden, aber ich würde mal wetten, dass im Hause JOURNEY argwöhnisch nach Italien geschaut wird.
Genau aus dem Land kommen EDGE OF FOREVER und legen mit "Another Paradise" bereits ihren dritten Longplayer in die Plattenläden. Ich war in zweifacher Hinsicht überrascht. Nicht nur, dass es bereits der dritte Rundling der Italianos ist, es ist auch eine derart gereifte und gute Scheibe geworden, dass es mich wundert, dass ich von dieser Band bisher nichts gehört habe.
Erwarten darf man im Bereich des AOR hier keine innovative Wunderscheibe, aber auf alle Fälle eine, die jedem Freund dieser Sparte die Tränen in die Augen treibt. Von vorne bis hinten rockt die CD richtig gut, Pathos und Bombast halten sich in einer angenehmen Waage, die Keyboards kleistern nicht jede Pore zu, sondern lassen der Musik ihre Luft zum Atmen. Gute Riffs begleiten die äußerst angenehme Stimme von Bandkopf und Mastermind Alessandro Del Vecchio durch die Songs, die Gitarre soliert gut und songtauglich und unter alles wird das passende Rhythmusfundament von Drums und Bass gelegt. Perfekt! Anders kann man es nicht sagen. Mit dieser Scheibe dürften die Italiener die Tür zum AOR-Olymp sehr weit aufgestoßen haben. Weit entfernt von JOURNEY ist man nicht, hier und da blinzelt sogar MAD MAX durch die Arrangements, was aber auch daran liegen kann, dass Mr. Voss beim finalen Mastering seine richtenden Hände über das Gesamtwerk gelegt hat.
Insgesamt bleibt eine Einzelhervorhebung einzelner Songs außen vor, denn was soll man Songs hervorheben, wenn das Gesamtkonzept stimmig und sehr gut gelungen ist. Orientiert euch an den genannten Bands und man kann nichts verkehrt machen. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass EDGE OF FOREVER es schaffen, diesen Rundling an genügend Menschen zu bringen, damit dieses Juwel nicht im Wust der schlechten bis mittelmäßigen Veröffentlichungen untergeht.
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